Kapitel 72 - Die Brüder Karamasow - Fjodor Dostojewski
Transkript anzeigen
00:00:12: Herzlich willkommen zum Freud.
00:00:14: die Spitz Literatur Podcast Folge zweihundert zweiundzwanzig.
00:00:19: Mein Name ist Philipp Stöfer und ich begrüße zurück aus der Sommerpause, Max Brinkmann und Alexander Röske.
00:00:27: Grüße
00:00:27: euch!
00:00:28: Da sind wir wieder.
00:00:28: hallo
00:00:30: Hallo
00:00:32: Und natürlich auch euch liebe Hörerinnen und Hörern.
00:00:34: Wir sind wieder da.
00:00:35: wir begrüßen euch zurück.
00:00:37: schön dass ihr wieder dabei seid.
00:00:39: lange Zeit war jetzt still war es still um uns gewissermaßen.
00:00:44: Wir sind aus unserer hoffentlich wohlverdienten Sommerpause zurück, haben viel gelesen also vor allen Dingen nicht unbedingt viele Bücher am Zweifelsfall aber vor allem viele Seiten und viele Worte.
00:00:54: Und eh tausend zweihundert sechsund neunzig wenn ich das richtig in Erinnerung habe, aber es könnte auch äh oder sechsenfünfzig oder sowas.
00:01:01: Äh dieserseiten wollen wir euch heute vorlesen.
00:01:04: Stück für Stück!
00:01:05: Also nehmt ihr schon mal ein Tee setzt euch hin Es wird eine Weile schon dauern.
00:01:09: Ein bisschen spät heute noch?
00:01:11: Ja
00:01:11: Ihr seht schon, unsere Witze sind immer noch genauso schlecht wie vor der Sommerpause.
00:01:19: Wir wollen euch natürlich nicht das komplette Werk von Fyodor Dostoyevsky vorlesen über dass wir heute sprechen werden nämlich die Brüder Karamazov sondern es wird quasi eine ganz reguläre Buchbesprechung.
00:01:32: Wir haben alle wieder richtig Bock.
00:01:33: bevor's aber losgeht gibt's noch ne kleine Neuigkeit von uns!
00:01:39: Wir waren nämlich fleißig ... in der Sommerpause und haben es nun endlich geschafft nach... Wann haben wir das erste mal angekündigt, dass wir das vorhatten?
00:01:47: Vor drei Jahren?
00:01:50: Würde ich sagen.
00:01:51: Und dann sehr regelmäßig vor uns hergeschoben.
00:01:53: Wir haben unsere Homepage fertig.
00:01:55: Unter frontyspitz.de findet ihr unsere Home Page auf der ihr mal abgesehen von unseren Folgen die ihr dort direkt hören könnt Müsst ihr nicht.
00:02:07: ihr könnt natürlich weiterhin über Spotify und Co.
00:02:09: Es gibt auch links zu allen anbietern, also ob das ein Spotify, Apple Podcast dieser RTL plus podcast.de, PolyG whatever.
00:02:18: Also ihr könnt die direkt auf der Webseite hören wenn ihr mal im Browser unterwegs seid.
00:02:20: Ihr könnt natürlich aber auch wie gewohnt über euren Podcast Distributor Eurer Wahl das ganze hören.
00:02:27: Aber dazu gibt es noch ein paar andere Sachen nämlich Rezensionen von uns geschrieben.
00:02:33: Die werden jetzt.
00:02:34: Die nächsten Tage werden die ersten Rezensionen auf der Plattform landen.
00:02:37: Wir haben schon ein paar vorbereitet, es gab natürlich ein kleines Technisches Problem zum Start, weswegen die bereits verfassten Rezitionen jetzt wieder nicht drauf sind.
00:02:47: Und es wird Stück für Stück auch unseren Lesekanon geben!
00:02:50: Das heißt ihr werdet von uns in fünf Schwierigkeitsstufen unterteilt einen Lesekanan finden, wo wir Bücher empfehlen die wir als so eine Art Bucketlist Bücher empfehlen würden zu lesen.
00:03:09: Und die aber einsortiert in von einfach, von Einsteiger bis zum Wir wollen uns einfach richtig hart quälen Niveau.
00:03:17: Die werdet ihr dort finden und wir werden am Ende der heutigen Folge mal schauen wo das Buch von heute landet.
00:03:22: In welcher Kategorie?
00:03:24: In welchem Tier?
00:03:26: Ja!
00:03:27: Das erstmal zur Homepage.
00:03:28: lasst uns gerne ein bisschen Feedback zum Homepage da, wenn euch das da noch irgendwas fehlt.
00:03:31: Wenn ihr sagt wir haben einen Bug entdeckt oder sowas... ...das ist ein Eigenprogrammierprojekt.
00:03:35: dementsprechend... ...ist da durchaus möglich dass es da noch ein paar Bugs gibt.
00:03:42: Das ist kein Bug!
00:03:43: Das ist ein Feature.
00:03:44: Richtig!
00:03:45: Genau Stück für Stück wird das Ganze wachsen.
00:03:47: also auch wenn ihr noch Dinge vermisst oder darauf gerne sehen wollen würdet könnt ihr uns das natürlich auch gerne schreiben.
00:03:53: So viel erst mal dazu.
00:03:54: Das Projekt wird auf jeden Fall jetzt in nächster Zeit ein wenig Zuwachs bekommen.
00:03:59: Und unsere erste Priorität ist jetzt sozusagen die Rezension und den Lesekanen, das Stück für Stück zu füttern.
00:04:04: aber auch so wenn es Neuigkeiten rund um unseren Podcast gibt werdet ihr diese dort auch auf dem Newsfield finden natürlich auch wie gewohnt bei Instagram und Co.
00:04:12: Aber die Website soll sozusagen unser primäres Informations Medium sein rund um diesen Podcast.
00:04:23: Das war's mit den News.
00:04:24: Jetzt geht es ins Hauptstadtstudio zu Max, der stellt uns nämlich den Autor des heutigen Buches vor.
00:04:30: Fjodor Dostoyevsky
00:04:33: Ja vielen Dank!
00:04:36: Ich habe das relativ kurz gehalten.
00:04:40: Fyodor Dostojovski wurde am elften Elften, achtzehnhundertundzwanzig in Russland geboren und musste auf dringendes Anraten seines Vaters dann ein Studium an einer Militär-Engineersschule absolvieren.
00:04:58: Danach hat er begonnen, nebenher so ein bisschen als Schriftsteller zu arbeiten und hat mit achtzehnhundert sechsundvierzig also mit fünfundzwanzig Jahren schon seinen ersten großen Roman veröffentlicht nämlich arme Leute.
00:05:12: Zeitgleich ist er in so einem anarchistisch sozialistischen kleinen Gesprächskreis und diese Mitgliedschaft führt es zu seiner Verhaftung.
00:05:25: Durch diese Mitgliedschaft wird er zum Tode verurteilt und quasi kurz vor der Vollstreckung, wird dieses Urteil vom Zaren höchst selbst in eine Haftstrafe umgewandelt.
00:05:41: Dann bleibt er dort in Sibirien bei Zwangsarbeit-und Verbandungen im Gefangenschaften und das einzige Buch was er in dieser Zeit bekommt und lesen kann ist das Evangelium.
00:05:55: oder sind die Evangelien?
00:05:56: ... daraus zurückgekehrt ist er dann, ... ... mit dreiunddreißig und dann heiratet.
00:06:06: er veröffentlicht weitere Bücher.
00:06:09: Wichtig hierbei zu nennen wären wahrscheinlich die Aufzeichnung aus einem Totenhaus... ... und die Aufzeichung aus dem Kellerloch,... ... dann mit fünfunddreißig Jahren einen so epochralen Roman wie Schuld und Sühne oder auf... Neu-Deutsch ist es jetzt Verbrechen und Strafe.
00:06:25: Und ganz alt, Rodion Raskolnikov.
00:06:27: Ehm ... ... der Idiot, die Dämonen.
00:06:34: Und dann das heutige Buch hat er über einen längeren Zeitraum geschrieben.
00:06:39: Eigentlich hat er im Jahr a.a.
00:06:40: angefangen, in A.A.
00:06:42: wird es dann zu Ende veröffentlicht, denn es ist ja ein Fortsetzungsroma nämlich die Brüder Karamasoff.
00:06:49: Bedeutsam auch... kurz vor seinem Tode, die Rede über den russischen Dichter Alexander Pushkin.
00:06:54: Die hin häufig erwähnt wird in seinen Biografien und... ...und mit sechszig oder neunundfünfzig Jahren hatte er noch nicht Geburtstag stirbt er.
00:07:05: Und zwar als Held!
00:07:07: Als literarischer Nationalheld dessen Bücher eine unfassbare Rezeption erfahren haben.
00:07:19: Marcel Reichranitzki hat über die Brüder Karamazov gesagt, das sei der beste Roman den er je gelesen habe.
00:07:27: Siegmund Freud hat gesagt dass er von Dostoyevsky etwas über Psychologie gelernt haben.
00:07:33: Stefan Zweig Franz Kafka Thomas Mann alle großen Autorinnen und Autoren des zwanzigsten Frühundzwanzigstehunderts haben ihn gelesen Und wenn man von Vladimir Nabokov und anderen absieht haben sie ihn auch extrem wertgeschätzt.
00:07:51: Kritisch geäußert hat sich nur Hermann Hesse, der die Brüder Karamasov als drohendes Schicksal Europas gelesen hat.
00:07:58: Dazu aber vielleicht später mehr.
00:08:00: das vorerst zu Fyodor Dostoyevsky.
00:08:05: Einige kleine Sachen möchte ich ja ganz nie fanden.
00:08:07: Ich nehme mich extrem cool!
00:08:09: Seine Tochter, das müsste die zweite gewesen sein, Ljubov wurde am vierzehnten September achtzehnundneinzechzig in Dresden geboren.
00:08:19: Das ist auch die Tochter, die später ein Buch veröffentlicht hat mit Erinnerung über ihren Vater.
00:08:24: Mit dem Titel Dostoyevsky geschildert von seiner Tochter.
00:08:28: Fand ich ganz interessant.
00:08:29: Hat mich überrascht dass also Dostoevsky ist ja viel gereist dann aber das er bis nach Grästen geschafft hat und hier sogar eine Tochter zur Welt gebracht hat.
00:08:37: Weißt du wo er ganz gerne war und es eigentlich immer bereut hat?
00:08:44: Erleuchte mich
00:08:45: in Baden-Baden Denn Dostoeski war spielsüchtig Und diese Fortsetzungsromane haben irgendwie versucht, die Löscher in seiner Kasse
00:09:00: wieder zu stopfen.
00:09:03: Also er hat sich zwar am Anfang... also es ist dann zweiundsechzig ist er auf diese großen Reisen gegangen aber er hat's dann im Baden-Baden durchaus krachen lassen.
00:09:19: Er hatte doch viel Geld verspielt.
00:09:22: Man kennt ja das als Speichspiel?
00:09:24: Einmal nach Vegas oder einmal nach Baden-Baden?
00:09:30: Also Beispiel, er hat seine Rechte verkauft.
00:09:38: Übrigens genau dreitausend Rubel dafür bekommen.
00:09:43: Für den Aufenthalt blieben ihm hundertfünfundsiebzig Rubel und die hat er so sofort verspielt.
00:09:50: also ja das ist ihm nicht so gut gelungen mit Geld umzugehen.
00:09:53: da ist er nicht der einzige Das Christen
00:09:56: tun wir hier so eine große Rolle spielt.
00:09:58: in diesem Roman sei an Jesu Wort erinnert eher geht ein Kamel durch einen Nadelöhr als dass einer reicher in den Himmel kommt.
00:10:06: Dostoevsky hat also alles recht gemacht, richtig gemacht und ist als Abonmann gestorben.
00:10:10: Will ich das so richtig verstehe?
00:10:13: Also wenn ja dann...das ist ja das Schöne dadurch die Spielerei in Russland so nicht möglich war.
00:10:17: man konnte ja das Vermögen dann zu Hause wieder ein bisschen aufbauen.
00:10:23: Ja, das nur als kleiner Zeit, kleine Zeitnote aber fand ich ganz faszinierend.
00:10:30: Aber Philipp um was geht es denn eigentlich in dem Roman?
00:10:32: und ich wünsche dir ganz viel Freude damit jetzt die tausend zwanderzeiten zusammenzufassen?
00:10:37: Ich werde das auch ganz kurz machen Denn diesen kompletten Roman kurz zusammen zu fassen ist eigentlich fast nicht möglich, aber es gibt eine äußere Handlung Und genau diese Handlung möchte ich wiedergeben, dass es nämlich die Handlung auf die das auch gerne reduziert wird.
00:10:51: Wenn dieses
00:10:51: Buch
00:10:52: mal kurz gesagt wird, also wenn man kurz über dieses Buch gesprochen
00:10:55: wird
00:10:56: und zwar geht es vor allem um ein Familienstreit Also es könnte auch so eine Agatha Christi Geschichte sein.
00:11:03: In so einem alten Herrenhaus kommt ne Familie zusammen und am Ende gibt's einen Mord.
00:11:07: So grundlegend.
00:11:07: wir haben eine ähnliche Veranlagung.
00:11:09: Wir haben nämlich den Vater Fjodor Karamasov und seine drei Söhne.
00:11:15: Die Söhne heißen Dimitri, Ivan und Aljosha.
00:11:22: Ich bleib jetzt bei diesen Namen.
00:11:24: Diese drei Söhnen und auch der Vater haben innerhalb des Buches immer wieder je nachdem mit wem sie sprechen und wer über sie spricht Spitznamen.
00:11:34: Dimitrie wird auch gerne mal Mitya genannt also... Und es gibt noch viele mehr.
00:11:39: Dementsprechend ich bleibe aber bei den Hauptnamen die ich jetzt am Anfang erwähnt habe Fjodor, Dimitry, Ivan & Aljoscha.
00:11:45: das macht's ein bisschen
00:11:46: einfacher Aber es ist witzig, dass du Al-Yasha mit seinem Spitznamen ansprichst.
00:11:50: Der heißt nicht Alexei.
00:11:52: Der heisst Alexei?
00:11:53: Dieser Name kommt aber...
00:11:54: Er wird immer Al- Yasha genannt.
00:11:55: Nur
00:11:56: einmal glaube ich vor.
00:11:57: Also er wird nur einmal Alexey vorgestellt und danach wird eigentlich nur noch Al-yasha genannt.
00:12:03: Ich glaube zwischendrin auch sogar mal Yasha oder irgend sowas.
00:12:05: also es war noch irgendein anderer Name Oder Sascha.
00:12:10: Es gibt ganz selten das Al- yasha mit anderem Namen genannt wird aber zwei drei Mal kommt's irgendwie vor.
00:12:14: Sei´s wie´s sei.
00:12:15: Auf jeden Fall, es gibt zwischen Fjordor und seinem ältesten Sohn Dimitri einen Erbstreit.
00:12:20: Die beiden liegen sich aufgrund von Geldfragen in den Hahn.
00:12:24: Also der Vater hätte dem Sohn mehr Geld zahlen sollen, sagt der Sohn.
00:12:28: Der Vater sagt wiederum aber ich bin meine Schuld schon los geworden.
00:12:32: Das ist sozusagen eine Ebene des Streits.
00:12:35: Und die zweite Ebene das Streits beginnt in dem Moment wo sich beide Vater und Sohn für eine Frau interessieren, auch die nenne ich in dem Fall jetzt nur mit ihrem hauptsächlich verwendeten Spitznamen nämlich Kroshenka.
00:12:48: Beide stehen auf diese Frau und beide möchten gerne diese Frau heiraten am Ende sogar.
00:12:55: Nun gibt es da mal abgesehen von dem offensichtlichen Problem das sich zwei Männer um eine Frau balgen Das Problem dass Dimitri also der älteste Sohn bereits verheiratet ist, nämlich in Katharina Und der zweit ältestes Sohn Ivan Jetzt sich aber in Katharina verliebt.
00:13:10: Das heißt, ihr merkt schon es gibt hier so eine gewisse Mehrex-Konstellation alleine schon um Geld und um Liebe.
00:13:16: Und damit ist letztendlich schon sind die Hauptmotive schon erklärt der Geschichte?
00:13:23: Und alles Weitere was jetzt dazu kommt würde ich mal zusammenfassen und das ist eines der großen Themen nämlich der Gegensatz zwischen Glaube und Vernunft also zwischen dem göttlichen und dem irdisch rationalen.
00:13:40: Das sind sozusagen die beiden Hauptreibungspunkte des Buches und damit würde ich es, glaube ich bei der Geschichte auch schon belassen.
00:13:49: Viel mehr wenn wir an der Nacht das Spoilerwarnung sagen.
00:13:51: Denn auch wenn das Buch schon so alt ist man kann es prinzipiell spoilern.
00:13:56: Und es hat wirklich ein... Es macht einen Unterschied ob man am Anfang schon weiß wie's ausgeht oder nicht?
00:14:04: Ja habe ich irgendwas vergessen was meine unbedingt noch mit reinpacken sollte.
00:14:08: Ich würde sagen, also mir würde jetzt ganz viel einfangen was ich gerne noch ergänzen würde.
00:14:12: Aber ich würd's rauslassen weil ich glaube kürzer konnte man es nicht zusammenfassen und damit würde ich belassen und jetzt umschwenken auf unsere Kurzeinschätzungen.
00:14:25: Ich bin gespannt!
00:14:27: Ja Weltliteratur haben wir heute mal wieder gelesen oder haben sie... jetzt zum ersten Mal gelesen.
00:14:35: Weltliteratur ist Weltliteraturen und dann gibt es ja innerhalb der Weltliteraturen Abstufung, ich glaube wir haben hier mit diesem Buch einen der ganz großen Autoren und einer der ganz grossen Bücher vor uns liegen gehabt.
00:14:48: Ich hatte wahnsinnig Erfurcht vor diesem Buch.
00:14:52: Ich habe mich aber auch unglaublich drauf gefreut und bin ehrlich nicht enttäuscht worden.
00:14:59: Gegenteil, und wir kommen nachher sicherlich darauf zu sprechen.
00:15:01: Gerade die ersten vierhundert Seiten waren ein wirkliches Aha-Erlebnis wie unfassbar modern sprachlich dieses Buch geschrieben ist.
00:15:10: Und ich
00:15:11: will gar nicht mehr verraten es hat mir sehr gut gefallen.
00:15:15: Ich glaube euch ging's nicht so ganz unähnlich oder?
00:15:19: Ja ihn Also auch.
00:15:22: wie du hatte ich da ähnlich bisschen erforscht davor und Max hat das glaub ich letztens schön ausgedrückt der meinte Viele werden sich an dieses Buch auch gar nicht am Anfang ran trauen, weil man denkt das ist halt wirklich krass.
00:15:35: Man liest die erste Seite und denkt es ist tausendswundert Seiten.
00:15:38: jetzt geht's so weiter.
00:15:40: Das wird Arbeit!
00:15:42: Und ich bin ein bisschen hin und her gerissen.
00:15:45: einerseits bin ich komplett bei dir Alex.
00:15:48: Es ist Weltliteratur.
00:15:50: Alleine.
00:15:50: schon Anhand oder aufgrund der Themen Die in diesen Buch stecken und wie sie verhandelt werden Auf Grund ... der Konstruktion aufgrund der Tiefe, ist es... ... schon ein kleines Meisterwerk.
00:16:07: Wenn man bei...
00:16:08: Wie viel wird das
00:16:09: Buch?
00:16:10: Wenn man halt bei quasi nicht zwei Kilo von diesem Buch von klein reden kann!
00:16:15: Aber es gibt Strecken in diesem Buch die sind oder fand ich anstrengend und es gab auch Strecken, die waren wirklich Arbeit für mich.
00:16:25: Also es ist kein Buch, das sich locker-flockig nebenbei weglesen lässt und wo ich die ganze Zeit über twelvehundertfünfzig Seiten wirklich einen Hochgenuss beim Lesen hatte.
00:16:35: Es gab Passagen da musste ich mich durcharbeiten.
00:16:41: deswegen kann ich jetzt nicht sagen boah zehn von zehn Buch für die einsame Insel nehme ich direkt mit lese ich direkt morgen noch mal soweit würde ich nicht gehen.
00:16:52: Max!
00:16:55: Es ist ja mein zweiter Dostoyevsky nach Verbrechen und Strafe beziehungsweise Schuld und Sine.
00:17:03: Und ich hatte schon hohe Erwartungen, schließlich greifen weil ich wusste was auf mich zukommt so grob... ...und hatte nach den ersten zwanzig dreißig Seiten so das Gefühl das könnte interessant werden.
00:17:15: mal gucken wo es hier noch hingeht.
00:17:18: Für mich persönlich hat das Buch einen Sog entwickelt den ich ihm bei der Größe und Länge so nicht zugetraut hätte.
00:17:27: Also klassisch, wenn ich nachmittags hatte ich nie Zeit.
00:17:32: Aber wenn ich mal abends wirklich mal zwei Stunden für mich hatte dann habe ich zwei Stunden dieses Buch gelesen und es war völlig unproblematisch Und ist viel mehr auch schwer zwischendurch dann auch wieder Pausen einzulegen weil man sagt Arbeit ist ja morgen auch noch oder wie auch immer.
00:17:51: Also, Lesbarkeit ganz weit vorne.
00:17:53: Die Themen und Theorien und Ideen dieses Buches sind aller Bonheur... ...und für mich wirklich bewegen mich ich denke da selber gerne und intensiv drüber nach so dass ich wirklich sagen kann Ich bin sehr auf die Debatte gespannt aber ich fand es wirklich super!
00:18:18: Anders kürzer kann ich das nicht fassen.
00:18:20: deswegen ich fand's richtig Klasse.
00:18:27: Dann bin ich wirklich mal auf die Debatte gespannt.
00:18:30: Dieses Buch gewinnt auch nicht wegen einer Kontroverse, jetzt über das Buch ob man es gut oder schlecht findet glaube ich.
00:18:36: Denn mir hat mein Partner-Onkel gesagt als ich ihm vor den Ferien noch gesagt hatte hier war ein Urlaub und er fragte ja was nimmst du damit zu lesen?
00:18:45: Und ich sagte ja Dostoyevsky Bruder Karamazov.
00:18:48: aber wenn die erste Hälfte geschafft hast der zweite Teil ist ein Genuss und dem kann ich so zustimmen wobei ich die erste hälfte gar nicht so schlimm fand.
00:18:58: Und ich glaube jeder der das zu Ende gelesen hat, also wer sich wirklich diese twelvefünfzehnte Seiten bis zum Ende antut.
00:19:07: Der wird dieses Buch nicht schlecht finden.
00:19:13: Antun einfach nur aus Ausgründen des Umfangs Es ist ein riesiges Investment dieses Buch generell.
00:19:22: wir leben in einer Zeit in der es nicht mehr üblich ist mehr als zwei bis vierhundert seiten regulär zu lesen.
00:19:29: das sind die normalen umfänge von büchern wenn wir uns die anschauen was so auf dem markt rumschwirt und sich teilweise anschaut was neue paper hart cover veröffentlichung da stehen doch zwar drei hundert fünfzig seiten aber das format ist klein.
00:19:42: der schrift Satz ist also groß geschrieben viel platz am rand usw.
00:19:47: Das ist ja telefonbuchmäßig.
00:19:49: dünne seiten viel text kleingeschrieben tausends woher seiten Und los geht's.
00:19:55: Deswegen, wer es schafft diese tausendzuhundert Seiten zu lesen der kanns am Ende glaube ich nicht schlecht finden.
00:20:00: Ich möchte dazu noch was erwidern.
00:20:02: Erwidere?
00:20:03: Beziehungsweise nicht nicht erwideren sondern hinzuschügen.
00:20:05: Ich glaub also so geht mir sowas eigentlich für mein Nachwort mit einem Schlusswort gedacht.
00:20:08: aber ich kann das auch an der Stelle schon mal anbringen Wer das Buch gelesen hat darf sich darauf auf etwas einbilden.
00:20:14: Glaublich.
00:20:16: Okay
00:20:17: das werden wir jetzt belegen und dann... Das werden
00:20:19: wir nachher belegen.
00:20:20: Du
00:20:21: kreist einfach aus wie ein... Aber noch eine Sache Bevor wir jetzt nicht gleich einsteigen, wir und generell in Deutschland macht bei das viel zu selten.
00:20:29: Wir müssen noch die Übersetzerin loben.
00:20:33: Die mittlerweile leider verstorbene Zvetlana Gaia hat sich hier die Mühe gemacht dieses Werk uns Deutsche zu übertragen.
00:20:40: Nicht nur dass sondern ich bild mir ein alles oder fast alles von Dostoyevsky Und die moderne Sprache die ich von angesprochen habe geht ja nicht zuletzt auch auf ihre Arbeit zurück.
00:20:51: Ich bilde mir ein dass Zvetlana Gaia für ihre arbeit an den Übersetzungen von Dostoevskis Werken aus vielfach ausgezeichnet wurde.
00:20:59: Und ich bilde mir auch ein, das zurecht.
00:21:02: Kann nicht nur bestätigen!
00:21:03: Also wenn wir gleich auf die Sprache kommen... Ich kenne auch die alte Übersetzung jetzt nicht von dem Buch aber ich habe Verbrechung und Strafe in der alten Übersetzung gelesen.
00:21:14: Die war auch.
00:21:15: also man merkt Der Geist Dostoyevski ist ähnlich Das ist klar.
00:21:21: Aber es wird Lanna Geyer.
00:21:23: gelingt ist dass das noch Ansprechender in so weit ist, als dass man auch als Gegenwartsleser A sehr gut versteht um was es geht und B auch wirklich gern dran bleibt.
00:21:39: Also man versteht das die Sprache wirkt so echt wirklich einfach echte Sprache
00:21:46: und authentisch
00:21:47: hervorragend ja wirklich gut gelungen.
00:21:52: Was für Dostoyevsky generell spricht ist dass das Fortsetzungsromane waren, die in der Zeitung zuerst erschienen sind und dann immer Stück für Stück.
00:22:03: Und das merkt man bei jedem kleinen Kapitel denn die Kapitel enden quasi mit so einem zarten Cliffhanger, dass man schon wissen will wie geht es denn jetzt weiter?
00:22:18: Na und die Erzählinstanz spoilert ja quasi am Ende eines Kapitels immer schon ganz zart wie es dann weitergeht und das macht natürlich extrem Bock, dann weiterzulesen.
00:22:31: So dass einem oder mir in dem Fall das nicht vorkam, wie so ein langes Buch einem sonst vorkommen würde?
00:22:41: Das auf jeden Fall.
00:22:42: Ja gut kommen wir kurz zur Spoilerwarnung.
00:22:46: Wie am Anfang angekündigt ist dieses buch spoilerbar.
00:22:51: Für alle diejenigen von euch, die sich mal vorgenommen haben, Dostoevsky noch zu lesen.
00:22:56: Und vor allem die Bruder Karamazov in dem Fall noch zulesen.
00:22:59: Sei hier gesagt wir werden jetzt nach der Spoilerwarnung alle kritischen Punkte dieses Buchs eventuell streifen und vielleicht auch direkt ansprechen und auch den Hauptplot eventuell ansprechen.
00:23:12: Dementsprechend wenn ihr das überhaupt nicht vorgeweck genommen haben möchtet müsstet ihr an dieser Stelle Pause machen schnell das Buch lesen!
00:23:22: wieder einsteigen.
00:23:23: Ansonsten allen anderen viel Spaß jetzt mit der Besprechung zu Fyodor Dostoyevsky's Die Brüder Karamazov.
00:23:30: und damit kommen wir zum ersten Thema.
00:23:34: Wir haben uns nämlich diesmal überlegt dieses Buch aufgrund seiner Länge alleine schon können wir es nicht Stück für Stück durchsprechen, wir können nicht Kapitel für Kapitel eine Analyse machen bzw besprechen wie jetzt welche Figuren in welchem Kapitel miteinander wie interagieren.
00:23:53: Das heißt, wir haben die Charakterisierung der einzelnen Figuren hinten angestellt und wollen uns jetzt bei der Besprechung eher auf die großen Themen, die dieses Buch innerhalb dieser tausendzwohrenden Seiten verhandelt konzentrieren.
00:24:11: Dazu sei nämlich gesagt, dieses ganze Buch ist nochmal in zwölf Einzelbücher unterteilt.
00:24:16: Und jedes dieser zwölfe Einzel bücher hat noch mehrere Kapitel, so irgendwas zwischen zehn und vierzehn-fünfzehn Kapitel.
00:24:22: Also es ist relativ gut segmentiert.
00:24:25: Das heißt man hat immer so aller.
00:24:27: ich würde sagen... ...zwanzig dreißig Seiten hat mal neues Kapitel!
00:24:32: Ja das kommt eben daher wie Maxis gerade schon erwähnt hat aus dieser Fortsetzungsroman Form die halt regelmäßig in Zeitschriften veröffentlicht wurde.
00:24:43: Und das erste Thema, dass wir gerne aufmachen würden ist Fyodor Dostowewski's Brüder Karamazov als Kriminal-Roman.
00:24:54: Ich hatte es am Anfang schon kurz erklärt Es geht um diesen Erbstreit und es geht vor allen Dingen auch um diese Rivalität zwischen Fyoder und Dimitri Karamazoff
00:25:04: um
00:25:05: Kushenka.
00:25:07: Da war die erste Frage an euch Wie hat euch denn dieser eigentliche doch relativ wenig Raumeinnemte Streit?
00:25:14: Also dieses Finale, diese Konklusion am Ende nimmt ja relativ wenig Raum ein.
00:25:18: Dafür dass es permanent ja dieses grundlegende Thema des Buches ist.
00:25:22: Wie hat euch der gefallen?
00:25:24: Als Aufmacher als Handlungstreibendes Element dieser Grundlegenden doch eigentlich sehr... ...wenig neue Idee!
00:25:33: Es geht um Geld und es geht um Liebe.
00:25:38: Der Witz ist ja an diesen Kriminalromaten.
00:25:43: Dass du zwar diesen Fall schilderst Aber als Vorgeschichte muss man ja wissen, dass Fyodor Karamasov ein ganz beschössener Vater war.
00:25:56: Und es für alle die ihn kennen genug Gründe gab diesen Mann umbringen zu wollen.
00:26:06: und dann hast du diesen Fall diesen Streit da hast du die Festnahme oder das Gespräch Und ich habe ihm sofort geglaubt, dass der das wirklich nicht war.
00:26:25: Aber jetzt kommt der zentrale Punkt.
00:26:26: und warum finde ich diesen ganzen... diese verwinkelte Erzählerei dazu schön?
00:26:32: Auch das glaube ich alles!
00:26:35: Das ist das Schöne.
00:26:36: und machen wir uns nichts vor wenn wird die Morde runterbrechen.
00:26:40: Warum werden Menschen ermordet?
00:26:42: Einversucht Geld also Liebe das sind die großen Themen.
00:26:50: Ich habe immer mitgefiebert und ich hab währenddessen dauerhaft Theorien angestellt wer das jetzt gewesen ist.
00:26:57: Klassisch war meine erste Idee, es wird Alyosha gewesen sein weil mit dem rechnet man jetzt am wenigsten.
00:27:03: Und wenn ich ja kurz rein fahre, Alyoscha war der einzige andere Externe Der von dem Klopfzeichen wusste.
00:27:10: Deswegen habe ich auch in dem Moment gedacht Ja, wenn Dimitri das nicht war dann muss er es ja eigentlich Sonderbar, weil's würde nicht zu Aljosha passen.
00:27:17: und er ist ja auch der Held der Geschichte.
00:27:20: Unbekannte Autor ja am Anfang schon, aber irgendwie.
00:27:25: Und das ist schon eine starke Leistung es zu schaffen in der Kriminalgeschichte bei so einem Umfang dich bis zweieinhalb Seiten vor Ende des Buches nicht ganz sicher sein zu lassen wer es denn nun war.
00:27:41: und er konstruiert das wirklich
00:27:42: schlau
00:27:44: Alex.
00:27:45: Also ich gehe prinzipiell mit euch beiden natürlich mit.
00:27:46: Es ist ja ein Kriminal-Roman, wenn gleich das mir ein bisschen too much gewesen ist diese unendlich lange Hinführung.
00:27:53: wer könnte es denn nun gewesen sein von den drei Brüdern oder von dem ominösen vierten Sohn?
00:27:58: Das ob was jeder hat einen Motiv gehabt und es wurde mir viel zuviel hin und her geschoben.
00:28:04: Das hat man jetzt tatsächlich nicht ganz so gefallen.
00:28:06: einer meiner wenigen Kritikpunkte an diesem Buch Und es gibt andere Autoren die das für mich besser machen Agatha Christie war so ein Beispiel dafür, dass die auch bis zum Ende nicht wussten wer dort quasi der Mörder ist.
00:28:22: Das ist aber im Vergleich zu der erstgenottlichen Trivialiteratur ohne das jetzt niedermachen zu wollen.
00:28:28: Kurzum Kriminal Roman Ja Aber Nicht unbedingt das was ich gerne als kriminal roman gelesen hätte.
00:28:34: Gott sei Dank gibt das buch aber viel viel viel mehr her dass man dieses Buch eben nicht nur als Kriminalroman lesen muss, sondern wir kommen nachher noch dazu zu den einzelnen Themen.
00:28:45: Und ich glaube im Bereich dieser Themen ist das Buch besser aufgehoben als als reiner Kriminalroman.
00:28:51: Ich würde auch sagen... ...das Buch zu lesen weil mein ein guter Kriminal-Roman lesen will.
00:28:58: Nein genau!
00:28:58: Das so kann man es ausdrücken.
00:29:00: Das würde an der Erwartungshaltung zerschelden.
00:29:04: Weil man ja auch dazusagen muss Der eigentliche Kriminalfall erst auf den letzten vierhundert Seiten beginnt.
00:29:13: Denn es wird zwar auf Seite eins, also der ersten Seite des Buches Merlewillig schon angedeutet.
00:29:17: das ist ein großes Unheil geben wird.
00:29:20: Das kann man sich auch ungefähr schon ausmalen was das sein wird.
00:29:23: aber es wird nicht konkret die Tat und der Tartehrgang beschrieben.
00:29:27: Das passiert erst auf Seite neunhundert
00:29:29: oder sowas.
00:29:32: Ne, müssen wir mal nachgucken.
00:29:33: Aber auf jeden Fall... Ziemlich weit hinten passiert eigentlich erst diese eigentliche Tat.
00:29:40: Und das wiederum finde ich einen ganz guten Kniff, dass er das nicht direkt an den Anfang gestellt hat gesagt, das passiert jetzt und dann uns tausend Seiten lang quasi so ein bisschen im Dunkeln lässt.
00:29:51: so wer könnte es denn gewesen sein?
00:29:52: Und der noch und der noch in Zwischenkapitel
00:29:54: usw.,
00:29:55: sondern er handelt viele Sachen einführend und das ist ja der erste Teil des Buches ist ja nur beschreibend über alle Charaktere.
00:30:02: Er führt ja nur alle Charakteren ein, bereitet seine Ideen vor Charakterisiert, skizziert die Welt und skizzieren auch die Charaktere.
00:30:12: Max, aber du hast gerade noch was?
00:30:14: Ja ich kann dazu nur sagen das ist aber die Art von Kriminalromanen die ich lesen würde.
00:30:22: Das Problem ist nämlich bei den klassischen Kriminalromanen ja sie sind kurzweiliger... ...das geht alles schneller!
00:30:28: Aber es interessiert mich halt nicht weil's am Ende die gleiche Geschichte jedes mal nur ein Neumaufguss ist aber gerade die Füllelemente, wie wir sie jetzt nennen, die eigentlich ja viel tiefer gehen als der Kriminalroman auf der ersten Ebene.
00:30:44: Die sind das Salz und der Süppe!
00:30:46: Die machen das aus... ...die machen den Geschmack der gesamten Geschichte aus.
00:30:53: Und das führt dazu dass ich mich plötzlich dann doch dafür interessiere vor allem wenn man das dann eben mit den einzelnen philosophischen Richtungen oder Geistes geschichtlichen Richtungen der einzelnen Charaktere irgendwo in Einklang bringt und sich überlegt, okay was bedeutet denn dieser Kriminalfall auf einer Meta-Ebene wenn x y umbringt?
00:31:20: Ist das irgendwo nachvollziehbar.
00:31:21: Und das macht für mich den gesamten Reiz dieses Kriminalfalls aus plus ich mag ja Fälle wo bei den Figuren Man das Gefühl hat okay, der war es wirklich nicht.
00:31:39: Aber es machen wir uns nichts vor Es spricht alles gegen ihn.
00:31:43: und wenn ich in er am ende... Das hätte entscheiden müssen Ich weiß nicht ob ich mich hätte anders entscheiden müssen Am Ende des Gerichtsfalls zu dem wir dann gleich noch kommen Und dieses gefühl vermitteln zu können als autor das finde ich schon echt stark.
00:31:58: Ja du hast jetzt ja schön von dener von der metaebene gesprochen.
00:32:01: Ich glaube, dass das Kriminal-Element in diesem Buch gar nicht im Vordergrund steht.
00:32:05: Sondern dass er die Meta-Ebene der eigentliche Roman darstellt.
00:32:09: und diese Kriminalfall als solcher... Also ich bin da voll das Gegenteil von dir.
00:32:17: Das würde mich nicht reizen quasi oder deswegen würde ich nicht um den Buch lesen.
00:32:22: Ich weiß nicht vielleicht haben wir auch unterschiedliche Definitionen vom Kriminal Roman.
00:32:28: Dieses Buch behandelt ja fast ausnahmslos die Vorgeschichte vor der Tat.
00:32:33: Wir sind ja ein Kriminalfall, die eigentliche Auflösung im Nachhinein darstellt und wir quasi nicht die Täter oder die vermeintlichen Täter begleiten sondern eher den... Keine Ahnung.
00:32:50: Dieses
00:32:50: Buch ist einem Psychogramm der Verdächtigen So würde ich es vielleicht eher ausdrücken.
00:32:56: Auch das würde nicht sein, ein Psychogramm der Gesellschaft.
00:32:58: da würde ich mit ihr mitgehen.
00:32:59: und da haben
00:33:00: wir noch die Metaebene
00:33:03: Die wunderbar die damalige Gesellschaft repräsentieren.
00:33:07: Also die Metaebene Da würde ich sagen die steht im Vordergang nicht der Kriminalfall.
00:33:11: Da kommen wir aber nachher dazu.
00:33:12: Wir werden ja so stimmen nochmal über die Person sprechen
00:33:17: Und ich würde
00:33:17: sagen Ich
00:33:19: gehe direkt
00:33:20: in den Gerichtsfall, richtig.
00:33:22: Ich muss noch eine kurze Anmerkung... Eine kurze Annmerkung auch?
00:33:25: Ich muss mich nämlich noch selber korrigieren!
00:33:27: Der Mod geschieht ungefähr in der Hälfte des Buches.
00:33:30: Seide sechsehundert irgendwas paarundzwanzig.
00:33:32: Dort geschieht er eigentlich im Mod und dann wird
00:33:36: noch
00:33:37: das dazwischen verhandelt.
00:33:39: Genau jetzt zu deiner Frage Max.
00:33:42: Wie gefällt euch der Gerichts-Fall?
00:33:44: oder hat das Gerichtstrama das sich ja entwickelt?
00:33:52: Gut fang ich mal an.
00:33:55: Das fand ich sehr interessant.
00:33:56: Ich hatte ein bisschen die Drehung der Schraube im Kopf, weil diese ganze Zuspitzung also nicht nur das Gerichtstrama sondern auch die Besuche bei Smertjakov... ...das ist so ein stückweises immer weiter Drehen der Schnaube und kommt dem Ganzen immer Stück für Stück näher bis man dann wirklich zu des Pudelskernen vorgestoßen ist.
00:34:19: Und dann fahrt ich es ganz interessant Der Chronist dieser Geschichte beginnt das gerichtstrama mit.
00:34:28: wir werden jetzt nicht alles wirklich jede einzelne verteidigungsrede und Das ganze hin und her aufschlüsseln sondern ich beziehe mich nur auf die wichtigen dingelz hier.
00:34:38: Und fasse auch aussagen mal zusammen, dass heißt diese eigentliche konklusion wird wieder ein bisschen weit.
00:34:44: Man sucht quasi wieder ein bischen weiter raus und kriegt mehr.
00:34:46: so eine zusammenfassung davon.
00:34:49: Das eigentliche gerichts Die eigentliche Gerichtsverhandlung fand ich aber ziemlich cool weil sie auch wieder auf so eine Meta-Ebene mit reinbekommen hat, dass dieses Buch der Justiz Irrtum ja so ne Doppelschichtigkeit bekommt.
00:35:09: Dass Dimitri für etwas schuldig gesprochen wird, für das er nicht schuldisch ist aber gleichzeitig für etwas nicht geschuldig gesprochen werden kann an dem er aber schuldlich ist und das fand ich eine ganz spannende ... einen ganz spannenden Blick auf dieses Gerichtsortal.
00:35:29: Obwohl ich am Anfang gedacht habe, boah das wird jetzt bestimmt langweilig... ... weil ich dachte mir, jetzt wird es einfach nur noch alles irgendwie abgehandelt,... ...ehm...
00:35:35: Alles wird nochmal wiederholt!
00:35:37: Genau ist nochmal ganz viel Wiederholung und... Es gibt bestimmt nochmal zu den ganzen Zeugen und... Aber das war tatsächlich nicht so.
00:35:44: also meine Erwartungshaltung ist da zum Glück... ...nicht eingetreten oder meine Erartung?
00:35:48: Das Gekige an der ganzen Sache ist... dass sogar die beiden Anwälte... der Staatsanwalt, als auch der eingeflogen Rechtsanwald.
00:36:00: Der Strafverteidiger ja auch eine eingebettete Geschichte haben und Motive warum sie sich jetzt an diesem Fall in diesen Fall einbringen wollen?
00:36:15: Auch diese Motivik hat Dostoyevsky dauerhaft im Hinterkopf und sie blitzt immer mal wieder durch!
00:36:23: Was will die Figur eigentlich noch dazu machen?
00:36:28: Das Schöne ist, wir waren ja und das ist wahrscheinlich ein Grad der Komplexität.
00:36:32: Der wirklich schwer ist teilweise Die rekurrieren dann auf mehr.
00:36:37: vor drehundert Seiten haben wir die mal den Mal verhört Und da ist das passiert und man muss es aber im Hinterkopf behalten.
00:36:43: wie lief jetzt dieses Verhör ab?
00:36:45: was ist da alles gewesen?
00:36:47: Und darauf geht er an weil dann in seinem plädoyer und in der Anklage und dem Verhöhe und so weiter Darauf geht er ja alles noch einmal ein.
00:36:55: Also ich fand das wirklich, wirklich klasse plus er hat sich ja auch Rechtsberatung geholt Dostoyevsky um wirklich diese Vorstellung eines ordentlichen Gerichtsprozesses darstellen zu können.
00:37:13: Und der Witz ist und ich glaube dass es das was Dostoevsky auf der nächsten Ebene halt sagt Ihr könnt euch das ausgeklügelte fährste gerechteste Justizsystem der Welt ausdenken.
00:37:28: Und ihr liegt doch falsch, weil die letzte Instanz... ...die Überschuld und Unschuld urteilt ist nur Gott!
00:37:41: Da sind wir bei dem Grundkonflikt.
00:37:43: Gibt es Gott?
00:37:45: Gibt sie nicht?
00:37:47: Muss man so eine Frage an euch beide?
00:37:49: Als ihr das Buch gelesen habt, wusste dir um das Urteil also wusste was im Urteil geschieht?
00:37:54: Nein.
00:37:55: der Falsche verurteilt wird?
00:37:57: Nein, nein.
00:37:59: Ich wusste auch nicht... Leider!
00:38:01: ... dass es auf dem Vatermord hier hinausläuft in den Buch.
00:38:04: Also ich kannte tatsächlich von dem... also ist das interessant.
00:38:07: Das Buch ist ein paar Jahre alt und wurde nicht gespoilert durch nichts vorher.
00:38:15: Also ich war habe mitgerätselt, mitgefiebert, war es Dimitri am Ende doch?
00:38:20: oder doch nicht?
00:38:22: Wer war sonst deswegen?
00:38:23: auch die Vermutung Smerdiakoff hatte ich erst mal gar nicht auf dem Schirm.
00:38:27: Dem habe ich das vollkommen abgenommen.
00:38:28: dieser Geschichte, dass er dort seinen epileptischen Anfall hatte, kam überhaupt nicht sonderbar vor.
00:38:37: Jetzt muss ich mal gucken ob ich es finde.
00:38:39: also... Ich wusste um das Ende dieses Buchs.
00:38:43: Das Buch wurde ja immer mal wieder in irgendwelchen... keine Ahnung... wird ja immer einmal wieder rezensiert oder drüber gesprochen und die Thematik ist halt irgendwann in der Welt.
00:38:49: und dementsprechend wusste ich, dass dort jemand Unschuldiges gewissermaßen für diesen Mord nach Sibirien geschickt wird.
00:38:56: Ich wusste nicht, wer.
00:38:58: Aber deswegen hatte ich vielleicht auch so ein bisschen die Vorgeschichte anders gelesen als ihr.
00:39:02: Vielleicht hatte ich da auch dieses... was ich vorhin sagte.
00:39:06: Jeder hat einen Motiv und mir wurde das ein bisschen zu viel eben weil ich wusste dass der vermeintlich schuldige ja eben unschuldig ist.
00:39:15: Ich bin aber ehrlich in dem Moment als mehr der Köpfe auftauchte und ich such gerade die Stelle es gab so eine... ich weiß nicht ob DHSG das bewusst gemacht hat absichtlich gemacht hat oder Ob ich da vielleicht auch bloß zu viel hineingelesen habe, aber in dem Moment wo ich wusste dass das der unehelig so ein Vater ist oder war ich mir ziemlich sicher dass er dann auch Mörder ist am Ende.
00:39:35: Insbesondere als die Geschichte darüber erzählt wird wie er überhaupt in diese Familie reingekommen ist und dass er aus den miesesten die Mutter, die ihm da im Stall war das er nicht draußen in diesem weiß ich nicht wie man das nennt kann zur Welt gebracht hat.
00:39:52: Also da hat von Anfang an nichts gestimmt und ich bin dann schon davon ausgegangen dass er irgendwas mit der Tat zu tun hat und so war es ja auch gewesen.
00:39:59: Aber der witz ist ja seine Herkunft wird nie klar benannt sondern immer nur.
00:40:03: da gibt's Gerüchte...
00:40:05: Ich als Leser aber fahr' das Ja!
00:40:07: Das stimmt?
00:40:09: Ich als Lese erfahre ja wie wir.
00:40:11: Auch als Lesererfrau haben wir nur, dass es viele Gerüche gibt und eigentlich das Klar ist.
00:40:15: aber er sagt es nie Als Erzählenstand es ist so, sondern immer nur.
00:40:21: man hat da das und das gehört.
00:40:22: Und das charakterisiert ja dann auch Fyodor Karamazov wichtig vielleicht für unsere Hörerinnen und Hörern.
00:40:29: Smerdiakov ist quasi der unehelische Bruder der anderen Karamazofs.
00:40:35: Besonders relevant ist das weil die Mutter deren Name ich definitiv nicht wieder aussprechen möchte Die war lang, sagen wir mal ein bisschen beeinträchtigt und wurde geschimpft.
00:40:50: die stinkende in der Übersetzung.
00:40:54: Und quasi um vor seinen Kumpels zu prallen hat Fyodor diese Frau vergewaltigt... ...und daraus ist Mert Jakov entstanden den er dann als sein Diener bei sich einstellt.
00:41:08: Aber nie als so
00:41:09: unakzeptiert
00:41:09: hat?
00:41:10: Ohne das!
00:41:10: Also richtig
00:41:11: nie als an akzeptiert Auch wenn er ihn in seiner Umgebung haben möchte, aber eben nicht offen kommuniziert dass es sein Sohn ist.
00:41:24: Ja das nie anerkannt ist auch tatsächlich da irgendeine Schuld gab
00:41:29: und deswegen dachte ich habe Schmerckhoff auch nicht so clever eingeschätzt als dass er das alles hätte planen können.
00:41:38: Aber es ergibt übelst Sinn wenn man ihm zwischendurch Und das wird das mein Grund warum ich das Buch gerne gleich noch ein zweites mal hinten dran gelesen hätte.
00:41:48: Wissen, wie es ausgeht.
00:41:50: Hätte ich gerne mal noch zu gucken versucht.
00:41:53: wo streut er mir alle Hinweise hin?
00:41:56: Wie blind war ich!
00:41:57: Wie konnte ich das nicht sehen beim ersten Mal lesen?
00:42:01: Das würde mich schon sehr interessieren.
00:42:04: Das Spannende fand ich ja daran, wie Smerdiakov seine Tat rechtfertigt Ivan gegenüber.
00:42:11: Also man müsste kurz zur Figurencharakteristik sagen, Ivan ist der Rationale Bruder.
00:42:19: Also jetzt ziehen wir das vielleicht doch schon mal ganz kurz vor, Wir haben Fyodor Karamazov den Vater.
00:42:27: der ist so ein zynischer Lebensmensch also eigentlich die gelebte
00:42:34: Sittenlosigkeit.
00:42:35: Sittenlosigkeit?
00:42:36: Ich würde auch sagen er ist lüstern, er ist moralisch vollkommen verkommen.
00:42:40: Purer
00:42:41: Hedonist Dorian Gray quasi.
00:42:43: Dorian Grey nachdem er das Bild entdeckt hat.
00:42:46: Wollos, Geldgier und Schamlosigkeit alles.
00:42:51: Ich würde mal fast sagen ich würde Fjorda den würde ich so innerhalb der Figurenkonstellationen bezogen auf Russland mit der DS getrieben von Egoismus und Gier und ich glaube der ist ein Paradebeispiel für den moralischen Verfall des alten Russlands.
00:43:11: Das war jetzt so das, was Dostoevsky vielleicht die Figur dargestellt
00:43:15: hat.
00:43:16: Ja es ist
00:43:16: wichtig.
00:43:16: gibt's mir zu den anderen Figuren.
00:43:17: gibst du mich auch noch ein paar
00:43:19: Sachen.
00:43:19: und die drei anderen Söhne.
00:43:21: da haben wir quasi die Idee dahinter dass sich dieser Vater Aufgeteilt hat auf diese drei Söhne, also die Eigenschaften des Vaters werden auf die drei Söne verteilt gewissermaßen.
00:43:33: Wir haben nämlich Dimitri auch als leidenschaftlich sinnlichen Typen gewissermassen Aber er ist eherfähig.
00:43:41: das unterscheidet ihn vom Vater.
00:43:43: Also erst ein Soldat es Spielsucht ja doch spiel sucht.
00:43:46: ich neigt der Spielsuch zu verprasst auch gerne Geld Ist auch so ein hedonistischer Typ aber Im gegensatz zu seinen vater hat Prinzipien und er isst.
00:43:56: Er ist im Zweifelsfall eherbar.
00:43:58: Das erfahren wir aber relativ später.
00:44:00: Vorher unterstellte
00:44:01: ich es aber auch sehr impulsiv, leidenschaftlich und emotional.
00:44:06: Und hier habe ich gelesen er verkörpert so ein bisschen die Urwürze, die ungezähnte Seele auslanzig.
00:44:16: Dann
00:44:17: haben wir Ivan der kühle Intellektuelle und der Zweifler, der studierte Also der Akademiker, der in Moskau... Ne oder sagt Petersburg.
00:44:28: Weiß ich gerade nicht!
00:44:30: Auf jeden Fall hat er studiert und er ist derjenige, der... Ja da können wir dann später darüber sprechen.
00:44:36: wenn wir bei der Schuld sind trägt er eigentlich die Hauptschuld an dieser Tat.
00:44:40: Hast du auch zudem noch was Alex?
00:44:44: Er ist genau erst der Mann der Wissenschaft.
00:44:47: Erst gewissermaßen der neuen Zeit des neuen Russlands.
00:44:52: Und hier muss man wissen, also ich muss mal wissen.
00:44:55: Hier gehe ich davon aus dass Dostoyevsky kein Modernist gewesen ist.
00:45:01: Also vielleicht ist es ausgerechnet Ivan der auch am weitesten vom Autoren entfernteste Figur des Romans
00:45:09: ist.
00:45:09: Der Gottlose gewissermaßen.
00:45:12: Der gottloser?
00:45:13: Genau!
00:45:14: Und das würde
00:45:15: ich da...ne, ne dann muss ich kurz einhaken.
00:45:19: Ja und diesen Wesen-Zucker Dostoyovski?
00:45:24: Ja, auch
00:45:24: das war meine.
00:45:26: Es gibt ein Tagebuch aufzeichnungen von ihm wo es heißt ich bin durch den Zweifel zur Religion gekommen und die religionen ging durch den zweife zu mir so diese drehe.
00:45:38: Ivan steht auch für die Aufklärung Für dieses Den sachen bis auf den bitteren Bitterer nachgeschmack auf den grund gehen.
00:45:49: er steht auch vor dem technischen fortschritt ohne Wenn und aber.
00:45:55: Es muss vorwärts gehen, egal was das vielleicht mit einer Gesellschaft macht.
00:46:01: Was übrigens interessant ist, weil Russland technisch in sich den Entwicklungen im Westen unfassbar lange noch hinterher gerannt ist.
00:46:09: Eigentlich bis Bestalien kam und dass dann mit aller Gewalt durchsetzen wollte war Russland rückständig gewesen.
00:46:14: Das Russland war ein Bauern- oder Grarstart und da ist vielleicht jemand wie Ivan dieser hoch wissenschaftliche technokratisch jetzt vielleicht ein bisschen weit, aber hochintelligente Rationaliste eigentlich gewesen ist auch so ein Stück weit fehl am Platz.
00:46:31: Und er scheitert das kann man ja sagen auch an sich selbst.
00:46:35: als ihm bewusst wird welche Folgen dieses Denken und damit ein hergehender Handeln zeitigt kommt es zu einer sehr bedeutsamen Begegnung von ihm
00:46:47: Und man kann ja schon mal sagen, seine Philosophie ist die.
00:46:50: Er ist der Meinung es gibt kein Gott und wenn es kein Gott gibt, gibt es keine Unsterblichkeit im Leben nach dem Tod gewissermaßen was die Christen ja predigen.
00:46:59: Wenn es diese Unsterbligkeit nicht gibt gibt es quasi keine Gründe sich einen Regeln auf Erden zu halten
00:47:08: Dann gibt es keine Tugend und dann ist alles
00:47:11: erlaubt.
00:47:12: Also auch so ein bisschen, ich musste ein bisschen obwohl's nicht ganz trifft an Chesterton denken der gesagt hat wenn die Menschen nicht mehr an Gott glauben, glauben sie nicht an nichts sondern Sie glauben an alles Mögliche?
00:47:24: Und der fiel mir da ein... Ich hab gerade nochmal nachgeschaut, äh, achtzehn vierundsiebzig bis neunzehnt sechsten dreißig lebte der also zeitlich ist.
00:47:32: diese, diese Gedankenspiele, diese Ideen in die Richtung kommt aus einer sehr ähnlichen Zeit.
00:47:37: Ja Und das finde ich ein wahnsinnig spannendes Konzept, so brei nach dem Motto wenn ich hier auf Erden schon keine Strafen fürchten muss.
00:47:45: Wenn ich die auch danach nicht fürchten musste ja dann nach Medizinflut und Das ist Wahnsinnig Spannend!
00:47:54: Joa und da haben wir noch den dritten Sohn Al-Yasha.
00:48:00: und Al Yasha isst von Dostoevsky beziehungsweise dem namenlosen Chronisten des Buches als eigentlicher Held des Buchs erklärt worden, das geschieht ganz zu Beginn
00:48:11: des Buch.
00:48:13: Und Al-Yasha gilt als der glaubende, der liebende Mensch.
00:48:19: und habt ihr einen Markel bei Al Yasha gefunden?
00:48:25: Ein offensichtlichen Markel!
00:48:27: Die anderen beiden Brüder haben ja beide durchaus Marke, Dimitri zwar als Erfäger aber sehr hedonistischer Spielsucht etc.
00:48:39: Ivan als Intellektueller, Gottes Lesterlicher, Ayosha.
00:48:46: Also ich hätte eine etwas was sich eventuell anführen würde aber erst mal ihr.
00:48:51: Ich hätte gesagt er geht ja schon auf das von Raketin oder Raccoonien Der nimmt der diese.
00:49:01: dieser Kloster Bruder nimmt ja das Geld von Grushenker an damit er ihr al-Yasha bringt.
00:49:09: Und ich glaube, Al Yasha sitzt dann auch auf ihrem Schuss.
00:49:12: Also vor lauter Erfüllsucht und anderen Nahtreden tut er vielleicht auch Dinge die eigentlich Versuchung sind und Sünde aus seiner Sicht... ...und Al Yashaa ist nicht eindeutig in seinem Verhalten.
00:49:33: also er verurteilt niemandem.
00:49:35: das ist was Positives ja Aber gegebenenfalls sind ja hin und wieder auch mal Dinge dabei, die vorteilenswert sind.
00:49:42: Aber ansonsten hast du natürlich recht.
00:49:43: also ich würde sagen zu neunundneinzig Prozent ist es eine positive Figur.
00:49:48: Ja
00:49:48: Alex, zu los?
00:49:51: Ich überlege gerade, ich überlege grade.
00:49:54: Nein klär uns mal auf!
00:49:56: Du hast bestimmt was.
00:49:58: Also in die gewisse Naivität schwingt bei ihm schon mit zum Teil... Und die naivität, du hattest das gerade...ich hörte vielleicht naivitet Weil du das gerade so schön gesagt hast, Max.
00:50:10: Bisschen in den Klammern setzen und eher so ein Will to please.
00:50:14: Gefallen Sucht?
00:50:15: Die
00:50:15: Gefallen sucht genau also dieses um der Teufel kommen raus allen... Entschuldigung!
00:50:26: Allen recht zu werden.
00:50:27: er nimmt ja auch jeden Botendienst an.
00:50:29: Er wird ja auch von Ponzius zu Pilatus geschickt Hier, bring mal bitte noch das Briefchen darüber und er kann ja auch nicht nein sagen.
00:50:35: Und eben was du gesagt hast vor der Nacht?
00:50:37: Er
00:50:37: ist Novice.
00:50:39: Und?
00:50:40: Im Kloster.
00:50:41: Nein, nicht nach unten!
00:50:42: Also... Der Gehorsam, der unbedingte Gehoresam wird auch im Orthodoxen Mönchtum wahrscheinlich von seinen Novizen gefordert.
00:50:51: Aber ja, prinzipiell hast Du recht.
00:50:53: Aber es ist schon sein Wesen.
00:50:54: Es
00:50:54: ist fast schon vorauseilender Gehorscham, wenn man dort an den Tag lebt, dass da hast Du Recht.
00:50:59: Das stimmt.
00:51:01: Das macht es auch manchmal schwer, ihn einzuschätzen.
00:51:06: Also wie... Und deswegen ist es am Ende auch möglich, also deswegen kam er am Ende mit der Verdacht ob er nicht diesen Mord doch begangen hat um seine Brüder zu schützen.
00:51:16: Um eben Dimitri zuvorzukommen damit dieser nicht seinen inneren Gelüsten erliegt oder seiner dunklen Seite erliebt und den Vater tötet.
00:51:28: Ist gut dass du all Joscha hattest.
00:51:29: ich hatte Ivan im Verdacht.
00:51:30: Ja,
00:51:32: Ivan ist ja... Wollen wir jetzt schon dazu kommen?
00:51:35: Weil wir haben das Gerichtssortial angesprochen.
00:51:39: Das ist alles richtig!
00:51:40: Mir geht es wirklich darum.
00:51:41: Ich hatte gedacht dass Ivan gegebenenfalls früher von der Reise zurückkehrt um den Vater umsaunen
00:51:47: und tatsächlich die ausführende Gewalt ist.
00:51:49: Richtig aber ich glaube das reicht erst mal für den Gerichtsfall.
00:51:54: Ich würde jetzt in die dritte
00:51:58: Heutung
00:51:58: der Zwiebel Eintreten und die ideengeschichtliche Auseinandersetzung.
00:52:08: So würde ich bezeichnen philosophische auseinandersetzungen.
00:52:13: Und da muss man also thematisch gibt es natürlich unfassbar viel.
00:52:17: aber Philipp hat schon gerade aufgemacht, Die Frage der Schuld.
00:52:22: Eigentlich ist das eine ganz zentrale frage dieses romans wer ist schuld am tot des vaters?
00:52:30: Und dass alleine diese frage Und das verspreche ich.
00:52:35: Wenn wir da jetzt lange drüber reden würden, wir könnten allein die ganze Folge nur noch mit dieser Frage zubringen.
00:52:42: Weil ... Das Klassische ist wer hat ihn erschlagen?
00:52:47: Es merkt ja kürzlich gut Haken dran!
00:52:50: Aber ...
00:52:52: Mitya also Dimitri ... Hat ungefähr eine Trillion mal gesagt Ich bring den alten um.
00:52:58: Ich werd ihn umbringen.
00:53:00: Er hat vor ihm umzubehen.
00:53:01: Er sagt es nicht mehr er hat es sogar vor.
00:53:04: Er hat sogar aufgeschrieben ... dass er das tun wird.
00:53:06: Er hat's aufgeschrieben, dass es
00:53:07: Tugel ist!
00:53:08: Im Suf?
00:53:08: Ich weiß nicht,
00:53:09: egal... Nee!
00:53:10: Doch doch doch, genau im Suf ja.
00:53:12: Er sagt im Suft die ganze Zeit, dass er die volle, also er spricht die ganze zeit auch von der falschen Summe.
00:53:17: Die er irgendwo auf den Kopf geschlagen hat weil dieses Geld was am Ende fehlt ihn ja auch mal wieder extra belastet.
00:53:22: und das belastete ihn ja nur wegen seiner Geltungs-Sucht, weil er immer wieder von den vollen dreitausend sprichte und nicht von dem tatsächenden, die er auf dem Kopf gehauen haben, tausend Fünfhundert Ja belastett sich an allen Ecken und Enden
00:53:35: Stimmt.
00:53:37: Dann, wir heißen Vanja also
00:53:43: Ivan
00:53:44: der zum einen durch seine moraltheologischen Sachen alles ist erlaubt Wir hatten das vorhin schon angesprochen Er hat ja auch sozialistische Züge und anarchistische züge
00:53:58: Ja
00:53:59: die dort mit drin stecken.
00:54:02: Er denkt er hat Dimitri mit dazu geführt.
00:54:06: Am Ende muss man sagen, er hat Smerterkopf dazu verführt diesen Mord zu begehen.
00:54:11: Das
00:54:11: war eine Inception!
00:54:13: Das war natürlich auch
00:54:15: eine klassische
00:54:18: Inception.
00:54:18: Er hat Smeertjakov diesen Gedanken eingepflanzt... ...dass es keine Schuld gibt weil es keinen Gott gibt.
00:54:27: und Smeerterkoff fragt ihn noch.
00:54:31: Man sieht sozusagen am Horizont dieses aufkommende Übel Checkt das schon, dass es hier eskalieren wird und dass irgendjemand wird diesen Vater umbringen.
00:54:40: Das ist klar!
00:54:41: Und das ist nicht nur uns als Lesern klar sondern auch dem Protagonisten und Antagonisten dieses Buches klar.
00:54:46: Und zwar in dieser entscheidenden Szene Smertjakov und Ivan.
00:54:50: Sie wissen beide es wird passieren.
00:54:52: sie wissen beide nicht wer's tut sie wissen nicht wann und sie wissen wie aber es wird passiert.
00:54:57: Und Smertjekoff fragt Ivan wirst du gehen oder bist du bleiben?
00:55:01: Und Ivan sagt ich gehe Ich guck mir das jetzt hier nicht länger an, ich gehe und leh damit Schuld auf sich weil er weiß dass es eskalieren wird.
00:55:10: Er weiß dass etwas passieren wird und er geht trotzdem anstatt etwas dagegen zu unternehmen.
00:55:16: was er aber allerdings nicht geahnt hat ist dass er mit seinen Aussagen und der Tatsache dass er geht Smerdiakov quasi den Gedanken eingepflanzt hat Förder zu töten.
00:55:33: Well well!
00:55:34: Und das finde ich sehr meisterlich.
00:55:36: also Die Umsetzung ist...
00:55:38: Ich möchte noch ein Stück weitergehen.
00:55:45: Wer hat denn die drei Jungs, äh die vier Jungs kann man sagen?
00:55:49: Zudem gemacht was sie sind.
00:55:52: Da fahrt er auch
00:55:54: Kriegerin!
00:55:54: Ja
00:55:55: also wer hat den?
00:55:57: ja aber wer hat denn Smerth Jakov ähm A in die Welt gesetzt im Beschissensleben zu teil werden lassen?
00:56:08: Aber auch Dimitri Und Ivan, übrigens Ivan ist auch überzeugt ich am liebsten würde ihn umbringen.
00:56:16: Er sagt es nicht laut aber er denkt das auch.
00:56:18: Weil das Geld braucht?
00:56:19: Der einzige der das nicht so sieht ist Aljosha, aber Aljoscha wird es tun um seine Brüder zu schützen.
00:56:26: Der hat auch ein gewisses Maß an Motivlage.
00:56:29: Er sagst,
00:56:31: Aljosch heißt nie derjenige der sagt, dass
00:56:33: er es tut.
00:56:33: Genau.
00:56:35: Richtig!
00:56:36: Aber man spürtes Unterschwelle schon, dass da was gerbt.
00:56:41: Und machen wir uns nix vor.
00:56:45: Der Vater hat so viele Menschen über den Tisch gezogen, der hat so vielen Menschen Leid angetan... ...der hat sich gegenüber so vielen menschen so schlimm und unterirdisch verhalten.
00:57:00: Ein richtiges Mitleid hat man nicht!
00:57:01: Man stellt sich immer bloß die Frage, wer mit welchem richtigen Begründung war.
00:57:08: Das auch gerne.
00:57:09: Aber
00:57:10: alles andere ist eigentlich klar Und das bringt uns zur Frage, und die Befrage bedeutet ja auch Dostoyevsky eigentlich.
00:57:19: Die Welt und das Buch – was ist überhaupt Schuld?
00:57:24: Kann ein Gericht überhaupt Schuld im metaphysischen Sinne fällen oder kann sie bloß in Diesseits urteilen, nämlich im kriminalistischen Sinn?
00:57:38: Aber dabei ist ja Schuld ein viel größerer Begriff der da eigentlich... entsteht oder da ist und seine klare Aussage ist, das kann das Gericht eben nicht.
00:57:53: Und das kommt jetzt zusammen in dem Kapitel, ich muss kurz gucken die Verteidigungsrede als jetzt musst du den Namen ablesen Fedjukovic, dass es ja der Verteiliger wenn ich richtig liege dieses Kernbild mit diesem Stock mit diesen zwei Enden darbringt.
00:58:12: Das heißt jedes Argument kann in seinen Gegenteil verkehrt werden.
00:58:16: Er sagt ja dann, es gibt kein Geld.
00:58:18: Sie haben nämlich das Geld nicht gefunden.
00:58:20: Kein Geld?
00:58:21: Also gibt's keine Raub!
00:58:23: Also gibt es auch keinen Mord und selbst... Dann kommt dieser berüchtigte Schluss, ja?
00:58:29: Und selbst wenn Dimitri Fjördor getötet hätte war dieser Mann überhaupt ein Vater so schlecht wie Fjärdor sich sozusagen seinen Söhnen gegenüber verhalten hat.
00:58:46: Und dann begründet er ja weiter, Vaterschaft müsse verdient werden.
00:58:52: Wenn es nicht ein Vater ist, kann das kein Vatermord gewesen sein.
00:58:56: Also da zielt so Dostoyevsky auf die... Ich hatte mal nachgeschaut, es gab wohl eine Reform der geschworenen Gerichte, den er hat in den letzten Jahren im Namen der Humanität irgendwie Vatermort bedingt legitimiert wurde und hatte er nicht sogar Ja, warte mal jetzt muss ich mal überlegen.
00:59:20: Es stand doch irgendwas hinten im Anmerkungsapparat dass er in der Haft wo er war einen Bekannten hatte der wegen des Vatermods vorteilt wurde oder sowas?
00:59:28: Das müsste ich jetzt mal nachgucken.
00:59:29: das stand hinten... Das entstammte nämlich seiner Vita dass er jemanden kannte da wo das eine Rolle gespielt hat.
00:59:38: Gerne jetzt eure Meinung dazu, ich suche das mal fix raus.
00:59:43: Ich gebe es erstmal an Alex.
00:59:45: Mal ganz grundsätzlich Wir reden hier die ganze Zeit über Schuld und machen glaube ich aber einen Denkfehler, der zumindest in der modernen Grichtsbarkeit so nicht passiert.
00:59:57: Wir unterscheiden nichts zwischen juristischer Schuld und meinetwegen moralischer Schuld.
01:00:04: Juristisch Schuld wäre heute nur der Mörder.
01:00:09: Das ist halt einfach so.
01:00:11: Weil wo willst denn du anfangen?
01:00:12: Da hängt vielleicht ein Rattenschwanz, sagt man so schön dranne.
01:00:15: Wo willst Du denn den Anfang machen?
01:00:16: Moralische Schuld wiederum ist was anderes.
01:00:20: Und moralische Schuld, so haben wir hier festgehalten hat sich fast jeder aufgeladen.
01:00:24: aber moralische schuld ist nicht justiziabel und das ist eine der kernelemente der modernen gerichtsbarkeit dass wer eben nicht anfang irgendwie Nur weil er ein schlechter Vater ist, hat er nicht den Tod verdient nach der modernen Gerichtsbarkeit.
01:00:44: Und wenn wir jetzt anfangen so zu argumentieren ja?
01:00:46: Ein schlechter Vater oder
01:00:47: etc.,
01:00:48: etc.,
01:00:48: et cetera und deswegen hat er den totverdient Dann haben wir eigentlich den Bereich der Justiz schon längst verlassen und sind in einem Bereich der wiederum moralisch nachher gar nicht mehr irgendwie zu halten, gar nichts mehr zurechtfertigen ist.
01:01:02: Aber
01:01:02: am Ende es ist ja ein geschworenen Gericht und es geht darum die Geschworenheit zu überzeugen.
01:01:07: Verteidiger greift natürlich nach jedem Strohhalm, machen wir uns nix vor.
01:01:12: Dimitri hat schon echt viel Mühe aufgewandt um alle Indizien gegen sich sprechen zu lassen und hinzukommt ich glaube das ist die große transcendentale Frage dieses Romans.
01:01:26: Dostoyevs gesagt Das reicht mir nicht.
01:01:30: Es reicht mir Nicht dass ihr bloß das Jütz die Ziable abarbeitet.
01:01:35: Vor allem treff dir dann am Ende trotzdem die falsche Entscheidung Auch wenn alles, du kannst ja nicht sagen das wird irgendjemandem Fehler gemacht hat.
01:01:45: Es ist nachvollziehbar dass der Verteidiger so arbeitet wie erarbeitet.
01:01:49: es ist völlig Nachvollzieber dass der Staatsanwalt arbeitet wir arbeiten und dass die Geschwonen so entscheiden wie sie entschieden haben Ist nach dem was die wissen können Nicht das was wir wissen als Leser sondern das was die Wissen können.
01:02:02: Das ist die völlig richtige Entscheidung Und Sie ist völlig falsch!
01:02:11: Der Witz ist, dass ein modernes Gerichtsverfahren die moralische Schuld rausnimmt.
01:02:16: Und jetzt kommen wir ja und da kommst du dann dazu.
01:02:18: Ivan sagt genau das.
01:02:22: Er dreht das gesamte System um und sagt, wisst ihr was?
01:02:26: Du erzählst dir etwas von moralischer Schuld!
01:02:30: Das ist ja dein großes Thema Alex, TODC ist hier wieder die Frage der sagt... ...und Dostoyevsky verweist auf das Erdbeben in Lissabon.
01:02:39: Kinder sterben richtig und dass er diese kinder können noch keine schuld auf sich geladen haben.
01:02:46: Und sie werden trotzdem leidend so quasi verurteilt.
01:02:50: wenn das so ist dann kann das kein, kein gott sein.
01:02:58: Das ist übrigens Leibniz der dort angesprochen wird mit seiner berühmten aussage dass wir in der besten aller möglichen welten leben.
01:03:05: Wir können ja mal an dieser Stelle ganz kurz das THC-Dreieck erklären, also dieses oder generell das Problem was dahinter steht.
01:03:13: Das Kernproblem ist ja nach dem THC Dreieck
01:03:18: ist
01:03:19: es so eine Trität.
01:03:20: Gott isst allmächtig!
01:03:23: Gott ist allgütig und vollkommen gut!
01:03:26: Und Gott ist alwissend!
01:03:28: Da sind die drei Eigenschaften Gottes und der Widerspruch, der jetzt darin liegt oder weswegen es da diese Kontroverse gibt, ist wenn diese drei Eigschaften auf... den christlichen Gott zutreffen, dürfte es in der Welt kein unverschuldetes oder exzessives Leid geben.
01:03:43: Also keine Kriege, keine Krankheiten und keine Naturkatastrophen.
01:03:47: Das ist sozusagen das Kernproblem.
01:03:49: Und dann gibt's die verschiedenen Lösungsansätze wie zum Beispiel den von Leibniz, den du gerade angestellt hast.
01:03:55: Vielleicht müssen wir noch mal einen Schritt vorgehen weil was du jetzt angesprochen hast, ist schon gewissermaßen ein Nachdenken darüber.
01:04:04: Basieren tut dieses Denken auf einem römisch-christlichen Philosophen aus dem zweiten Jahrhundert Laktanz, glaube ich hieß.
01:04:12: Der damals gesagt hat der christliche Gott ist allmächtig und allgütig Ja?
01:04:17: Und gleichzeitig gibt es dort draußen ganz viel Leid was sich ja nicht abstreiten lässt.
01:04:21: das ist ja da.
01:04:22: und jetzt haben wir ein Problem.
01:04:26: Entweder isst Gott allmäichtig und er könnte das leid verhindern Er tut es aber nicht dann kann er nicht gütig sein oder er will das leit verhinderen kann Es Aber Nicht Dann Kann Er Nicht Allmächtigt Sein.
01:04:37: Wenn er das Leid nicht verhindern will und nicht verhindern kann, ist er weder allmächtig noch allgütig.
01:04:43: Oder aber... Und das ist der Gott an dem ja der Christ glaubt!
01:04:46: Gott isst allmächtig UND allgüdig.
01:04:49: Und TODC ist ja übersetzt könnte man das mit der Rechtfertigung Gottes Übersetzen Aber nicht dass sich Gott uns gegenüber rechtfertigt warum es dort draußen Leid gibt Sondern TODC Ist ja vielmehr die Reichtfertigung des Gläubigen An eines Glaubens an einen Allmächtigen Allgültigen Gott im Angesichts des Leits, was da draußen existiert.
01:05:10: Das war im zweiten Jahrhundert und ich finde das war damals schon recht modern.
01:05:13: Du hast gesagt dass dieses TODC-Dreig ist ja daraus entwickelt worden.
01:05:17: Ich glaube es ist noch gar nicht so viel weiter her.
01:05:21: Und Leibniz war ja nur einer der gelebt.
01:05:25: Das hätte ich vielleicht mal... War der nach Lissabon?
01:05:31: Also, Lissa Bonn war das Erdbeben-Siebzenfünfzig eines der stärksten Erdbeten in Europa.
01:05:36: Bis zu einhunderttausend Tote hat das gefordert.
01:05:39: Nicht nur weil die Erde gebetet hat, dann sind sie die ersten... Quatsch!
01:05:41: Quatscht!
01:05:42: Siebzehnte, sechzehnhundertsechsundvierzig gebunden bis siebzehnzehnten.
01:05:45: Also vor, vor, Vorlissabonn noch und ähm Bis zu einhunderttausend Menschen, so schätzt man, sind gestorben.
01:05:55: Das war das Fatale aus drei Wellen, nämlich dass Erdbeer selber in die Häuser eingestürzt.
01:05:59: Dann hat es in der Stadt einen Feuer ausgebrochen.
01:06:02: also wer den Einsturzenden Gebäude überlegt hat ist entweder in den Feiern umgekommen oder und das war die Oberkatastrophe kurz danach kam eine Flutwelle, die die Flattstadt überflutet hat sind eben in der Flutwelle ums Leben gekommen.
01:06:13: Und dieser Ereignis hat danach unfassbaren Einfluss auf die Theologie gehabt.
01:06:19: Wir alle kennen das vielleicht nach Auschwitz, die Theologien nach Auswitsch auschwitz im Achtzehnten Jahrhundert.
01:06:24: Könnte man davon reden?
01:06:25: Die Theologie nach Lisbonn.
01:06:27: Wie konnte Gott ein solches Leid mit hunderttausend Toten überhaupt zulassen?
01:06:33: Da hat man natürlich die ganzen alten Denker wieder bemüht.
01:06:35: Eine sehr spannende Debatte damals.
01:06:37: war es nicht sogar noch so, dass bei dem Erdbeben das einzige Viertel was unbeschädigt war, das Rotlichtviertel war?
01:06:44: Das
01:06:45: wäre wahrscheinlich eine wunderbare Legende!
01:06:49: Historischen Erdbeben von dieser Bonn.
01:06:51: im ersten November auf siebzen, fünfzehster stürte zahlreiche vollbesetzte Kirchen während das damalige Viertel Alfama oft als sündiges beziehungsweise rotlich viertel beschrieben weitaus glimpflicher davon kam was damals eine große theologische Debatte auslöste.
01:07:06: Also das Viertelfarma ein Stadtteil in dem sich eben viele Portailer etc.
01:07:12: und
01:07:13: Lustbars
01:07:15: befanden.
01:07:16: Das hat das Beben vergleichsweise ... unbeschadet überstanden.
01:07:22: Und das war dann auch sozusagen der Nochmal... So
01:07:24: wusste ich jetzt, wusste jetzt auch nicht.
01:07:27: Scheint ja doch so.
01:07:27: Ich hatte es vielleicht noch ins Reich der Legenden...
01:07:29: Ich war mir nicht sicher!
01:07:30: Ich wusste das wunderbar bei irgendeinem Erdbeben.
01:07:32: Aber ich wusste nicht, ob es das war.
01:07:34: also...
01:07:37: Gut aber zurück zu Leibniz, da er nur scheinbar hundert Jahre vorher gelebt und gewirkt hat,... ...hatte seine berühmte Aussage gemacht dass wir in Anbetracht des Leids, weil ich ist da draußen herrscht ihr schon in der... besten aller möglichen welten leben.
01:07:49: gemeint hat er damit das gott ja die welt erschaffen hat ja prinzipiell Millionen verschiedene walten hätte erschaffen können aber er hat sich genau für dieser in der wir leben entschieden.
01:07:59: also muss dass die beste welt sein und es hat unfassbare kritik auf sich gezogen.
01:08:04: also klar also die menschen sterben menschen war hungern menschen ertrinken krankheiten et cetera naturkatastrophen menschliches übel und leibt jetzt verhalten davon, dass das schon die bestmögliche welt überhaupt ist.
01:08:17: Aber Leibniz hat das Ganze natürlich auch begründet.
01:08:23: Also, dass man ganz grob zu fassen... Auch wenn Gott die Welt erschaffen hat ist die Welt selber nicht Gott!
01:08:30: Sie muss also von Gott verschieden sein und deswegen kann sie nicht so gut sein wie Gott.
01:08:33: Das ist der erste philosophische Grundsatz.
01:08:36: Der zweite Grundsatz ist der Freiville.
01:08:41: Gott hat den Menschen erschaffen und der Mensch soll ja kein Roboter sein, sondern er soll freihandeln.
01:08:46: Dementsprechend passiert nun mal irgendwo das Menschen oder anderen Menschen Leid zuführen.
01:08:53: Und die dritte Sache ist so eine Art Kontrastargument nur wenn wir Menschen sowas wie Krankheiten oder gewisse Übel überhaupt erfahren können, wer erkennen was gut ist.
01:09:06: eine merkwürdige Argumentation.
01:09:09: Und jetzt kommen wir auf das, was Dostoyevsky gesagt hat.
01:09:12: Nicht das Gesetz, das hier an den Buchen geschrieben wurde können denn so viele Kinder oder der Tod von so vielen Kindern kann ja nur bedeuten dass Gott nicht existiert.
01:09:22: und auch dafür oder in diese Richtung argumentiert hatte Leibniz etwas gehabt und das kann man eigentlich nur als Totschlagargument bezeichnen.
01:09:30: Man muss sich das Ganze vorstellen, wie so eine Art Mosaik oder ein Gemälde in dem wir unfassbar nah dran stehen und wir nur irgendwie einen braun Fleck sehen.
01:09:40: Erst wenn wir weit weg sind – und das kann eben nur Gott!
01:09:42: Wir sind nicht Gott!
01:09:43: Deswegen können wir diese Gesamtheit des Gesamtbildes gar nicht erkennen.
01:09:46: Gott kann da schon nur, wenn wir ganz weit wegsehen wird aus diesem komischen schwarzen braun fleck den wir vor uns sehen.
01:09:52: Ein Gesamtgemälder, ein Gesamtkunstwerk... Und wir sehen dass selbst dieser braune Fleck zu irgendetwas gut ist.
01:09:59: Gut, da sind wir aber dann wieder bei dem Punkt der ja gerne immer angeführt wird wenn Opfer gebracht werden müssen von Regierenden oder Herrschenden.
01:10:09: für das große Ganze müssen opfergebracht werden.
01:10:13: ich meine somit mit dieser Argumentation haben Jahrhunderte lang und heute immer noch wenn wir ehrlich sind herrschende ihre taten gerechtfertigt Auch die Kirche, auch die Kirchen.
01:10:27: Na klar, Oberunters Heiligenland ist der Kampf um Jerusalem.
01:10:30: Ja, letztes Schlagklassisch
01:10:32: kann es Absage an die Verzweckung des Menschen.
01:10:37: ein Mensch darf nie Mittel zum Zweck sein egal wie positiv dein Ziel ist.
01:10:45: Der Mensch darf auf dem Weg dahin nicht Mittel zum Zeck werden.
01:10:50: Aber grundsätzlich sagt Leibniz ja auch Menschen können.
01:10:55: Gott hat sie frei geschaffen, also dürfen Sie sündigen.
01:10:58: Das ist halt so und das bringt mich eigentlich zu dieser... aus meiner Sicht, weiß nicht wie es euch ging aber ich liebte diese Geschichte der Groß inquisitor.
01:11:09: Also das und es ist für mich völlig verständlich dass Dostoyevsky die auch noch rausgenommen hat aus dem Text und auch selbstständig veröffentlicht hat weil das ist eine so geniale Geschichte Für unsere Hörerinnen und Hörern.
01:11:25: nur kurz zusammengefasst Ivan erzählt Al-Yosha eine Geschichte, die er selbst geschrieben habe.
01:11:31: Und in dieser Geschichte sind ungefähr im fünften Jahrhundert zur Zeit der Inquisition unter Gegenreformation... Das wäre Quatsch!
01:11:40: Nur zur Inquisitionszeit sechzehn des Jahrhunderte.
01:11:46: Wir sind in Spanien und Jesus Christus tritt auf den Plan.
01:11:51: Er guckt sich die ganze Sache jetzt selber noch mal an, Sicherheitshalber.
01:11:56: Und wie sollte das für ein Highland anders sein?
01:11:59: Er zeigt seine Fähigkeiten relativ schnell, heilt jemanden... er voll bringt Wundertaten!
01:12:07: Das Volk liebt ihn und der alte Arztbischof sieht das und ist wütend und nimmt ihn fest.
01:12:20: und spät abends besucht er Jesus im Kerker und erklärt ihm, warum das eine richtig beschissene Idee war hier nochmal vorbeizukommen.
01:12:31: Und es ist ja eigentlich ein riesengroßer langer Monologi – und das ist das geniale Antostoyevsky – Jesus sagt ja da nichts!
01:12:41: Er sagt die ganze Zeit gar nicht!
01:12:43: Es ist nur der alte Mann, der ihm erklärt, warum dass falsch war, denn der alte mann sagt hey Es war eine tolle Idee, die ihr da hattet.
01:12:53: Die Menschen alle frei zu schaffen Aber indem sie freigemacht hat.
01:12:59: Damit können überhaupt nicht umgehen Und die menschen würden ihre Freiheit immer eintauschen Um was zu essen zu kriegen um irgendwie ihren Vorteil zu ziehen.
01:13:09: und wir Wir die Kirche Haben hier Regeln reingezogen damit diese Freiheit beschränkt wird weil ansonsten erst hier Mord- und Hutschlag durch deine blöde Idee von der Freiheit.
01:13:23: Das
01:13:23: zieht sich ein bisschen hin, aber es sind wirklich grandiose Gedanken die davor kommen.
01:13:27: Und die Reaktion von Christus am Ende dieses Großinquisitors ist welche?
01:13:36: Er küsst den Großinquisitor und die Geschichte ist vorbei!
01:13:41: Und
01:13:43: dieser Kuss wiederholt sich nochmal in der Geschichte
01:13:48: selbst.
01:13:49: Ist das
01:13:50: gut?!
01:13:52: Also wirklich für mich eine... eine der genialsten Geschichten überhaupt, weil ich es über die jetzt schon länger nachdenke.
01:13:59: Weil ... nennt mich asozial?
01:14:02: Aber ich finde, der Großinkvisitor hat einen Punkt!
01:14:06: Das ist ja der Grund, warum Dostoyevsky den dort reinschreibt... Ja
01:14:10: aber DostOYEVSKI sieht's ja anders!
01:14:15: Ich glaube, Dostoyovski verteidigt die Freiheit eines Christenmenschen.
01:14:19: Denn da sind ja Gedankenfehler drin die nur von einem katholischen Großequisitor kommen können.
01:14:27: Denn Dostoyevsky sagt, das ist auch der falsche Weg!
01:14:31: Der richtige Weg ist eher das orthodoxe, rossische Christentum wie wir es hier machen und ein Beispiel dafür – da würde ich jetzt überleiten Philipp auf dich – ist das Staatzentum oder Starzentum und eine relevante Figur davon ist der Starze Sosima der quasi al-Yoshas Mentor ist und ein alter Einsiedler Münch, der aber quasi doch diesseitlich oder diesweltlich aktiv ist.
01:15:09: Und den Menschen mit Rat und Tat beiseite steht auch wenn er schon uralt ist... ...und Al Yasha vererbt diesen Mann.
01:15:17: Genau!
01:15:19: Für Philipp es ist insoweit relevant als dass irgendwann diese Starze stirbt, dann veröffentlicht Alliosha innerhalb dieses Buches quasi eine Heiligenvita über diesen Stare.
01:15:37: Und
01:15:40: das hat bei mir alte Wunden wieder aufgerissen muss ich sagen.
01:15:43: Also kurze Erklärung was so ein Starze oder Starze ist Das ist gewissermaßen kein kirchliches Amt.
01:15:51: also das hat nichts mit einem Abt oder einen Mönch hat nichts mit der klassischen Hierarchie zu tun, was Amt und Würden angeht.
01:16:00: Sondern letztendlich ist es ein erfahrener Mönche-und Einsiedler.
01:16:04: also das heißt meistens Mönchen die sehr lange schon das Christentum praktizieren, das Orthodoxe häufig als Einsiedlern leben und aufgrund ihrer sagen wir mal mystischen Erfahrungen ... als Käse, also ihres Verzichts... ... als so leitende Figuren, als Ratgeber,... ... als Beichtvater, als Lehrer innerhalb eines Klosters dienen.
01:16:37: Das heißt man hat sie aufgrund ihres Wissens und ihrer Weisheit geschätzt... ...und auch befragt.
01:16:43: aber sie hatten kein klassisch hohes kirchliches Amt inne.
01:16:49: Und was das bei mir für alte Wunden aufgerissen hat, ja ganz so dramatisch ist es nicht.
01:16:53: Aber wir haben ja alle drei hier an der TU Dresden in der Forschungsstelle für vergleichende Ordensgeschichte gearbeitet und uns dort häufiger auch mal mit Heiligen Vitae beschäftigen dürfen.
01:17:09: Ich musste zugeben ich habe die im Studium auch schon immer nicht so gerne gelesen.
01:17:14: Also, sie sind eine eigene Literaturgattung.
01:17:16: Sie haben bestimmte Merkmale.
01:17:18: also es geht da ja auch um Überhöhungen.
01:17:19: Es passieren dort mystische Dinge auch mit die Heiligen zugesprochen werden.
01:17:25: Darum geht's ja hier auch dass der Starr ist dann als er gestorben ist anfängt zu stinken wie halt so ne ganz gewöhnliche Leiche.
01:17:31: und in den heiligen Withe wird den verstorbenen Heiligen immer nachgesagt das sie auf wunderbare Weise nicht verwestet oder dass sie nicht gerochen haben dass sie sogar im Tod frischer aussahen als im Leben und so weiter.
01:17:45: Also man schreibt denen dann verschiedene Attribute zu, und dementsprechend ergibt das eine ganz eigene Literaturgattung aus der man viel rauslesen kann aber auch wieder meistens mehr über den Autoren selbst er dieser heiligen Wider geschrieben hat oder diese Vitae geschrieben hat als über den Heiligen über die in diese Vida geschrieben wurde.
01:18:06: Und das hat immer bei mir irgendwann viel mit Arbeit zu tun gehabt.
01:18:09: und als ich gesehen habe, dass jetzt kommt sowas.
01:18:12: Da dachte ich mir okay hab die ersten zwanzig-dreißig Seiten gelesen.
01:18:15: Ich dachte mir oh es kommt noch ein Kapitel damit und dann habe ich mal hinten nachgeschaut wo die ganzen Kapitel aufgelistet sind.
01:18:19: Dann habe ich festgestellt Das ist ein ganzes Buch.
01:18:23: Also wie gesagt das ganze... Die Prädokammer ist ja in zwölf Bücher unterteilt und ein Buch davon ist nur dieser heiligen Wieter.
01:18:29: Da dachte mich Alter.
01:18:30: jetzt geht's aber los.
01:18:32: mein Freund Ja Und dementsprechend war das, es war dann am Ende gar nicht so schlimm.
01:18:37: Aber es war doch durchaus ein Büschenarbeit.
01:18:41: Weil ich habe mich dann mit heiligen Wietern... Ich hab's geliebt!
01:18:44: Dann beschäftigt.
01:18:46: du kannst gleich sagen warum?
01:18:48: Wenn ich es tatsächlich für die Uni, für irgendeine Seminararbeit, für meine Abschlussarbeiter oder irgendwas gebraucht habe und dass zwar also hat bei mir sofort die Arbeit zu Napsen angesprochen weil ich mir das aber jetzt danach hatte ich jetzt nicht gesucht.
01:19:04: Und jetzt erzähle ich aber mal.
01:19:06: Warum?
01:19:07: Ich bin ja ein genereller Fan von biografischen Texten, aber zweierlei Sachen sind da relevant auch hier.
01:19:16: Dostoyevsky dekonstruiert ständig seine eigenen Figuren.
01:19:22: Dimitri wird als Monster dargestellt.
01:19:25: kurze Zeit später merken wir der hinter dem steckt noch viel mehr.
01:19:30: Ivan wird dargestellt wie der rationalistischste Mensch den es gibt Und wir stellen fest, oh da kommt doch noch was.
01:19:37: Alyosha hat Zweifel!
01:19:40: Alyoscha wird ja auch mit menschlichem Leid herausgefordert.
01:19:43: bei dem ist es ein bisschen kritischer und bei dem Stares ist das eben der wird geschildert wie die heiligste Figur die man sich vorstellen kann.
01:19:53: Ja...
01:19:55: ...und er wird durch dieses Stinken, durch diese Verwesung in Zweifeln gezogen und im Übrigen ist das eine Prüfung für AlyosHA Und für Al-Yoshas glauben, denn Al Yosha kann diese Ungerechtigkeit nicht nachvollziehen.
01:20:12: Wie so was passieren kann und ich weiß nicht ob euch das aufgefallen ist... ...Al Yosher wird ja mehrfach geprüft!
01:20:19: Übrigens der Großinquisitor fügt in seiner Rede an dass Jesus ja in der Wüste auch mehrfach geprüft wurde wenn ihr euch erinnert?
01:20:32: Das mit Gruschenka, die sich an ihn ran schmiegt und was ja irgendwo von ihm möchte.
01:20:38: Zumindest erhofft sie sich dadurch was?
01:20:42: Das ist eine Prüfung!
01:20:44: Das Verwesende des Starzen Sosema ist eine prüfung.
01:20:48: wie groß ist dein Glaube
01:20:50: wirklich?!
01:20:51: Und ich bin mir nicht sicher ob ihr das mitgekriegt habt aber der Roman endet ja extrem positiv eigentlich.
01:21:00: Denn die dritte Herausforderung ist dieser kleine Junge, der stirbt.
01:21:06: Obwohl er ein so großes Herz hatte und für seinen Vater so gekämpft hat.
01:21:10: Und diese Ungerechtigkeit dass dieser kleine junge stirbt... ...ist die dritteprüfung!
01:21:17: Und Aljosha bleibt standhaft.
01:21:19: Er bleibt stand haft und ihm gelingt es Krapot gehen diesen Jungen der so ein bisschen altklug daherkommt auch zum christlichen Glauben zu ziehen, der ja davor eher Sozialist ist und sich selbst so schildert.
01:21:40: Und das glaube ich.
01:21:43: deswegen ist diese Staatsengeschichte extrem wichtig und sie ist wir finden Dostoevsky hier.
01:21:52: in jeder Figur dieses gesamten Textes finden wir irgendwo Dostoyevski denn dieser Staat wird zuerst gezwungen zur Militär zu gehen.
01:22:03: Doch das ist
01:22:04: bei Brzojevsky der Fall.
01:22:06: Und nur durch Zufall kommt er eigentlich zu Gott und findet zu Gott, und weil doch Zojevski ist es das Evangelium was ihm in Sibirien in die Hände fällt.
01:22:16: Das wäre jetzt so ein klassisches Beispiel.
01:22:18: um welche Bedeutung halt quasi diese Religion für den Staaten hat ist auch immer Wie breitet wird das Idealbild der Religion ausgebreitet?
01:22:29: Natürlich muss man das unter dem Genre empfindlichen Leser lesen einer vita.
01:22:37: Verstehen wie diese Geschichte auch geschrieben ist dann bin ich völlig dabei.
01:22:41: aber spannend ist beispielsweise der Vater dieses verstorbenen Jungen, der ja extrem weint und so wahnsinnig darauf reagiert wie sein Kind dort stirbt.
01:22:52: Ich bin mir nicht sicher ob ihr habt ihr das vor geistig so vor Augen die Szene.
01:22:58: Das ist auch Dostoyevsky, dessen Kinder ja auch mindestens eins ist vor ihm gestorben und er hat extremst darum getraut dass sein Kind da gestorban ist.
01:23:08: Das werden jetzt mal zwei Beispiele dafür aber auch die Verbrassungssucht von Dimitri.
01:23:15: Ist Dostoryevsky Ivan der zweifelt, der zweifelt am Glauben?
01:23:22: einfach das ist Dostroyevsky Der auch seine Figuren zweifeln lässt und auch selbst zweifelt an diesem Glauben.
01:23:30: Und Al-Yasha, der aber trotzdem großen Herzens glaubt, aktiv glaubt... ...und sich davon nicht abbringen lassen möchte, egal welche Widerstände kommen!
01:23:40: Und diesen biografischen Aspekt würde ich nicht unterschätzen, denn Dostoyevsky steckt hier wirklich überall drin.
01:23:46: Das fand ich...
01:23:48: Sorry,
01:23:49: das hat mich begeistert.
01:23:51: Ja, und was ich da noch anmerken möchte ist, weil wir ja gerade über diese Entlarfung oder diesen Skandal darüber jetzt sprachen, dass der Heilige dann doch riecht zum Beispiel.
01:24:04: Es gibt ja etliche Skandale in diesem Buch und die Skandalen sind aber nie reine Show- oder reine Skandalle um der Peinlichkeit willen oder um der Effektascherei willen sondern die Skande dienen immer einer gewissen entlarfungen.
01:24:24: es ist immer eine Maske die dann fällt Wie auch am Anfang, als sie in dem Kloster sind bei dem Sares.
01:24:32: Und Fjorda Dostoevsky durch seine Selbster-Niedrigung, die er dort in diesem Kloster vollzieht und durch diese Provokation ja eigentlich diesen Ort entweit also durch dieses Show, den er dort abzieht.
01:24:44: Diesen Ort entweiht und man dort merkt das ist Fjörda Dostojevsky.
01:24:49: äh Fjorder Karamazov, Entschuldigung!
01:24:52: Das is Fjodor Karamazow So ist der Typ drauf.
01:24:56: Dort merken wir Stück für Stück, was das wirklich für ein Arsch ist.
01:25:02: Sowohl...
01:25:03: Wie ironisch er dort auch auftritt in dieser Standstelle?
01:25:05: Absolut!
01:25:06: Genau.
01:25:06: und dass ja keine Grenzen gibt, dass ihm nicht zeilig ist selbst dieser heilige Ort des Klosters und dann nicht nur der heiligen Ort des klosters sondern auch noch dieser heillige Mann der Starris der sozusagen nochmal über diese Heiligkeit des Klonsters also sind viele superlative steht.
01:25:21: den entweit er durch seine Ja, gottlosen Taten gewissermaßen beziehungsweise durch sein Auftreten seiner Provokation und diese gespielte Selbsterniedrigung.
01:25:31: Aber das fand ich schon meisterlich!
01:25:37: Ich hab noch was Kleines.
01:25:39: Ein Vorbild von Dostoyevsky ein deutsches Vorbild kommt mehrfach im Text vor ist Friedrich Schiller Und einer der ihn bedeutet für bewegendsten Texte sind die Räuber.
01:25:54: Um was geht es in den Räubern?
01:25:56: Vatermord Das wäre jetzt nur mal Punkt A und B, was die beiden noch verbindet.
01:26:03: Und das bringt mich wieder zur Sprache.
01:26:05: Dostoyevsky schreibt hier einen tausend fast tausender Seiten Roman.
01:26:12: Aber Landschaften oder genaue Beschreibungen von Räumen kommen nicht vor zumindest nicht tiefgreifend.
01:26:22: für Dostoevsky sind das ist ein Theaterstück, was wir gelesen haben in Romanform oder anders ausgedrückt, das fand ich es war ein ganz tolles Zitat.
01:26:32: Das habe ich in einem Aufsatz gelesen.
01:26:35: Der hat aber auch nur von jemand anderem... Es gibt hier keine Landschaften!
01:26:38: Es gibt nur Seelenlandschaften.
01:26:41: Das meinte ich vorhin Alex mit Psychogramm.
01:26:43: Die Figuren sind extrem grandios geschildert in all ihrer Vielschichtigkeit.
01:26:52: Aber dass Ambiente ringsrum ist echt eigentlich Mau.
01:26:58: Da ist nicht viel genaues.
01:27:00: und sollte ich euch was sagen?
01:27:01: Ich finde es super.
01:27:02: Ich find's super!
01:27:04: Ich bin so an den Dialogen dran, ich brauche den Rest gar nicht so dringend.
01:27:09: Na klar wird mal gesagt wie es bei Madame Kochlakova aussieht.
01:27:13: ja aber es wird jetzt nicht ins letzte Detail sowas geschildert.
01:27:19: Dostoevsky schafft einen Raum Den können wir uns grob vorstellen.
01:27:24: Und dann gehts ums Reden.
01:27:26: Der Fokus liegt nicht auf dem Rings rum, sondern um... Auf dem was innen drin vorkommt.
01:27:33: Und das hat mir ganz, ganz sehr gefallen kann ich sagen.
01:27:38: Amen!
01:27:40: Dann würde ich sagen gehen wir an die Abschlussbewertung.
01:27:43: Sehr gerne
01:27:44: Ich würde gerne heute mal den Schluss machen.
01:27:46: Ich habe einen Reinge mitgebracht den Text.
01:27:48: Ich würde den Abschluss machen.
01:27:49: Gut
01:27:50: dann
01:27:51: darfst du?
01:27:52: Ja da fange ich an.
01:27:54: Würde ich
01:27:55: sagen ihr habt glaube ich mehr.
01:27:59: ja
01:27:59: Ich habe zu Beginn gesagt, dass dieses Buch nicht nur Genuss sondern auch streckenweise Arbeit für mich war.
01:28:04: Das liegt nun an meiner eigenen Erwartungshaltung zum Teil natürlich und an meine eigenen gerade erwähnten Vorgeschichte mit den heiligen Vitell.
01:28:15: nichtsdestotrotz
01:28:19: ist
01:28:20: dieser Roman eine großartige Konstruktion.
01:28:25: Mir hat man es am Anfang gesagt, der Kriminalroman ist nicht das eigentliche Thema des Buches, der dient gewissermaßen als Transportmittel oder als Skelett und drumherum kommen diese ganzen anderen Themen als Fleisch dran beziehungsweise als Gepäck rein und wir haben schon viele Bücher gelesen die ähnlich versucht haben ihre Ideen zu transportieren mit einer einfachen Geschichte und dann letztendlich aber einfach nur ihre Meinung loswerden wollten und das überhaupt nicht auf die Ketten bekommen haben.
01:28:56: Und Dostoevsky macht das Ganze in einer Stringenz, die bisher seinesgleichen sucht.
01:29:07: Alleine die Tatsache!
01:29:09: Wir sind es noch nicht bei der ganzen Ideengeschichte, weil den ganzen Vorbildern dir hatte was ihr alles gelesen hat an Autoren.
01:29:16: also Alex du hattest eine Vorbesprechung kurz angesprochen.
01:29:19: welche deutschen Autor hat ich glaube ich alle gelesen?
01:29:23: Schille, Schiller, Goethe.
01:29:25: Die ganzen Franzosen die er gelesen hatte und das in einer Zeit wo man jetzt nicht einfach mal eine nächste Bibliothek rennen konnte dort standen sie alle beziehungsweise man kein Internet hatte wo man irgendwas nach recherchieren konnte.
01:29:37: ich finde Das ist was uns selbstverständlich ist dass man am achtzehn Jahrhundert jetzt nicht so einfache Informationen kann.
01:29:45: mit je mehr jungen Menschen ich mich unterhalte desto mehr sehe ich Dass auch Fragen kommen wie, ne ja, neunzehnt sechsten dreißig gab es noch keine Mobiltelefone oder?
01:29:58: Also das ist keine Selbstverständlichkeit mehr.
01:30:01: Dass man mal eine Zeit hat an der man nicht so einfachen Informationen kommen konnte.
01:30:06: So also mal abgesehen davon dass er unfassbar belesen war hat er es geschafft einen Fortsetzungsroman so zu konstruieren, dass man auf Seite tausend einhundert ein Gespräch bzw.
01:30:20: eine Situation geschildert bekommt in der auf einer andere Situation referiert wird die fünf sechs hundert Seiten zur Vorstadt gefunden hat dann auf eine weitere Situation die nochmal dreihundert Seiten vorher stattgefunden hat also nach dem Prinzip und hier war gerade dieser moment wo X, den Brief schrieb der in dem Moment von Y an Z getragen wurde.
01:30:46: Und man sich kurz ein Kopf frei und sagt okay was?
01:30:49: Wann war das?
01:30:50: wo war dass also dieses Level an Perfektion auch innerhalb seiner eigenen Geschichte?
01:31:00: Wir sind jetzt keine wie sagt man so hübsch neudeutsch Plotholes aufgefallen und sagt da hat er bisschen hier schlammt.
01:31:06: Die mag es bestimmt geben.
01:31:07: Also jemand, der das Ding auswendig kennt wird bestimmt sagen da gibt's irgendwo kleinere Unstimmigkeiten.
01:31:12: aber im Großen und Ganzen ist das so passgenau übereinandergelegt dass es mich schon ziemlich baff gemacht hat.
01:31:21: dann die tatsache dass es auf eine so große oder über so große Distanz geschafft hat Zweifel mir zu wecken.
01:31:30: wer is der Täter?
01:31:32: Wie gesagt, ich hatte vorher den Plot nicht.
01:31:34: Ich wusste auch nicht dass jemand zu Unrecht Vorteil ist.
01:31:36: also es hat's auch geschafft immer wieder zu überraschen.
01:31:40: Also auf der Ebene hat das bei mir funktioniert und da der eigentliche Mord relativ spät nämlich erst in der zweiten Hälfte des Buches stattfindet war Es für mich auch kein Problem.
01:31:50: Die Figuren wir haben das von kurz angesprochen sind großartig gezeichnet und Wir hatten das glaube ich letzte Woche schon mal.
01:31:58: Faszinierend ist die Tiefe des Romans.
01:32:01: Und du hast es vorhin auch angesprochen Max, jede Figur und das ist eine Leistung, die glaube ich weniger Autoren durchhalten.
01:32:12: Jede Figur hat eine eigene Motivation und Intention.
01:32:17: Es fühlt sich also so an als hätte Dostoyevsky eine Figur geschaffen sie mit Attributen ausgestattet und sich dann überlegt, wie würde diese Figur in dieser Situation handeln.
01:32:33: Und das nicht mit einer Figur sondern scheinbar wie bei russischen Autoren üblich mit einer so großen Menge an Figuren dass es hinten einen Personenverzeichnis geben muss damit man checkt wer jetzt ja wer ist und welchen anderen Namen noch trägt.
01:32:47: und um sich selber zu verwirren hat er den auch nach Spitznamen gegeben die sich permanent ändern.
01:32:57: über diese große Anzahl an Seiten durchzuhalten, ist einfach grandios.
01:33:05: Neun Punkte weil es für mich trotzdem kein Buch für die einsame Insel ist und es einen einigen Stellenarbeit war.
01:33:11: also das sind sehr gute neun
01:33:15: Punkte.
01:33:15: Okay krass!
01:33:19: Dann übernehme ich mal lieber Philipp Ja ich hatte schon gesagt Weltliteratur ist Welt Literatur ist Und auch das hatte ich gesagt innerhalb der Weltliteratur gibt es noch mal oder könnte man nochmal unterscheiden und Es gibt halt einfach mal an deren Spitze diese über Autoren, diese ganz ganz ganz großen Autoren.
01:33:38: Und einer von denen ist Dostoevsky behauptlich jetzt einfach Mal und auch sein Buch ist eines von den Ganz Großen rein physisch!
01:33:46: Wir haben das glaube ich noch, haben wir das gesagt?
01:33:48: Das längste Buch was wir bisher im Podcast gelesen haben.
01:33:52: Ja,
01:33:53: aber jetzt auch mal ganz ohne Spaß.
01:33:55: Es ist ein großes Buch.
01:33:57: Warum?
01:33:58: Max hat es ja in seiner Biografie über Dostoevsky schon alles aufgezählt wer alles Dostoyevski gelesen hat.
01:34:05: und diese Auflistung könnte man noch einen ganz anderen Beweis daneben stellen.
01:34:09: egal welchen Kanon man nimmt ob der zehn Bücher umfasst also an Büchern die man lesen soll Ob der zehn bücher umfaßt zwanzig fünfundzwanzig fünfzig hundert zweier nach zweihundfünfzig.
01:34:21: Dostoyevsky ist immer dabei und die Bürüder Karamazov sind da vielleicht sogar das meist zitierte Buch innerhalb dieser, wie sagt man Karnons?
01:34:31: Karni-Kanonen.
01:34:33: Ihr wisst was ich meine!
01:34:35: Und so viele Menschen können sich einfach nicht ürren.
01:34:41: Übrigens, das hatte ich von ganz vergessen an zu merken als Max drüber gesprochen hat.
01:34:46: Dostoyevsky, so hatte ich gelesen, gilt als einer der literarischen Vorläufer des Existenzialismus und der tiefen Psychologie.
01:34:55: Und das erklärt wahrscheinlich auch warum Freud eine Freude an Dostoyovsky hatte.
01:35:01: Ja, einfach so!
01:35:02: Ich habe mich... Das hatte ja schon gesagt, wirklich wahnsinnig gefreut auf dieses Buch.
01:35:05: Ich hatte ein bisschen Angst nicht.
01:35:07: Erfurcht trifft das vielleicht ganz gut.
01:35:11: War aber recht schnell sehr positiv überrascht.
01:35:15: Ich kann es nur noch mal wiederholen.
01:35:16: Mir hat die Sprache unglaublich gut gefallen, auch wenn es wie Philipp sagte in der Mitte also bei mir war es tatsächlich eher zum Ende hin dass er Arbeit wurde was aber nicht heißt das die Sprachel irgendwie gelitten hätte.
01:35:28: die war am ende genauso hervorragend.
01:35:29: wir im Anfang des Buchs Es waren einfach nur die Geschichte die dann so langsam doch schwer auf mich lastete und einen Punkt Wir hatten Bei der Besprechung des Buches von Charlotte Mew einige Arten zu lieben haben, Max und ich ein kleines Wortgefecht geführt.
01:35:47: Inwiefern eine moderne Übersetzung eines alten Textes auch in Anführungszeichen alte Sprache, ein altes Deutsch verwenden sollte?
01:35:55: Und ich hatte damals das Beispiel des Palitos als eines eines Männermantels gebraucht.
01:36:02: dass Ich muniert habe, dass in modernen Übersetzungen Palitor halt generell mit Mantel übersetzt wird, oder ich den Übersetzer das vorgeworfen hat.
01:36:10: Und ich es schade finde dass man ein Palitur nicht einfach mit Palito übersetzt ist ja nicht schlimm.
01:36:15: und dann habe Ich in der Brüder Karamas auf Seite zweihundert siebenundsiebzig Das Wort palitur entdeckt.
01:36:22: da hab ich mich sehr gefreut weil die gute Zvetlana Geier Ein Übersetzung eben beweist.
01:36:28: eine moderne Übersetzung eines alten Textes darf auch ruhig ein etwas ältes deutsch verwenden und ist dennoch modern.
01:36:34: so Ist das Buch für die einsame Insel, für mich gedacht?
01:36:40: Nein.
01:36:42: Nicht für mich!
01:36:44: Es ist ein hervorragendes Buch und ich will ja auch wirklich das Buch gar nicht irgendwie schlecht reden.
01:36:49: aber ich brauche dann doch einen Buch was mich so ein Stück weit mehr unterhält.
01:36:54: abends im Bett als es die Brüder Karamazov geschafft hat sollte man es dennoch lesen auf jeden Fall.
01:37:01: Auch das hatte ich gesagt und jeder der es gelesen hat Ich habe es tatsächlich von Anfang bis zum Ende gelesen, das vielleicht hätte ich diesen Satz vorne ranhängen müssen als wir uns unsere Dark Romanticie Bücher vorgenommen haben.
01:37:13: Dachte die mir von Anfang.
01:37:14: also so ein Scheiß.
01:37:15: wenn du den Blödsinn irgendwann nicht mehr kannst dann gehst du zu Audible und hörst dir den Mistwisten an.
01:37:19: Das war bei Dostoevsky nicht nötig Und ich habe nichts zu lesen.
01:37:25: Es war auch so ein Stück weit... Ich wollte es dann auch lesen.
01:37:31: Ich wollte's zur Ende lesen weil Es ist Weltliteratur.
01:37:34: Ich habe Weltliteratur gelesen und gerade dieses dicke Buch, man darf sich auch ein Stück Weiß darauf einbilden.
01:37:38: Also da bin ich nach wie vor der Meinung, wer das Buch gelesen hat, darf sich auf die Schultern klopfen!
01:37:44: Und ich glaube, dass dürfen wir alle drei... Tja, bleiben noch die Punkte.
01:37:51: Ich hab
01:37:51: keine Ahnung, wie viele Punkte ich diesen Buch geben soll.
01:37:56: Die Bibel ist auch Weltliteraturen, der würde ich trotzdem nur drei Punkte geben.
01:37:59: Ja?
01:38:00: Weil das Buch
01:38:01: auch
01:38:01: kein Buch ist was ich jetzt.
01:38:03: Ja, das hat einige Längen.
01:38:06: Aber ich rede die ganze Zeit weltlich zu tun wie toll und super und ich spanne es wirklich zwischen sechs und sieben Punkten.
01:38:16: Die zehn Punkte sind das Buch für die einsame Insel und das Buch wäre sicherlich keins dieser Bücher welches sich einpacken würde und es wäre vermutlich auch keinste dieser Büchern welche in einer utopischen Welt von meiner Hinrichtung lesend dürfte um irgendwie die Hinrichtungen aufzuschieben.
01:38:32: Ich gebe dem Ganzen sieben Punkte Und meine es durchaus gut und ernst.
01:38:38: Es ist ein hervorragender Buch, es ist nur nicht das was ich abends am Bett lesen möchte.
01:38:45: Lesen kann.
01:38:48: Ist sogut?
01:38:51: Darf ich eine ganz kurze Anmerkung dazu?
01:38:53: Ja bitte.
01:38:53: Ich habe geschaut, es gibt es ja als
01:38:55: Hörbuch logischerweise
01:38:57: gelesen von Oliver Rohrbeck mit der Name gerade nichts sagt und du glaubst Jonas
01:39:02: gar nicht.
01:39:05: oder Freddy von Bibi und Tina, das sei an dieser Stelle erwähnt.
01:39:11: Ich hatte das mitgekriegt und es hat mich so in den Fingern gejuckt.
01:39:14: Also ich habe natürlich mal kurz reingehört.
01:39:17: Es ist...ich mag diese Stimme sowieso!
01:39:19: Und da wir sehr viel die drei Frage zeichen und dank Sohn auch sehr viel.
01:39:23: Bibi & Tina hören, ist mir dieses Stimme ja nur allseits vertraut.
01:39:26: Er macht das auch hervorragend.
01:39:28: Ob's jetzt...ich glaub' das sind vierzig Stunden glaube ich?
01:39:33: Ordegel auf normaler.
01:39:34: Ob das, ob die Stimme vierzig Stunden lang trägt weiß ich nicht.
01:39:39: aber mal zum Reinhören und dann zum Imaginieren, dass das Justus Jonas gerade Dostoyevs geließt ist eine Fällegut.
01:39:48: Und
01:39:48: es gibt in der AD Hörspieldatenbank ein Lesung oder eine Sprechung oder einen eingesprochenen Text.
01:39:56: Der Großinquisitor von Valeriye Cseplanova
01:40:02: allerdings
01:40:03: Sei hier sozusagen gesagt frei nach Fyodor Dostoyevsky's gleichnamigen Text.
01:40:08: Hab ich mir nicht angehört bisher, deswegen aber einfach vielleicht als wer es sozusagen sich nur mal den Hörer, der den großen Quizidor rauspicken möchte kann da mal rein hören.
01:40:18: Gut jetzt noch mal gespannt und wollen wissen Max was sagst
01:40:24: du?
01:40:24: Top Papa.
01:40:25: Top Papa!
01:40:26: Das klingt ein bisschen komisch.
01:40:27: Ja das klingt wirklich komisch.
01:40:29: also wir haben ganz viel schon gehört.
01:40:31: Ich will einfach nur noch auf ein paar vor Einzelheiten eingehen.
01:40:36: Ich habe die Referenzen und du hast sie auch noch mal angesprochen.
01:40:40: Er zitiert in einer Stelle einfach Faust, also damit das hat mich natürlich massiv abgeholt.
01:40:45: plus dieser Dialog.
01:40:47: es kommt eine Szene der Ivan quasi sich abspaltet wirklich schizofrehen wird und sich dann mit seinem täuflichen ich unterhält zumindest unterhält er sich mit einem Teufel.
01:41:03: Es ist eine so geile Szene.
01:41:05: Allein dieser Dialog ist göttlich, witzig weil es beim Teufel ist.
01:41:11: Ich habe das unfassbar geliebt und ich liebe Szenen Also unspaß.
01:41:16: wenn ich jetzt die Möglichkeit hätte ich würde gerne mal promovieren über Texte die in den Teufeln drin haben sei dass jetzt der klassische Faust sei dass die Historia sei das Bulgakov Sei das Dostoyevsky und sobald diese ganzen Dr.
01:41:34: Faustus von Thomas Mann, das alles mal in Beziehung zu setzen.
01:41:37: und wenn ich Zeit hätte es wäre geil!
01:41:38: Die einzelnen Themen bewegen mich und ich kann mich damit identifizieren denn eine ganz zentrale Frage die eigentlich eine der Ursprungsfragen des Menschseins ist wird hier gestellt und diese Frage ist was ist denn das richtige Leben?
01:41:58: Wie verhält sich Mensch
01:41:59: richtig?!
01:42:02: und Dostoyevsky verhandelt das aus meiner Sicht wirklich toll.
01:42:05: Und für Menschen, die einen gewissen Charme in Religionen sehen und daraus gegebenenfalls auch Erfüllung schließen können finde ich ist es ein ganz wichtiger und ultra relevanter Text.
01:42:21: Über die Sprache hatte ich schon gesprochen aber Die Figuren möchte ich noch mal aufmachen und zwar jetzt nicht die Hauptfigur Das haben wir jetzt hundertmal durchgekaut Aber die ganzen Nebenfiguren Wie lustig die auch sind.
01:42:36: Also, die Madame Rochlakova ist einfach witzig in ihrer aufgetreten Art.
01:42:41: Ihre Tochter Lisa ist auch total spannend in ihrem Wesen und in ihrer Vertretheit.
01:42:52: Diese Nebenhandlungen sei das die Steingeschichte mit diesem kleinen Jung der dort beworfen wird wo das die Sympathie hin und her schwankt Und alle haben sie irgendwas miteinander zu tun.
01:43:05: und selbst die Erzählung und ihr Zeugenaussage des Arztes.
01:43:11: Das sind alles solche Kleinigkeiten, die mir zeigen hier hat jemand das Buch seines Lebens geschrieben.
01:43:22: Die Geist des Welt, die Komplexität... Ihr habt das sehr toll aufgezeichnet.
01:43:27: Philipp meint es ist anstrengend und genau diese Anstrengung liebe ich!
01:43:33: Ich finde Das hat mich mal wieder herausgefordert, das hat dazu geführt dass ich mir die Essays von Heine noch geholt habe.
01:43:41: Dass ich mir noch eine Biografie von Dostojewski geholt hab, dass ich mich tiefer mit Theodizee auseinandersetzen konnte, dass sich ein bisschen in die russische Literaturgeschichte insgesamt hineingedacht habe.
01:43:53: Das schaffen wenige Texte.
01:43:55: Ich habe bestimmt noch fünf Aufsätze über dieses Buch gelesen weil es mich einfach interessiert hat und ein sehr gutes Zeichen und ich kann deswegen sagen, auch wenn ihr das nicht so seht.
01:44:10: Ich hatte direkt nach dem Zuschlagen des Buches den Wunsch... Auch könnte ich es doch nochmal lesen.
01:44:16: Könnte ich doch bestimmte Auszüge noch mal lesen?
01:44:21: Warum gibt es keine einzelnen Bibliotheken?
01:44:23: Ich hätte gern einen Kommentar!
01:44:25: Solang wie das Buch der mir jedes einzelne Kapitel nochmal genauer erklärt Weil ich das Gefühl habe, ich bin noch nicht zu hundert Prozent durchgestiegen.
01:44:36: Und das ist ein geiles Gefühl finde ich wenn man den Wunsch hegt es noch genauer zu verstehen.
01:44:41: und deswegen meine Herren Ich darf's mal wieder sagen Es ist schön Das ist auch für mich ein Buch für die einsame Insel Und ich haue die zehn Punkte mal wieder raus
01:44:56: Wunderbar.
01:44:59: Dann noch eine letzte Frage.
01:45:03: Wir alle drei stimmen überein, dass das ein Buch ist was man gelesen haben sollte.
01:45:08: Im Leben mal und dementsprechend kommt es auf unseren Lesekanen oder in unseren Lesetkanern auf unsere frisch gebackene Homepage.
01:45:18: jetzt nur die Frage Schwierigkeitsgrad.
01:45:22: wir haben fünf Schwierigkeiten gerade sehr anspruchsvoll oder ist es eine Herausforderung also vier oder fünf?
01:45:30: ich weiß Max hast du Einführen.
01:45:34: Das ist andere bücher.
01:45:35: mit
01:45:35: dem begriffen habe ich meine schmerzen Weil es ist nicht nur sehr schwierig das ist wirklich eine herausforderung dieser text und ich glaube mein Ich würde keine differenzierung mehr vornehmen als also.
01:45:47: man muss dazu sagen wir haben schon mal darüber diskutiert habe ich gesagt näher aber krieg und frieden ist noch mal ein anderer hausnummer einfach vom komplexitätsgrad von den verschiedenen sprachen und was weiß ich was.
01:46:00: Aber ich würde da toll steu und dass der jetzt gerade was diesem Text angeht, schon auf die höchste Stufe stellen und deswegen sage ich das ist eine Herausforderung.
01:46:10: Und da können wir durchaus fünf von fünf volle Bude an Schwierigkeitsgrad geben.
01:46:16: Darf
01:46:16: ich fast diskutieren?
01:46:17: Ich würde es um eine Sache nach unten stellen weil wie du in dieser Diskussion wieder hatten ja eigentlich auch richtigerweise gesagt hast würden wir hier einen hoch mit einem ganz anderen Satzbau haben eine ganz andere Grammatik vorherrscht.
01:46:33: Das wär schwierig!
01:46:34: Also diese Thematik mit einem ganz anderen Satzbau,
01:46:38: das wäre schwierig.
01:46:39: Okay, dann hast du doch recht... Ich schwanke um und erhalte jetzt Alex die Treue.
01:46:45: Ich bin auch bei sehr schwierig nicht
01:46:47: herausfordernd.
01:46:48: Weil es ja anspruchsvoll ist?
01:46:49: Also das würde ich mitgeben.
01:46:50: Ah, ich bin ein bisschen hin- und hergerissen weil Komplexität.
01:46:55: vielleicht müssen wir wirklich noch mal in extra Folge darüber machen wie wir das nochmal kraduieren.
01:47:01: wir können ja auch prinzipiell auch möglich die noch mal zu verschieben im nachhinein.
01:47:05: Ja, das
01:47:06: stimmt aber ich
01:47:07: habe also mein problem.
01:47:09: dabei ist immer komplexität kommt nicht nur durch einen aspekt zustande zb den aspekt dass es ein sehr langes buch oder es ist sehr kompliziert geschrieben in einer nicht mehr modernen sprache vorliegend oder Themen werden sehr... oder es gibt viele Themen, die darin verhandelt werden.
01:47:31: Sondern Komplexität ist ja immer ein Puzzle aus mehreren Elementen und dementsprechend würde ich zwischen dem Krieg und Frieden oder einem eben jetzt die Puder Karamasov gar nicht so sehr differenzieren weil sie aus unterschiedlichen Aspekten her schwierig sind.
01:47:52: Krieg- und Friede zum Beispiel wegen der unfassbaren Anzahl an handelnden Personen Wegen der, wie Max gerade schon gesagt hat unterschiedlichen Sprachen.
01:48:03: auch einfach.
01:48:03: Es kommt ja einfach mal ein französischer Absatz darin und dann wenn du kannst lesen oder musst dir halt irgendwie was suchen, womit du den übersetzen kannst.
01:48:11: Das sind natürlich andere Herausforderungen.
01:48:13: dafür sind die psychologischen Debatten Und Die Tiefe in dieser Wie er die Menschen konstruiert und dekonstruiert hier viel anstrengender.
01:48:32: und diese also auch diese theologische debatte und dieses dieser heiligen vitae und zwar das ist einfach auf einem anderen level anstrend als dass den krieg und frieden ist wo es dann eben einfach mal zwei kapitel um schlachttheorie geht und wer wo wie welche schlachten gerade gewonnen hat.
01:48:47: das ist halt einfach.
01:48:49: es ist beides komplexes beides anstregen das hat beides eine hohe tiefe.
01:48:53: man muss durch beides sich wirklich durcharbeiten.
01:48:56: Aber ich würde das jetzt nicht klassisch, dass eine höher werden oder das andere.
01:49:01: Oder wie du gesagt hast mit der Musiktheorie in Dr.
01:49:06: Faustus Das ist einfach ein anderes Level an anstrengend und es kommt natürlich auch auf die eigene Vorahrfahrung an.
01:49:13: Was hat man schon gelesen?
01:49:14: Und wie gut kann man daran gehen?
01:49:16: Wir drei haben uns nun mal jetzt auch mit Ordensgeschichte beschäftigt und mit Mönchtum
01:49:19: usw.,
01:49:20: also auch in unserem Studium schon.
01:49:22: Deswegen fällt uns dieses Verständnis des Staatstuntums jetzt nicht Super schwer, sondern wir haben einen gewissen Zugang dazu.
01:49:30: Obwohl ich jetzt sagen muss, ich habe keine Ahnung von der orthodoxen Kirche oder sehr wenig Ahnung davon und wie die sich vom westlichen Mönchtum jetzt wirklich in ihren Dessert unterscheidet.
01:49:39: Und dahingehend sage ich es ist eine Herausforderung für hartgesordene DuMust viel gelesen haben um dieses Buch einordnen zu können um es verstehen zu können.
01:49:51: du musst die Bereitschaft haben darüber hinaus dich in Dinge reinzuarbeiten, die du vielleicht nicht verstehst.
01:49:57: Ansonsten kannst du dieses Buch nicht entschlüsseln und du wirst nicht bis zum Ende vortragen.
01:50:00: Du trinkst nicht bis zu dem eigentlichen... ...Mord vor wenn du das jetzt als Kriminalroman lesen willst, wenn du den Rest nicht erträgst oder liebst.
01:50:11: So!
01:50:11: Das meine These dazu aber wir können sehr gerne darüber noch mal sprechen, wenn wir auch ein paar mehr Beispiele dazu haben mit denen wir das irgendwie einordnen können.
01:50:23: Wo wir uns aber sicher sind ... zwischen sehr anspruchsvollen Herausforderungen herausfordernd.
01:50:30: Da kommt es rein, ich würde das aber erst mal in die höchste Kategorie einordnen... ... weil das ist schon wirklich was für hartgesondene.
01:50:39: Weißigend!
01:50:41: Wobei du das jetzt schön vorgetragen hast.
01:50:43: also deine Argumentation kann ich daraus folgen.
01:50:45: Seid ihr beide bei Stufe vier?
01:50:47: Also bei sehr ansspruchsvoll?
01:50:48: Dann packe ich das mal da rein.
01:50:49: Ich entscheide es zum nächsten Mal.
01:50:51: Ich fand Alex' Argumentations super und ich finde deine Argamentation super Und mein Gehirn ist leider nach der Folge jetzt erst mal match.
01:51:03: Ich würde darf ich das Zwinglein an der Waage sein fürs nächste Mal?
01:51:07: Sehr gerne,
01:51:09: sehr gerne ja.
01:51:10: Das Seilbuch ja genau!
01:51:11: Dann tast du.
01:51:13: So machen wir das.
01:51:14: Das Problem ist wenn wir das jetzt in die vier packen dann ist es quasi eine gewisse challenge dass wir auch noch ein paar aus kategorie fünf lesen oder was hat
01:51:22: und das stimmt.
01:51:24: aber diese frage muss ich euch noch stellen.
01:51:25: und dann machen wir zu Wie hat euch das experiment gefallen in der sauberpause so ein brocken zu lesen?
01:51:31: seid ihr oder werdet ihr dafür also auch liebe hören und höre?
01:51:34: das geht natürlich auch an euch.
01:51:36: Währet ihr dafür dass wir das nächstes jahr wieder tun oder seid ihr lieber auf dem schiffel sagen?
01:51:41: nee, das hat mir jetzt einmal gereicht und ich lese lieber in der sommerpause drei vier fünf sechs andere bücher in der zeit weil ich die zeit dafür gerne nutze genieße wie auch immer.
01:51:53: oder sagt ihr ne so das ist die chanc das ist solche Jahrhundertromane zu lesen, gerne wieder.
01:52:03: Also da ich das ja sowieso gern mache... Ich würde jetzt mal einen Anfang machen Alex, sorry.
01:52:07: Ja klar bitte bitte bitte!
01:52:11: Also diese Größenordnung ist ja nochmal was anderes also in den Bulgarkopf oder so.
01:52:15: fünfhundert sechshundert siebenhundert Seiten das geht ja alles noch.
01:52:18: aber hier reden wir halt schon nochmal von dem fast doppelten.
01:52:24: Ich kann auf jeden Fall sagen es ist nicht hilfreich wenn man nebenher nen Umzug versucht zu bewerkstelligen.
01:52:35: Das macht es nicht leichter, aber ich glaube das wird nächstes Jahr einfacher.
01:52:39: Deswegen sage ich jetzt, ich würde dieses nächste Jahr wieder machen und es hat mir sehr viel Spaß gemacht.
01:52:45: Es muss jetzt aber auch nicht jedes mal diese Größenordnung sein.
01:52:48: Also mir reicht auch ein Achthunderte Und das möchte ich weiterhin halten.
01:52:55: Wir können gerne wieder zum zum nächsten Endjahresfolge, quasi wenn wir dann das neue Jahr planen.
01:53:03: Jeder wieder ein dieser Brecher ins Feld führen und dann stimmen wir ab.
01:53:07: aber ich bitte immer mein Veto recht weil ich brauche den Motivation.
01:53:11: Ich brauch eine Motivations die mir sagt Jo doch doch hätte wäre ich nicht drauf gekommen ist ne geile Idee machen war Weil wenn ich das Gefühl habe ach nee streng mich ich glaube nicht dass ich es dann lese
01:53:25: Das ist das sowieso.
01:53:26: Also wenn wir uns sozusagen einen so ein großes Buch im Jahr aufbürden gewissermaßen, dann sollte es sein etwas sein was alle drei mittragen.
01:53:38: Das sollte nichts.
01:53:39: also bei kleineren Büchern so zweieinhalb Seiten bucht da zwinge ich euch auch gerne mal.
01:53:42: Da sage ich das ist das ist machbar.
01:53:45: Ich würde mich auch mal jemand überzeugen.
01:53:49: Bei so einem Zeitinvestment muss es etwas sein wo alle drei sagen Wird schmerzhaft, aber ja.
01:53:58: Alex!
01:54:00: Tatsächlich geht man... Also ich würde da ähnlich wie Max gehen gerade jetzt bei uns im Podcast.
01:54:05: Ich lese selber sehr gerne meine Bücher und da wird ein Buch was jetzt so permanent Bücher die vier oder fünfhundert Seiten haben natürlich stören.
01:54:12: Unser nächstes Buch hat glaube ich dreihundertundvierzig Seiten.
01:54:14: das ist für mich jetzt fast hart an der Grenze allerdings ohne solche Anführungszeichen Challenges.
01:54:19: Ich weiß nicht wie oft ich zu... ich weiß nicht wann ich jemals zu Dostoyevsky gegriffen hätte dass es durchaus schade ist.
01:54:27: Deswegen bin ich dem Experiment durchaus zugenyte und bin gerne bereit, nächstes Jahr einmalig dann natürlich mal wieder so ein Brecher zu lesen würde aber trotzdem auch sagen nur weil achthundertseiten nicht tausend zweihundert seiten sind auch bei einem achthundert seiten buchwürdig
01:54:44: das definitiv eins ist maximum nach der sommerpause damit man die zeit erfährt also für innen einen normalen monat würde ich das nicht machen.
01:54:50: Das sprengt unseren rahmen doch deutlich Weil
01:54:52: das jetzt auch interessant ist, hier noch so ein Den Brown Der letztes Jahr rauskam, den hätten wir glaube ich auch in Rekordzeit alle drei lesen.
01:54:59: Habe ich.
01:54:59: Zumindest gegen's mir.
01:55:00: so ist aber was anderes als das Dostoevsky.
01:55:05: Das muss man auch dazu sagen.
01:55:06: Nein!
01:55:07: Ich bin gerne wieder dabei.
01:55:09: Wunderbar.
01:55:11: Ja dann... Liebe Hörerinnen und Hörern, wir hoffen es hat euch bis hierhin gefallen.
01:55:15: Ihr habt ein bisschen etwas mitgenommen.
01:55:19: Sagt uns doch gerne eure Meinung dazu.
01:55:20: Schaut auch gerne auf unsere Homebudgets vorbei, die ist live und dann sehen wir uns.
01:55:25: hören wir uns hoffentlich nächsten Monat wieder mit unserer nächsten Buchbesprechung.
01:55:31: alles Gute bleibt gesund und
01:55:33: bis dahin ciao.
Neuer Kommentar