Kapitel 71 - Einige Arten zu Lieben - Charlotte Mew
Shownotes
Charlotte Mew - Einige Arten zu Lieben, C.H.Beck 2025, 24€. Julia Copus - This Rare Spirit: A Life of Charlotte Mew, Faber&Faber, 2021.
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00:00:13: Herzlich willkommen zum Front die Spitz Literatur Podcast Folge zweihundert und zwanzig.
00:00:19: Mein Name ist Philipp Stöfer und bei mir heute wieder in vollzähliger Vollzahl, Max Bringmann und Alexander Röske.
00:00:27: Grüß euch!
00:00:28: Anwesend.
00:00:31: Gleich ein spontanen Sprachfehlentwickler.
00:00:33: Grüße Gott.
00:00:35: So unserer letzte Folge vor der lange angekündigten Sommerpause.
00:00:40: Wäre das noch nicht... Mitbekommen hat, wir fährt noch dieses Jahr eine Sommerpause haben.
00:00:47: Die haben jetzt vor kurz überlegen drei Jahren eingeführt glaube ich.
00:00:52: Der hat sich zwischendrin mal verschoben.
00:00:53: ursprünglich was der Juli Jetzt ist es der August das heißt im August wird es von uns keine neue Folge geben.
00:01:00: Aber heute noch mal eine Buchbesprechung und dafür aber, sobald wir da sind im September.
00:01:05: Eine wahrscheinlich extra lange Buch Besprechungen denn wir haben einen ganz schönen Brocken als Sommerlektüre vor uns.
00:01:11: Ein extra langes Buch?
00:01:14: Ja genau dem mehr auch glaube ich schon angekündigt haben.
00:01:16: Das weiß ich jetzt nicht.
00:01:19: Genau also wer es vergessen haben sollte wir lesen über den Sommer die Brüder Karamasov von Dostoyevsky.
00:01:27: Das wird sozusagen das große Sommerprojekt.
00:01:35: Und damit kommen wir dann auch aus der Sommerpause zurück.
00:01:39: bis es soweit ist bekommt ihr heute aber noch eine letzte Buchbesprechung.
00:01:42: beziehungsweise Heute geht's nicht nur um ein Buchstunde und viele kleine Geschichten, bevor wir aber dazu kommen können wir noch eine kurze Ankündigung machen Denn von unserer Bucket List die wir jetzt schon Ich glaube auch schon seit drei oder vier Jahren vor uns her schieben, denn für diesen einen Punkt darauf können wir langsam einen Punkt abhaken.
00:02:04: Denn Frontgespitze bekommt endlich ein Webauftritt!
00:02:07: Die Website ist so gut wie fertig sie wird gerade mit den letzten Inhalten gefüllt die letzten Bugs werden beseitigt und dann sollte nach der Sommerpause der Webauftritte unseres Podcasts fertig sein.
00:02:21: dort findet ihr dann natürlich die neuen Folgen.
00:02:24: ... die ihr dann natürlich trotzdem auch über euren Lieblingsstream-Dienst aufrufen könnt.
00:02:29: Aber auch Rezensionen von uns, geschriebene Rezition nicht nur gesprochene ... ... Neuigkeiten Pipapo so alles ... ... mögliche Runde um den Podcast heben!
00:02:41: Yaaay!
00:02:41: Darin geht noch mal Schapot Philipp für die große Arbeit.
00:02:46: Sieht sehr gut aus und das
00:02:49: freu mich drauf.
00:02:49: Ja sehr gerne hat ja auch nur drei oder vier Jahre gedauert.
00:02:51: ich habe es immer wieder angekündigt... ...und jetzt endlich mal umgesetzt.
00:02:56: Gut, liebe Hörerinnen und Hörere ihr könnt euch davon dann selber überzeugen.
00:02:59: Und zwar im September.
00:03:01: wahrscheinlich jetzt erst mal zu unserem heutigen Buch zum Buch des Monats Juli.
00:03:10: wir sprechen heute über Charlotte Muse einige Arten zu lieben und was das Besondere an diesem buch und auch an der Autoren vor allen Dingen ist dass wird uns Jetzt der Lieber Max erzählen.
00:03:22: Vielen lieben Dank.
00:03:23: Zu allererst muss man vielleicht dazu sagen.
00:03:26: Dieses Buch hat kein englisches Äquivalent.
00:03:30: Es ist quasi eine Zusammenstellung einiger ihrer Kurzgeschichten.
00:03:37: Dementsprechend muss man vielleicht anmerken, dass von ihr so gar nicht viel erschienen ist.
00:03:44: Das werde ich ja gleich auch in der Biografie hören.
00:03:48: Bisher gibt es von ihr aus dem Jahr twenty-fünfundzwanzig das heute vorzustellende Buch einige Arten zu lieben mit Erzählungen Und seit Anfang dieses Jahres.
00:03:59: alle belebten Dinge halten den Atem an, worin auch ein Buch vom CIA-Backverlag, wo die Geschichte, Gedichte oder einige ihrer Gedichte veröffentlicht sind auf Deutsch.
00:04:11: Es hat also fast hundert Jahre gedauert nachdem sie gestorben ist, und bis die Bücher dann auf Deutsch oder ihre Geschichten auf Deutsch veröffentlich wurden.
00:04:25: kurz zu ihrem Leben Charlotte Mary Mew wurde am fünften November in London geboren.
00:04:36: Wir wissen relativ wenig über sie außer einiger Kleinigkeiten, dazu gehört beispielsweise dass sie eine klassische Schule besucht hat aber späterhin auch einige Vorlesungen am University College in London gehört haben.
00:04:52: Ihre Eltern stammten aus einem gut bürgerlichen Umfeld.
00:04:58: Sie hatten sieben Kinder, aber drei davon starb schon relativ früh.
00:05:04: Und zwei dieser Kinder mussten in Anführungszeichen wegen psychischer Krankheiten in den Psychiatrien darunter ihr Bruder Henry und ihre Schwester Frida.
00:05:17: beide waren diagnostiziert mit Schizophrenie sodass nachdem der Vater Anne, Charlotte und die Mutter in relativer Armut gelebt haben.
00:05:33: Relevant ist diese Teil ihrer Biografie insoweit als dass sich Charlotte und Anne geschworen haben das sie selbst keine Kinder bekommen würden weil In dieser Zeit kommt die Eugenik auf Als Thema Und Die Erbkrankheiten und ähnliches und im Glauben Dass Sie damit solche Krankheiten verhindern könnten wollten sie ihr Erbgut nicht weitergeben.
00:06:00: Das alles natürlich ein Anführungszeichen, wer sich damit näher auseinandersetzen möchte, dem sei das Thema als Herz gelegt.
00:06:07: Ziel war es auch, dass Schicksal ihrer Geschwister und damit auch das Familien-Schicksal irgendwie geheim zu halten.
00:06:13: Das wurde natürlich immer schwieriger.
00:06:15: Spätestens nachdem der Vater verstorben war, war das Geld sehr knapp.
00:06:18: die Kosten für die Unterbringung waren immer noch zu tragen.
00:06:27: und dann die Schwester auch noch an Krebs.
00:06:31: Las Charlotte am Ende von ihrer Familie die letzte war, die so weit gekommen ist wenn man das zu sagen möchte.
00:06:39: sie begeht mit einem Desinfektionsmittel namens Lysol.
00:06:45: das gibt es glaube ich in Deutschland auch Suizid.
00:06:50: jetzt wird man sich die Frage stellen Mensch so ein kurzes Leben?
00:06:56: ist sie jetzt wieder entdeckt worden, denn vom Zeitgenossen der britischen Literatur ist sie durchaus besonders geschätzt wurden.
00:07:04: Zum Beispiel von Thomas Hardy oder Virginia Woolf.
00:07:08: Virginia Woolff die sich öffentlich nicht besonders positiv über sie geäußert hat, die aber von ihr als größte lebende Dichterin sprach und auch andere sehr positive Aussagen zu ihr getroffen hat.
00:07:22: Nicht viele ihrer Erzählungen, sie hat achtzehn Erzählungen geschrieben.
00:07:25: Davon sind aber zu Lebzeiten nur neun veröffentlicht wurden.
00:07:29: Das gleiche gilt für die Gedichte.
00:07:31: von den achtund zwanzig Gedichten, die sie verfasst hat, sind nur achtundzwanzig zu Lebzeiten veröffentlich worden.
00:07:38: Ähnliches bei den Essays da sind es nur zehn Stück.
00:07:41: Stilistisch muss man festhalten dass sie ganz klar der Epoche des Fonds des Jäckle zuzuordnen ist also das Ende des Jahrhunderts.
00:07:51: Jetzt sage ich ganz klar zuzuordnen, das ist insofern schwierig als dass sie einen extrem eigenwilligen Stil hat über den dann noch zu sprechen sein wird.
00:08:00: Aber damit ihr ein gewisses Gefühl für diese Epoche bekommt versuche ich das jetzt auch noch mit abzudecken.
00:08:08: nämlich Ende des Jahrhunderts heißt die Epoch auf Deutsch übersetzt und dieses Gefühl eines Endes eines Epochen schritt der herrscht dort vor.
00:08:17: wir haben die großen Fortschritte durch die Industrialisierung, aber auch in der Psychologie oder das was Siegmund Freud gemacht hat.
00:08:28: Wir haben Natur- und Ingenieurwissenschaften, die entstehen.
00:08:31: riesige Fortschritte, aber gleichzeitig relativem gesellschaftlichen Stillstand bei gleichzeitiger Veränderung der Sozialstrukturen durch die Industrialisierung.
00:08:41: Das heißt, die sozialen Milieus veränderten sich, die Sicherheit veränderte sich aber ein Aufstieg in der klassischen Form war so noch nicht möglich und das führt innerhalb der Gesellschaften des Fantasiecle obwohl der Begriff Französisch ist findet sich in quasi allen europäischen Literatur- und Kunstrichtungen.
00:09:04: wieder.
00:09:05: ist so ein Schwanken zwischen Aufbruch, Euphorie aber auch Zukunftsangst, Regressionen, Endzeitstimmung Lebensübertruss, Weltschmerz.
00:09:16: Das Thema Tod spielt eine riesige Rolle.
00:09:18: das werden wir dann in den Texten von Charlotte Mew wiederfinden.
00:09:23: die Dekadenz dieser Verfall all das sind diese Grundthemen weil viele Menschen sich wirklich gefährdet sahen und ihre Grundwerte infrage gestellt sahen.
00:09:35: Was insoweit, wenn man die Frage aufwirft warum sind die Texte vielleicht von Charlotte Mew heute noch interessant?
00:09:42: Weil wir auch uns heute durch technische Errungenschaften wieder an einer solchen Epochenschwelle aus meiner Sicht befinden.
00:09:51: Die in irgendeiner Form natürlich verarbeitet werden muss.
00:09:55: Alles weitere dass der Symbolismus eine große Rolle spielt würde ich dann in einem weiteren kleinen kurzen monologen noch ergänzen.
00:10:04: aber ich bitte eier dings jetzt erst mal euch um eure kurzeinschätzungen.
00:10:09: Juhu, dankeschön!
00:10:10: Lieber
00:10:11: Philipp darf ich erstmal eine gegenrede starten an dieser stelle die mir glaube ich jetzt noch ganz angepasst er angebracht erscheint?
00:10:21: und zwar
00:10:21: hat der max liebe max gesagt man hätte die charlotte mu jetzt wieder entdeckt.
00:10:27: das ist falsch.
00:10:29: In Großbritannien beschäftigt man sich etwa ab Mitte der neunzehnundachziger Jahre mit Charlotte Mewen, genau gesagt eben mit der Autorin und auch ihrem Werk allerdings beschränkt auf Großbritanien.
00:10:40: Und dann hat es aber noch gut dreißig Jahre gedauert nämlich bis in das Jahr zwei tausendundneunzehnt als eine Julia Koppos ich habe keine Ahnung ob er den Namen
00:10:50: richtig ausspricht
00:10:51: ein Buch herausgegeben hat eine Biografie über Charlotte Miew mit dem Titel This Rare Spirit, Alive at Charlotte Mew von Julia Kurpus.
00:11:01: Erschien das Buch.
00:11:05: Ich würde fast sagen es ist ein Jahr zu spät auf den Markt gekommen hat meiner Meinung nach einen ganz gewissen Grund nämlich zwei tausendund achten feiern wir wenn man so möchte hundert Jahre oder hundert jahre ganz besondere europäische Geschichte nehmlich hundertjahre Einführung des Frauenwahl rechts in Europa In Großbritannien vorläufig, in den Jahr und zwanzig wurde es dort richtig eingeführt.
00:11:31: Aber auch in der Zäsur in Großbrитannien war die Einführung des Frauenwahlrechts auch hier in Deutschland.
00:11:40: Also kurzum wir haben ja einen historischen Kontext innerhalb dessen sich natürlich mit einer ganzen Menge grauen um aus der Jahrhundertwende beschäftigt wurde.
00:11:50: Und ich glaube Charlotte Mew gehörte unter anderem auch deswegen mit dazu, weil das hatte ich mir jetzt hier mal notiert.
00:11:56: Das muss ich jetzt noch kurz raufrufen und sie passt natürlich ganz hervorragend rein denn Sie war natürlich wirtschaftlich weitgehend auf sich selbst gestellt.
00:12:05: Ihre schriftstellerische Tätigkeit.
00:12:07: Sie war unverheiratet.
00:12:12: Aber auch Teil großer weiblicher literarischer Netzwerke die sich um den Jahrhundert gegründet haben.
00:12:21: einer Außenseiterin gegenüber gesellschaftlichen Geschlechterrohlen ihrer Zeit, vielleicht nachher also in der Biografie wird das wohl ganz ganz heftig thematisch.
00:12:31: Heute würde man sie auch an der Querszene verorten wenn gleich mal darauf passen muss dass damals sicherlich noch etwas anderes unterverstanden wurde als heute und und das zeigt sich auch in den Erzählungen die wir heute lesen ihre Texte behandeln natürlich häufig weibliche Lebensentwürfe soziale Zwänge oder unerfüllte Begehren.
00:12:51: Und ich glaube, man muss Charlotte Mew auch diesen Kontext der Wiederentdeckung der sogenannten New Woman sehen.
00:12:58: Also von Autorinnen und Literarernen ganz gleich aus der Lyrik oder aus der Prosa kurz von Frauen um die Jahrhundertwende.
00:13:06: Das wollte ich jetzt bloß mal anmerken das ist mir ganz wichtig.
00:13:11: also es keine Wiederentdreckungen jetzt!
00:13:13: Ich glaube der deutsche Band ist eben deswegen erschienen weil ein paar Jahre vorher von Julia Korpus diese viel beachtete Biografie von Charlotte Demieux erschienen ist, aber es ist wie gesagt keine Wiederentdeckung.
00:13:25: Es wird sich seit über vierzig Jahren mittlerweile mit der Autorin beschäftigt.
00:13:29: Wieder Entdeckungen Deutschland?
00:13:33: Ich würde sogar soweit gehen in Deutschland war die Dame gar nicht bekannt.
00:13:35: also das keine Wieder entdeckungses eine Entdecke Einfalls.
00:13:39: Ja okay dann können wir uns darauf einigen.
00:13:40: aber möchte halt noch anmerken du hast natürlich recht.
00:13:43: Aber zu ihren Lebzeiten wenn ihr hinten in die Quellen guckt sind nicht viele der Geschichten schon erschienen.
00:13:49: Mehrere sind eben erst deutlich nach ihrem Tod wieder entdeckt wurden, aber nur im englischsprachigen Raum.
00:13:57: spielt sie oder sind das die ersten Bände auf Deutsch, die von ihr überhaupt erschienen sind?
00:14:04: Man muss auch sagen, wir befinden uns jetzt sowieso gerade in so einer Phase, in der viele Autorinnen auch aus ihrer Zeit wiederentdeckt überhaupt neu veröffentlicht oder erst veröffentlich werden.
00:14:15: Also May Sinclair Doris E. Richardson Rebecca West Margaret Kennedy keine Ahnung wen es da noch alles gibt sagt mir vieles auch gar nicht.
00:14:24: also ich hatte im Zug mit dem heutigen Buch mich ein bisschen belesen.
00:14:28: Es gibt eine ganze Menge AutorInnen die auf den Markt geworfen wurden die man halt wirklich Jahrzehnte lang weder gar nicht, nicht richtig oder nicht ihrer Wichtigkeit entsprechend gewürdigt und beachtet hat.
00:14:40: Um das kurz noch mal zusammenzuhalten auf Deutsch spielte sie bislang keine Rolle.
00:14:46: Aber was für eine große Rolle spielt?
00:14:51: Wie habt ihr das Buch gelesen?
00:14:53: Gar nicht!
00:14:54: Ich habe das Buch wenn es hoch kommt vielleicht zur Hälfte zu lesen.
00:14:57: ich hatte das vorhin schon angekündigt.
00:14:58: dieses Buch ist mein... Innebrock Bachmann, Moment gewesen über Max.
00:15:04: Das Buch hat fast körperliche Schmerzen verursacht es zu lesen.
00:15:08: ich glaube ich hatte selten ein Buch in der Hand.
00:15:10: was sollte bei dem Ende solche Distanz zum Buch aufgebaut habe?
00:15:15: Es hat wirklich keiner der Spaß gemacht zu lesern.
00:15:18: Es war ein Graus und ich kann hier mal ganz kurz Nur vielleicht mal so ankratzen.
00:15:26: Ich hatte das Buch angefangen natürlich mit der ersten Geschichte und dachte, sorry... Also dieser sprachliche Stil, der beharkte man überhaupt nicht.
00:15:35: Auch die zweite Geschichte war ne.
00:15:38: Jetzt kannst du aber das Buch jetzt nicht ungelesen irgendwie hier vorlegen.
00:15:43: also was habe ich gemacht?
00:15:43: Ich hab die kürzeste Geschichte gelesen.
00:15:45: Das war der Weitz.
00:15:47: Bitte?
00:15:50: Die kürzeste Geschichte ging auf den ersten zwei Seiten los.
00:15:54: Ich nenne das jetzt mal merkwürdige, dieses Mysteriöse... Also auch ein totaler Quatsch.
00:15:59: wenn gleich dann relativ schnell der Turn-Turn kam und dass die Figur, die dort beschrieben wird letzten Endes einen sterbender Mann darstellt und der Weizen hat Sinnbild für sein Leben oder wie auch immer man das deuten kann war okay.
00:16:14: Also als nächstes habe ich dann die zweitkürzeste Geschichte gelesen.
00:16:16: Das war das Lächeln.
00:16:17: und hier möchte ich etwas vorlesen, was gleich wichtig wird.
00:16:21: Und zwar der allererste in allerersten Absatz, Seite hundertzeigundsechzig falls euch das interessiert.
00:16:28: also das lächeln.
00:16:29: eine alte frau lebte einst ganz oben auf einem wunderbaren turm.
00:16:33: Reisende, die das Land gut kennen sprechen wenig über sie berichten nur wie eine atmosphäre große Einsamkeit.
00:16:39: Das Gebiet kennt zeichnet, wie weit entfernt es ist und von einem sonderbaren Bann einer Art ungestümmen Friedens den es gleich einem gewandt überall jene wirft, die sich dort aufhalten muss ich zugeben dass hat mich doch gehabt.
00:16:52: also alle ein einsamkeit usw.
00:16:53: Es ist sowieso meine them alles super.
00:16:56: Und nach dieser geschicht.
00:16:57: Also diese Thematik zieht sich durch diese Erzählung ja durch Mit dem Mädchen dann nachher noch, also Gott sei Dank.
00:17:03: Dann dachte ich, da gibst du die ersten Geschichte nochmal eine Chance.
00:17:07: Jetzt möchte ich den ersten Satz aus der ersten Geschichte vorlesen.
00:17:10: Wer einen romantischen Blick auf London in seinen ärmsten Vierteln bisher verpasst hat Denn auch dort findet man Romantik sollte Auf einem Sonnenuntergang im frühen Winter warten.
00:17:23: Ihr glaubt gar nicht auf wie vielen Ebenen mich dieser Satz getriggert hat, also einen romantischen Blick auf London's ärmste Viertel.
00:17:30: Warum sollte ich ein romantischem Blick auf londons ernstärmste viertel werfen wollen?
00:17:36: Nein nein dann komme jetzt hier nicht irgendwie mit der Mitterliteratur oder Jahrhundertwende.
00:17:43: Sonnenuntergang im frühen Winter ganz ehrlich du könntest dort jede Jahreszeit einsetzen.
00:17:48: Also sorry mich hat dieses Buch nicht ketschen können.
00:17:52: Die Geschichten waren für mich reinsprachlich.
00:17:56: Es gab einen Moment, wo ich mir dachte, wenn du etwas sagen willst, dann sag es
00:17:59: doch
00:18:00: bitte!
00:18:02: Es war nicht meins und ich habe mir das Recht Max so eingemacht und habe das Buch irgendwann zur Seite gelegt und verweise hier auf Ingebord Bachmann.
00:18:14: Ich werde meinen Replik dann geben aber ich bin auf Philips wäre dikt gespannt.
00:18:18: Mein wer dikt?
00:18:19: Ich sehe es ein bisschen anders unten ein bisschen gleich Weil folgendes, also das Sprachliche... Das kann ich nicht nachvollziehen.
00:18:27: Die sprachliche Kritik!
00:18:29: Denn die Sprache ist der Punkt der mich gehabt hat in ganz vielen Geschichten die Art und Weise wie sie mit Sprache umgeht.
00:18:38: Auf deine Kritik zur ersten Folge oder zur ersten Geschichte können wir dann gleich nochmal zu sprechen kommen.
00:18:43: Ich würde am Ende auch gerne die Frage stellen noch welche eure Lieblingsgeschichte war?
00:18:48: Ich hatte aber mit den Inhalten ein bisschen Probleme Und da gehe ich ein bisschen mit Max mit Mit Alex mit.
00:18:54: Es gab viele Geschichten, durch die ich mich durcharbeiten musste... ...die sprachlich sehr gut fand.
00:19:00: Gut bis sehr gut?
00:19:02: Gab auch welche wo ich sage ja war okay, trottete lieb so ein bisschen vor sich hin.
00:19:07: aber inhaltlich haben mich viele geschichten nicht abgeholt wenig abgehult oder sogar gelangweilt.
00:19:13: es gab ein paar, die ich richtig gut fand.
00:19:15: kommen wir drauf.
00:19:16: Aber einige haben mich wirklich so sehr gelangwalt dass ich mir dachte hätte ich's nicht für den Podcast gelesen hatte ichs abgebrochen.
00:19:22: Also die Geschichte, dann wäre ich zur nächsten gegangen.
00:19:25: Ja naturgemäß sehe ich das alles ein bisschen anders.
00:19:28: Ich bin auf das Buch aufmerksam geworden weil es mir empfohlen worden ist und Dann habe ich stückweise gelesen hat er natürlich auch deutlich mehr Zeit als ihr weil ich ja immer nur eine geschichte langsam.
00:19:42: dann konnte man lange über die geschichte nachdenken.
00:19:44: ich hab mir auch Das war einer meiner großen geistesplizite habe mir als ich das buch gelesen habe was jetzt auch schon Gutes halbes Jahr her ist wenn nicht länger, habe ich mir für jede Geschichte eine kleine kurze Zusammengefassung geschrieben um darüber weiter sprechen zu können weil das wirklich sehr interessant fand.
00:20:02: sprachlich habt ihr schon also hast du schon angedeutet.
00:20:04: Ich mochte die Sprache die teilweise völlig unterschiedliches zwischen sagen wir mal bäuerlich bis hoch prätenziös aber eben alles in seinem stil.
00:20:19: ich möchte eher auf den Inhalt kommen.
00:20:22: Das spannende an diesen Erzählungen ist, dass wir jedes mal eine völlig neue Perspektive und eine neue Herangehensweise an einen Text hier haben.
00:20:33: Es ist häufig unklar wer hier gerade spricht und aus welcher Perspektiven die Person gerade spricht in welcher Perfekt oder aus welchen Milieu diese Person kommt und wie sie auf etwas blickt.
00:20:47: das würde jetzt dazu führen, dass ich auf Alex punktgenauer eingehe das einzige wo ich euch zustimme.
00:20:53: es gibt zwei drei geschichten die mich wirklich gelangweilt haben aber dass sind sehr wenige und einige habe ich tatsächlich sehr begeistert.
00:21:03: Und ich muss sagen solche dieses gefühl, die atmosphäre die die geschichten vermitteln das hab ich in der form so noch nicht gelesen spüre aber anklänge an verschiedenste künstler dieser zeit beziehungsweise da bin ich mir teilweise unsicher was dahin und was war.
00:21:20: ei Mir hat das große Freude bereitet.
00:21:23: Ich gebe zu, dass ist kein Wohlfühlbuch, kein Page Turner und damit für Alex zentrales Merkmal guter Literatur eher ungeeignet nämlich, dass es kein Buch... ...dass man jetzt im Bett lesen kann sondern da muss man schon aufrecht sitzen und hier nur wieder mal noch eine Notiz dran schreiben.
00:21:49: aber ich insgesamt bin zu tiefstzufrieden und beseelt von diesem Text oder diesen Text hin.
00:21:59: Das ist schon viel!
00:22:00: So, bevor wir jetzt zur eigentlichen Besprechung des Buches kommen... Hier gibt es nicht viel zu Spoilern.
00:22:06: das heißt wir können dem völlig Spoilerwarnung weglassen.
00:22:08: Denn es sind Kurzgeschichten wie wir schon angedeutet haben und diese Kurzgeschichte leben von der Sprache und den eventuellen inhaltlichen Wendungen innerhalb dieser Geschichten.
00:22:19: Das heißt wir werden schon ein bisschen was spoilern jetzt dahingehend aber es gibt keine Geschichte die wirklich so überraschende Enden hatte, dass man sie mit einem Spoiler kaputt machen kann.
00:22:32: Also der Wert liegt in der Sprache und in der Art und Weise wie Charlotte Mio schreibt.
00:22:40: aber nichtsdestotrotz wählt ihr das Buch vorherlesen damit ihr sozusagen ein bisschen besseren Bezug dazu habt was wir jetzt erzählen weil wir springen wahrscheinlich auch zwischen den Geschichten hin und her um sie miteinander zu vergleichen um sich auch mit anderen Autoren und Autoren zu vergreichen dann Schließt es schnell und steigt an dieser Stelle wieder ein.
00:22:59: Jut!
00:23:00: Jetzt wollen wir mit der Sprache beginnen oder gehen wir direkt in das... ...mit der Sprachen?
00:23:06: Alex nickt schon viel sagen.
00:23:08: Ich möchte mit einem Zitat beginnen, weil Alex ja am Anfang gesagt hat diese Sprache hat ihm überhaupt nicht abgeholt.
00:23:13: einfach einen kurzer Einstieg in eine offene Tür.
00:23:20: Und der Einstiege hat mich tatsächlich sehr begeistert.
00:23:23: Und auch wenn ich beim Lesen teilweise Geschichten hatte, die mich wirklich gelangweilt haben.
00:23:28: So hat sie es doch immer wieder geschafft, dass wenn ich die nächste Geschichte angefangen habe... ...dass sie mich erst mal gecatcht hat!
00:23:37: Lady Amita schließ sich auf dem Sofa mit einer so vollendeten Geste nieder, das sie kaum spontan sein konnte und begleitete sie mit einem unbeabsichtigten Seufzer.
00:23:49: Die andere Person im Raum war ihre Tochter Stella, deren unheilbare Mittelmäßigkeit das Interesse der Mutter an ihrem Werdegang schon früh hatte erlöschen lassen.
00:24:01: Das ist in zwei Sätzen die komplette Vorgeschichte und das komplette soziale Umfeld ganz klar beschrieben.
00:24:12: Wir wissen wir sind in einem gut bürgerlichen Niveau hier.
00:24:15: Die, die die Hosen an hat und die ganz klare Vorstellung von ihren Töchtern hat.
00:24:23: Wahrscheinlich zwei Töchter das kommt ein bisschen später raus Und die Tochter im Raum ist diesen Ansprüchen bei Weitem nicht gewachsen.
00:24:34: Das schafft sie mit zwei Sätzen, die eine Herablassung in sich tragen, die fast schon anfassbar ist Also die Enttäuschung der Mutter über diese Tochter Stella so unfassbar plastisch in diesem Satz, dass es fast schon weh
00:24:51: tut.
00:24:52: Ja ich kann das nur unterstreichen und hier haben wir ja wenigstens meine klare Erzählperspektive.
00:24:56: Wir haben den Blick von außen drauf also vom Allwissendenerzähler Philipp.
00:25:01: wenn ich da... Ich versuche jetzt beides zu verbinden die Sprache mit dem Inhalt.
00:25:07: Alex hat sich an der ersten Geschichte und die erste Geschichte hat mich zutiefst verwirrt sodass ich sie zweimal gelesen habe.
00:25:14: Da muss ich darauf eingehen weil Alex sich so geärgert hat, über den romantischen Blick auf London in seinen ärmsten Vierteln.
00:25:24: Wer sagt das?
00:25:27: Wir haben hier nämlich eine Ich-Erzählerin und die ich erzählerin... Das ist der zweite Absatz!
00:25:32: Sagt an einem solchen Abend Mitte Dezember legt dich meine Näharbeit beiseite und ließ die harmlosen Herrlichkeiten des Feuerscheins hinter mir um wie die Jugend das Volthun mag, den Gegensatz zwischen der schneidenden Luft draußen und der Glut drinnen zu genießen.
00:25:49: Sie legt Näharbeiten zur Seite.
00:25:51: Die ist also eine bürgerliche Frau relativ wohlbehütet, gut situiert... Und was hat sie?
00:25:59: Die hat einen... Hör mal, so nenn wir es... So einen privilegierten Blick auf Armut!
00:26:09: Das ist für sie quasi eine Art Sehenswürdigkeit, die sie dann mal bestaunen kann.
00:26:14: Also wenn wir über Herablassung sprechen, wie gucke ich auf ärmere Menschen?
00:26:21: Und gerade in dieser Zeit haben wir diesen Blick der Naturalismus.
00:26:25: Der Blick auf das einfache auch was in dieser zeit vorkommt Charles Dickens beispielsweise der ja auch den Blick auf sowas gelegt hat.
00:26:33: Ich bin vorhin nicht auf den Namen gekommen genau den habe ich gemeint Oliver
00:26:37: Twist.
00:26:37: weil jetzt so ein klassisches Beispiel dass haben grade die bürgerlichen Frauen dieserzeit gern gelesen und haben als so ein, oh ja die tun mir alles so leid.
00:26:49: Hier in meiner warmen Stuble tut mit das alles zu leid.
00:26:51: und wenn wir diese Erzählperspektive im Hinterkopf behalten und wissen es ist eine Ich-Erzählerin dann ist dieser Ton den sie hier wählt ganz bewusst nicht herablassend aber so naiv broniert.
00:27:05: Da kommt
00:27:05: später noch mal zur Sprache Ja Das ist mir klar.
00:27:09: Aber Wenn das so ist Dann kann man natürlich der der Person, die es geschrieben hat keinen Vorwurf machen.
00:27:17: Sondern nur der Figur, der Protagonistin, die ja hier eine Ich-Perspektive einnimmt.
00:27:23: Der kann man den vorwürfen machen.
00:27:24: Mensch was bist denn du für eine bonierte Persönlichkeit?
00:27:28: Dass du so über die ärmsten Viertel denkst?
00:27:31: und wenn dieses Gefühl in dir ausgelöst wird Alex!
00:27:34: Dann ist das große Literatur sogar... Denn es bringt es perfekt auf den Punkt Ja, wie der Blick der Reicherin oder wohlhabenderen Menschen auf Armut teilweise ist.
00:27:47: Also jetzt die Zeit sich über Dinge Gedanken zu machen und die Sprache diese verwendet zeugt auch von einem hohen Bildungsstand?
00:27:55: Und ihres langweiligen...
00:27:57: Ja eben sie hat Zeit!
00:27:59: Das ist ein Luxus.
00:28:00: Wir sind ja hier in der Hochphase des viktorianischen Englerns in Industrialisierung.
00:28:06: das heißt die erste Geschichte dreht sich letztendlich um die soziale Frage, die in England während der Zeit immer mehr an Bedeutung gewann.
00:28:14: Also hat schon eine ganze Weile in England eine gewisse Bedeitung oder der Zuzug in die Städte weniger Wohnraum kaum bezahlbarer Wohnraum diese quasi Mietzkaserne eine vollkommene Überfüllung von Wohnraum auch das ganze Familien ein Einzimmer gewohnt haben dann Die frage kommen überhaupt nicht was zu essen leisten und so weiter.
00:28:33: Arbeitszeiten, die extrem hoch waren Kinderarbeit etc.
00:28:37: Das heißt davon hebt sie sich ja hier ganz deutlich ab und besucht wie du das richtig gesagt hast schon dieses viertel eben aus.
00:28:45: Ja als Zerstreuung oder aus Amusement.
00:28:51: erst mal jedenfalls aber da dass es genau der punkt wo ich sage da kann Ich sozusagen mit der kritik auch nicht mitgehen weil Sie hier auch innerhalb von wenigen zeilen es schafft dieses viktorianische england in einer stadt einzufangen und zwar in diesen extrem unterschieden zwischen den gebildeteren und wohlhabenderen schichten und den ärmeren schieten und damit quasi eine sozial studie der soziale frage darstellt.
00:29:23: Und das als zeitgenossen, ja dass ist ja niemand der irgendwie fünfzig jahre später mit einem Universitären Hintergrund und eine Recherche darüber schreibt.
00:29:35: Und sich gedacht, ein bisschen Literatur davon beschafft hat und dann darüber eine Geschichte schreibt, sondern das ist der scharfe Blick einer Zeitzeugen.
00:29:43: Denn ich glaube es ist vierneunzig geschrieben?
00:29:46: Ja neunzig oder vierneunzig?
00:29:47: Vierneinzig.
00:29:48: Achtzehnvierneutzig na?
00:29:49: Achtzenviernenundzig.
00:29:50: also da gehe ich mit Max schon mit.
00:29:52: Das ist ziemlich hohe Kunst.
00:29:58: was mir nicht ganz passt ist dieser romantische Blick Und diese Naivität im Sinne von dort etwas zu sehen, was man aus seiner Warte heraussehen kann.
00:30:14: Das ist mir nicht Erklärung genug!
00:30:16: Das macht keinen Sinn.
00:30:18: Aber das charakterisiert doch diese Frau?
00:30:21: Diese komplette Weltfremdheit für diese Welt der Armen...
00:30:28: Wir gehen mal weiter an die Geschichte.
00:30:31: Protokolliste wollte ich noch sagen.
00:30:33: Sollte
00:30:34: ich die Geschichte kurz mal zusammenfassen, damit unsere Hörerinnen und Hörern den Gefühl dafür kriegen?
00:30:40: Also diese Person, diese Ich-Erzählerin läuft jetzt durch die Straßen einer Stadt, die sehr an London erinnert kommt in eine Kirche und trifft dort eine ihr unbekannte junge Frau.
00:30:52: Diese junge Frau nimmt sie mit Und führt sie in eine Kammer, in der ihre Schwester liegt.
00:30:56: Dann fordert sie irgendeine Unterstützung.
00:31:01: Es folgen albtraumartige Visionen und später gibt es einen Wiedersehen, was genauso mystisch und rätselhaft ist wie Teile der ganzen Geschichte.
00:31:13: Und der Witz ist.
00:31:15: also ich will das Buch jetzt nicht nur danach bürsten ob es sociologisch treffend ist aber ihre Vorstellung davon gerade dass romantische lieber alex weil sie sich vorstellt von dieser von dieser welt All das wird mit dem späteren, was sie dann sieht völlig kontakariert und löst bei ihr eine Art von psychotischen Schüpen aus.
00:31:40: Anders sind mir einige Stellen sonst nicht erklärlich die Sie völlig im Mark treffen.
00:31:46: aber ja Alex bitte
00:31:48: ich weiß dass ist jetzt Rumreiterrei auf einem Wort Ich habe es mal geguckt um Original Text steht auch Romantik drin.
00:31:57: Was meint denn Romantick eigentlich?
00:32:00: Romantik ist immer im Kontext der Liebe.
00:32:03: Nein!
00:32:04: Wie ihr bei, die mir das erzählt... ...ist eher ein Kontext eines Sentimental zu verstehen?
00:32:11: Das schreibt sie aber nicht.
00:32:14: Geh mal in die Stichenerie
00:32:16: rein.
00:32:17: Dann erklär mal bitte in diesem Kontext
00:32:19: Liebe.
00:32:21: Aber du musst hier eine gewisse Weltfremdheit der Protagonisten zugrunde legen.
00:32:27: Mag ja sein, aber...
00:32:28: Sie isst diesen Armutszustand erdrückt Und sie kann diesem etwas romantisches abgewinnen.
00:32:34: Aber es ist schwierig, dass da... Also das ist ja nur ein Wort was Sie charakterisieren soll!
00:32:41: Nee aber mit romantischer Liebe zittral gar nichts zu tun.
00:32:45: Es gibt doch die geistesgeschichtliche Epoche der Romantik Die im übrigen im englischen auch Romanticism heißt.
00:32:54: Ja Das ist eine Gegenbewegung der Aufklärung und da geht es um Subjektivität Vorstellung.
00:33:02: Okay, wie übersetzt sich jetzt appreciation of nature in society and culture.
00:33:08: Aber quasi das natürliche, das einfache Leben wird dort romantisiert und überhöht.
00:33:15: Und dass ist der romantische Blick, der hier gemeint wird.
00:33:18: nicht im Sinne von irgendwas mit romantischer Liebe.
00:33:21: Das ist eine aus meiner Sicht falsche Vorstellung der Semantik dieses Begriffs in dem Zusammenhang.
00:33:27: Sondern hier geht es um diesen nenn was ein verklärenden Blick auf diese welt
00:33:34: sag ich doch eine entrückung.
00:33:35: also
00:33:35: genau auch wenn sie hier selbst von romantisch spricht ist es aber ein verklärender und das passt wieder zum begriff des Romanticism.
00:33:44: Oder das Romantik-Movement im übrigen ende des nachtzehn ähnelt
00:33:48: war neun acht zehn hundert vierzig vorbei, und es gibt nur so viele andere worte über die wir diskutieren können.
00:33:53: du kannst einfach sagen dass wir recht haben
00:33:56: Ja, aber nur weil die Epoche vorbei ist.
00:33:59: Es gibt doch heute immer noch Schriftstelle, die romantisch schreiben.
00:34:02: Also im Sinne der Romantik, das heißt so nun nicht, dass man diese Elemente nicht mehr benutzt und sie hat – das merkt man in den anderen Geschichten – mit einer der Besonderheiten ihrer Geschichten, positiven wie negativen, dass ihre Erzählungen ganz unterschiedliche Einschläge haben.
00:34:22: Du hast von des Lächeln angesprochen Eine Geschichte, die als Märchen beginnt.
00:34:29: Und dann aber die Prinzipien eines Märchens komplett über den Haufen wirft, indem sie... Also fängt ja an mit dieser Frau auf dem hohen Turm so ganz klassisch-Märchenhaft.
00:34:41: Aber dann ist diese Frau eben nicht jung und wunderschön und muss von einem Prinzen gerettet werden und wird von einem Drachen beherbergt.
00:34:47: Sondern es ist eine alte Frau und sie ist überhaupt nicht schön.
00:34:52: Aber das Lächeln und ihre weißen Haare machen sie bezaubernd.
00:34:55: Das wirkt wieder bezaubrand!
00:34:57: Und auf den Weg zu ihr macht sich auch kein Prinz, sondern eine Frau... ...und die Frau findet dort keine Erlösung, sondern am Ende den Tod.
00:35:04: Dort kontakariert sie ja dieses Genre der Märchen wenn man das so sagen möchte.. ..und das macht sie auch bei ganz vielen anderen.
00:35:11: Also sie nutzt wirklich unfassbar viele verschiedene Strömungen,... ....die sie aufgreift und in ihrer Literatur verarbeitet oder in ihrer Zählung verarbeitete.
00:35:21: Und dann teilweise kontakariert oder sehr großen Extrem gegenüberstellt.
00:35:26: Wie eben hier am Anfang die Romantik mit diesem extremem Armutsviertel und diesen Psychosenden, die diese Frau am Ende reingerät.
00:35:34: Das schafft ja erst diese Fallhöhe innerhalb der Geschichte Diese absolut entrückte wohl situierte Frau Die sich aus Zerstreuungsgründen sagt doch heute Abend geh ich mal einen Armuts viertel das ist doch gucke ich mir das mal an
00:35:49: Also sagt sie es ja eigentlich nicht.
00:35:51: So sagt sie's nicht, aber das ist im Endeffekt die vereinfachte Form davon und die dann dort solche Erlebnisse erlebt, die sich dann in diese Psychosen fallen lassen.
00:36:05: Also würde sie am Anfang kritisch dort reingehen und sagen hier krasses Viertel und wir wissen alle was für Probleme gibt
00:36:10: usw.,
00:36:11: hätten wir diese Fallhöhe nicht?
00:36:12: So haben wir erst diese extreme Fallhöher, die diese Figur erst so straucheln lässt und die dieses Bild erst so krasst erzeugt.
00:36:19: Und die Stärke all dieser Geschichten ist es eben genau das.
00:36:23: Das durch Perspektive, durch die handelnde Figur immer wieder diese Fallhöhe aufgemacht hat wie Philipp schon gesagt hat aber auch dass irgendwas nicht so läuft wie man's eigentlich erwarten würde.
00:36:38: keine dieser Geschicht erfüllt die klassische Erwartungshaltung die man am Anfang an sie stellt.
00:36:47: jede dieser Geschichte verhandelt auf die ein oder andere Weise den Tod und Vergänglichkeit und Liebe.
00:36:56: Hier eben in dem Fall, die Liebe einer Schwester... Oder zweier Schwestern wenn man so möchte Und gleichzeitig den verqueren Blick anderer Menschen darauf Die das vielleicht sehen und dann für ganz schwierig halten.
00:37:12: Ich würde allerdings gerne noch einen Schritt weiter gehen Denn ich könnte es jetzt für jede einzelne Gruppierung aufmachen.
00:37:20: Aber was mal noch Geschichten, die du gerne gelesen hast Alex?
00:37:23: Oder nicht gern gelesen, wie du gelesen hasst.
00:37:25: Nein nein ich war der Weizen das lächeln
00:37:28: Ja aber hatt dich beispielsweise das Lächeln Das ist stilistisch sehr nah an... nicht etr-Haufmann An diesen wirklich diesen Kunstmärchen der Romantik.
00:37:41: Beziehungsweise wenn euch das interessiert Es gibt einen Band von Märchen von Oscar Wilde.
00:37:49: Der hat auch Märchen geschrieben, diese Kunstmärchen.
00:37:52: Das ist ganz nah an dieser Art von Kunstmärke dran.
00:37:56: Fast jede Geschichte lebt von einer gewissen Desillusionierung der Handelnden Person und Desillisionierung ist keine Romantik!
00:38:05: Weil sie... Ja, aber
00:38:08: das ist genau der Punkt.
00:38:12: Wenn wir wollen können wir hier jede literarische Epoche drinnen finden?
00:38:15: Nö.
00:38:16: Definitiv
00:38:17: nicht.
00:38:18: Du wirst hier... also das ist doch
00:38:20: keine... Also, die Literaturgeschichte funktioniert ja eigentlich immer mit Epoche und Gegenströmung.
00:38:27: Das Fonds des Jekel bzw.
00:38:29: Symbolismus sind Gegenbewegungen zum Naturalismus beispielsweise oder diesem bürgerlich-poetischen Realismus wo alles realistisch sein muss.
00:38:38: und ganz klassisch als Beispiele für Naturalismus wäre Gerhard Hauptmann es werden Natur plus X gleich.
00:38:46: Kunst war immer der, oder beziehungsweise minus X ist weil du die Natur ja nicht naturgemäß darstellen kannst.
00:38:51: perfekt in dem Buch.
00:38:53: Aber du willst es halt so naturgemäß wie möglich, also mathematisch genau exakt wie möglich darstellen.
00:38:58: Bürgerliche Realismus Es sind klassische bürgerliche Themen.
00:39:03: Wir erinnern uns an Theodor Fontane Effibriest als klassisches Beispiel aber die großen bürgernischen Romane dieser Zeit Anakarenina würde damit reinfallen.
00:39:15: Die sind alle in diese Richtung geschrieben.
00:39:17: Als Gegenentwurf dazu haben wir eben beim Fonds des Jäckel, da kommt dann auch der Impressionismus und die ganzen anderen Strömungen rein, die legen keinen großen Wert auf Naturgemäßes sondern auf das Abseitige, auf das Symbolische was aufgeladen wird mit ganz viel Bedeutung.
00:39:35: Das wäre jetzt noch mal ein Part zum Symbolismus gewesen Und versuchen es zu dekonstruieren in irgendeiner Form.
00:39:42: Aber – und das ist die große Leistung von Charlotte Mew Sie nimmt quasi das eine, theoretisch die Romantik wäre passend für ihr Thema.
00:39:53: Aber kontakariert das diesen Blick mit dem wie sie Geschichten schreibt.
00:39:59: deswegen es gibt für Charlotte Mew auch wenn ich sie jetzt in diese Literaturrepoche eingeordnet habe eigentlich keine Entsprechung weil sie immer in ihren oder nicht immer aber in fast allen Texten zerstört sie die eigentlich zu erwartende Weiterführung der Handlung, indem sie irgendwas umdreht und damit die Geschichte anders enden lässt.
00:40:24: Bei dem Märchen das Lächeln – das hat ja klassisch mehr schonhafte Züge – wäre die Erwartung... Die Frau, die dort in diesem...die erkrommen werden soll, die auf diesem Berg lebt muss die Erwaltung sein, dass ist eine junge bildhübsche Frau!
00:40:39: Was is' ne alte Frau?
00:40:44: Person auf dem Berg kämpft, müsste ein junger Prinz sein.
00:40:47: Ist aber eine junge Frau!
00:40:50: Und als dann sie es geschafft hat, auf diesen Berg zu kommen, stirbt das Ziel der Begierde.
00:40:58: Das kontakariert die ganze Erwartungshaltung des Genres völlig in allen Richtungen und bleibt dabei trotzdem den nachvollziehbare Geschichte ohne aber quasi nur die Stereotypen zu reproduzieren, sondern macht es an den genau fein zisselierten Stellen und das ist aus meiner Sicht Leistung dieser Texte.
00:41:25: Wir können das auch beim Weizen machen.
00:41:29: Das ist ein hauptsächlich und das hätte man vielleicht gebe ich zu auch noch sagen könnte.
00:41:33: viele der Texte haben auch lyrische Elemente in sich dieses große Bild des Weitzens, dieses Symbol Um das kurz zu zusammenzufassen, damit auch hier wieder die Hörerinnen und Hörern wissen um was es geht.
00:41:46: Die Geschichte heißt der Weizen und ein Todkrankermann liegt in einem traumartigen Zustand herum... ...und sieht Weizen!
00:41:54: Dabei steht dieser Weizen augenscheinlich für seine Lebensgeister und er versucht diese vor dem Ernten zu bewahren.
00:42:00: Das gelingt nicht.
00:42:01: Hier haben wir klassisch symbolistische Züge.
00:42:03: D.h.,
00:42:04: dass das Symbol des Weitzens für das Leben.
00:42:08: die Ernte gehört dazu aber eben auch die Vergänglichkeit, denn im Wesen des Weitzens liegt naturgemäß seine Ernte schon drin.
00:42:19: Also schon mit dem Sprießen des Samens ist geplant dass der Weizen eines Tages geerntet wird.
00:42:27: Übertragen wir wieder zurück auf das menschliche Leben!
00:42:30: Wir alle Menschen hängen daran, hängen an unserem Leben.
00:42:35: Dabei ist mit unserer Geburt der Tod ja genauso vorprogrammiert, wie beim Aufgehen des Weitzens seine Ernte schon voprogrammiert.
00:42:45: Sie ist unausweichlich!
00:42:48: Ja nicht nur das was man nicht vergessen als erst mit der Ernte wird der Weitzener seinem eigentlichen Zweck zugeführt.
00:42:55: Das ist diese Ebene.
00:42:57: dahinten mochte ich super Auch beim Lächeln, du hast das so schön ausgedrückt.
00:43:04: Man wird oben eine junge Prinzessin erwarten.
00:43:06: Dort ist die alte Frau und müsste der junge Prinz sein, da ist die junge Frau.
00:43:10: Letzten Endes ist dieser Aufstieg nach oben – das Leben!
00:43:13: Da ist jemand, der sich opfert bis in den Tod.
00:43:18: Aber das ist doch auch schön geschrieben.
00:43:20: Es gibt andere Geschichten... Da hab ich keinen Zugang gehabt.
00:43:23: Das ist...
00:43:23: Hast du ein... Kannst mich mal eine nennen, bei der du den Anfang gelesen hast aber kein Zugang gefunden hast?
00:43:29: Dann würd' dich da gerne auch...
00:43:30: Tatsächlich gleich die erste Geschichte!
00:43:32: Ich habe die zweimal an die Pfand zu lesen und die zweimem aufgehört.
00:43:34: Die haben wir jetzt schon bearbeitet.
00:43:35: Also
00:43:36: die haben wir ja jetzt schon bearbeitet.
00:43:37: Die hat man
00:43:37: schon dekonstruiert genau.
00:43:39: Und die Romantik, die sich so stört, die ist ja nicht in jeder Geschichte zu finden.
00:43:42: Es ist die erste Geschichte und da ist das der Punkt.
00:43:46: Die zweite Geschichte einige Arten zu lieben, dass es ja auch gleich ... Titelgebende Geschichte, aber auch da sehen wir wieder.
00:43:54: Wir erwarten es gibt einen jungen Militär ein Captain Captain Hanley der um eine junge Frau
00:44:02: freut
00:44:05: und sie ihn aber erst mal bisschen von sich weißt ist ein bisschen stolz und Vorteil.
00:44:10: hier habe ich mich wirklich an den guten bürgerlichen Roman erinnert an Jane Orston bisschen oder an Stromhöhe Und genauso ist das hier auch aufgebaut.
00:44:24: Er wirbt um sie, sie weist ihn erstmal zurück und sagt erst wenn ihr zurück kommt aus dem Felde beziehungsweise von eurem Militärausflug Erst dann Wenn ihr dann immer noch der Meinung seid mich ehelichen zu wollen Dann sage ich ja und er schwört ihr die Liebe und das übliche.
00:44:42: und Auch dass wird am ende wieder umgedreht.
00:44:45: er hat natürlich eine andere frau.
00:44:47: während er unterwegs ist sagt dieser aber wiederum, dass er einen Schwur geleistet hat und das er sozusagen zur Ersteren zurückkehren muss.
00:44:58: Und als er zur Erstere zurückkehrt und ihr das erklären will, sagt diese ihm, dass sie tut krank ist!
00:45:03: Also auch da wird wieder mehrmals in sich verkehrt oder überrascht dahingehend.
00:45:09: Ja genau so.
00:45:11: Plus
00:45:12: sie sagt ja dann selbst mit dem Wissen, dass die nicht mehr lange zu leben hat... ...dass sie ihn trotzdem nicht nimmt.
00:45:18: Auch das wäre ja eigentlich.
00:45:19: Also wir haben zwar das schicksalhaft negative, wie die Geschichte endet.
00:45:26: Ja... Aber eigentlich könnte man auch ein Happy End sich erhoffen, dass zwischen am Ende vielleicht doch noch alles gut wird!
00:45:34: Aber nee nicht mal das, dass nicht- Auch hier, schön Alex für den Begriff, auch hier wird das romantische Ende, dass sie kurz vor ihrem Tod DOCH noch zueinander finden.
00:45:43: Nicht mal DAS ist vergönnt.
00:45:46: Normalerweise hätte man gesagt ja ich habe noch ein Jahr zu leben jetzt ist da auch egal.
00:45:50: Nee Alex.
00:45:53: Nein, weil du jetzt wieder das romantische angesprochen hast.
00:45:55: Das ist Romantik!
00:45:58: Also nicht im Grundstil sondern in meinem Verständnis
00:46:02: von Martin
00:46:04: und im Sinne des Englisch-Dictionary.
00:46:10: Aber
00:46:11: auch hier wird sie wieder quasi entkräftet auf ihre eigene Art und Weise.
00:46:16: aber Philipp ich habe eine andere Frage.
00:46:17: Ich muss nur kurz gucken welche Geschichte das war.
00:46:20: Ja merkt ihr es?
00:46:21: Ich würde noch ganz kurz darauf eingehen.
00:46:22: Ich kann hier an dem Punkt Alex, ich kann dich verstehen.
00:46:25: Weil diese Geschichten... ...an vielen Stellen keinen klassischen Spaß machen sie zu lesen.
00:46:35: Also als Geschichte und zwar alles.
00:46:37: also gerade die erste Geschichte wie gesagt hat man jetzt schon ein bisschen abgehakt.
00:46:41: aber auch einige Arten zu lieben war zwischendrin echt Arbeit.
00:46:46: Und das ist nichts was man bei den Gedanken an Kurzgeschichte sagt.
00:46:50: ... zwanzig Seiten, die lese ich jetzt mal schnell.
00:46:53: Nee, gar nicht!
00:46:54: Und dann für eine genüssliche Kurzgeschichte... ...die auf einer... Auf einem... Keine Ahnung wie heißt es?
00:47:01: Joy Williams glaube ich mit ihren Stories,... Die auf ne ganz andere Art anspruchsvoll waren aber die laßen sich viel einfacher, viel eingängiger.
00:47:11: da ist man aber auch näher dran.
00:47:13: und hier hat man jetzt den Punkt hier liegen halt über hundert Jahre dazwischen.
00:47:17: und das heisst man muss sich wieder diesen gesamten Historischen Kontext, auch den soziale und ökonomischen Kontex.
00:47:24: Erschließen.
00:47:25: in welcher Welt und in welche Gedankenwelt lebt sie?
00:47:27: Welche Einflüsse hatte sie?
00:47:29: Und wie arbeitet sie damit?
00:47:31: Und dann noch ihren persönlichen Stil eben dieses permanente Bewegung-und Gegenbewegungen in einer Geschichte vereinigen und trotzdem auch beide wieder kontakarieren.
00:47:42: also das ist an vielen Stellen erst mal kein Genuss.
00:47:47: der genuss entsteht eben in diesem Deschiffrieren.
00:47:52: Du lesen.
00:47:53: Lesen muss ja nicht per se immer und überall Spaß machen und lesend darf auch Arbeit sein.
00:47:58: Lieber Max, du hattest damals Ingeborg Bachmann auch nicht komplett gelesen?
00:48:02: Nee
00:48:03: oder einzelne Geschichten zumindest nicht hast dann gesagt sorry geht nicht mehr.
00:48:06: Ich muss eigentlich sagen ich habe es damals nicht so ganz verstanden weil Ingeburg Bachmann mir jetzt nicht Spaß gemacht hat.
00:48:12: aber für wie du sagst ist ein bisschen Arbeit und dann gegen die Geschichte doch durch.
00:48:17: Ich habe keine Ahnung warum.
00:48:18: Ich hatte zur Ingebock Bachmann einen anderen Zugang, also persönlichen Zugang sei es auch vielleicht von den literarischen Vorlieben her als hier bei Charlotte Mew.
00:48:28: Ich kann das tatsächlich nachvollziehen Alex.
00:48:32: Manchmal findet man den nicht.
00:48:33: Vielleicht hätte ich dir anderweitig Bock oder Zugang schaffen müssen und zwar... Es hilft... Hast du das Nachwort gelesen?
00:48:46: Tatsächlich nicht!
00:48:47: Das wäre hilfreich gewesen.
00:48:49: Denn mit dem Nachwort, also ich gebe es zu, ich musste das Nachwort irgendwann habe ich das dann einfach zwischengeschoben und dann immer aufgehört wenn ich gerade an der Geschichte war um dies ging damit ich mir nichts vorwegneme.
00:49:00: aber das ergibt einen ganz neuen Blick auf die Geschichten.
00:49:05: und gleichzeitig und das hab ich jetzt heute noch in der Vorbereitung gemerkt Charlotte Mew hat tatsächlich auch in ihren Gedichten Momente wo du Wirklich, wo ich eigentlich jetzt gelesen habe.
00:49:20: Wer redet denn hier eigentlich die ganze Zeit?
00:49:22: In welcher Richtung... Hast du
00:49:23: das auf Englisch oder auf Deutsch gelesen?
00:49:25: Sowohl
00:49:25: als auch!
00:49:25: Das ist zweisprachig.
00:49:28: Aber sie hat eben zwischendurch auch immer zwischen.
00:49:32: also ich finde zwischndurch haben die Geschichten tatsächlich so ein bisschen Humor in den Dialogen scheint ja hin und wieder durch und es ist nicht durchgängig tragisch auch wenn das jetzt vielleicht so Ja, rübergekommen sein muss.
00:49:44: Aber ich gebe euch das Gedicht kurz weil das ist jetzt mal ein schöneres Oder nicht schöneres aber ein bisschen positiveres.
00:49:52: Ich geb es euch auch auf deutsch bevor ich dann nochmal auf englisch rezipieren werde weil ich klasse bin.
00:49:57: die Schattenfänger ich glaube sie waren fast so groß wie heuhaufen sind.
00:50:03: Sie rannten vorbei und fingen schattenflecken auf der sonnigen Straße.
00:50:07: ich habe einen Rief Schwester zu Bruder ich habe gleich zwei Und ich jetzt noch ein, doch auf nackten Füßchen stoben sie weg und ließen auf der sonnigen Straße den Schatten zurück.
00:50:21: Was sich damit sagen möchte?
00:50:22: Wir haben in den Geschichten und auch in den Gedichten eine bittere süße Tragik- und Melancholie die hier transportiert wird
00:50:31: Die
00:50:32: für mich.
00:50:32: deswegen habe ich es mitgebracht.
00:50:34: Deswegen hatte ich die Gefühl okay ist könnte Alex und Philipp auch gefallen.
00:50:38: Also ich mache das ja nicht um euch zu quälen oder in dem Fall dich zu quählen, sondern weil ich dachte
00:50:42: alles gut
00:50:43: Ja die sind teilweise kryptisch die geschichten aber sie vermitteln so ein gefühl dass mich sehr Teilweise zumindest nur vom Gefühl nicht von der schreibweise Nicht von der machout und so weiter Sondern nur vom vermittelten gefühl von der atmosphäre Die mich ein bisschen an die amerikanische literatur Erinnert hat er innert hat ist hatte ich angekündigt.
00:51:03: Ich würde es noch mal original recitieren Auch manchmal den Vorwurf bekommen wir Regen uns über die Sprache auf, aber lesen ja eine Übersetzung.
00:51:10: Ich finde die Übersetzungen hat Kritik abbekommen gerade des Jürg-Bands weil die Serne am Text bleibt und nicht so frei ist.
00:51:16: Aber da heißt das Gedicht The Shadecatchers.
00:51:20: I think they were about as high As Haycocks are.
00:51:23: They went running by Catching bits of shade in the sunny street But scutting away on the little bare feet, they left a shade in the sunny street.
00:51:41: Was fällt uns hier nämlich schon bei der Übersetzung auf?
00:51:44: Im englischen Original reiben sich einige Fersen im deutschen... In der deutschen Übersetzung ist das nicht so und das ist eine ganz schwere Entscheidung für die Übersetzer, die mir auch da immer leidtun weil man es nicht richtig machen kann.
00:51:58: Die Übersetserin ist in dem Fall wie gemayer Und die hat sich eben für die wörtliche Übersetzung entschieden.
00:52:06: Wenn du es auf Deutsch wirklich übersetzt, musst Du halt auf die Reime verzichten, sonst geht's nicht mehr auf!
00:52:11: Wenn Du die Reimen möchtest, musst du es freier übersetzen.
00:52:15: Dann entfernst Du Dich aber vom Original.
00:52:18: Wahrscheinlich sind die einzigen, die das besser hingekriegt haben... wenn ich jetzt kurz mal Übersetzer Höhenräusche anbringen darf, sind die Tiek- ... ne Schlägel?
00:52:30: Schläge?
00:52:30: Schlägel?!
00:52:31: Schläge und seine Frau, die Frau wird immer vergessen aber sie haben das ja gemeinsam übersetzt.
00:52:36: Und da muss man einfach sagen herausragend Die Shakespeare Bücher, diese sich auch im deutschen Reimen Aber ja auch im Englischen und trotzdem fersmaß und anderes beibehalten können.
00:52:48: Aber warum habe ich euch das Gedicht jetzt gezeigt?
00:52:51: Es ist schön kurz.
00:52:52: es gibt einige die gehen über fünf sechs Seiten und durch die Übersetzung dann halt über zwölf.
00:52:57: Charlotte Mew lebt von der Lyrik in ihrem Umgang mit den Texten Und dass das anstrengend ist weiß ich aber, Ich finde diese melancholische Idee.
00:53:07: Die kommt für mich zumindest beim lesen gut rüber.
00:53:10: Aber ich wollte trotzdem noch philip fragen hat dich der text schicksal hafte treue lieber phillip an eine andere geschichte erinnert die du auch gelesen hast Die alex glaube ich nicht gelesen hat bevor ich alex dann gleich wieder ins blot hole?
00:53:22: achte gießkanne ja
00:53:24: Hatt ich auch dran erinnerede
00:53:26: Ja na klar.
00:53:27: also wir müssen es kurz groß machen dass die höhere und höre auch wissen was mit gieß kanne gemeint ist
00:53:32: Möchte, die wird wir angesprochen werden.
00:53:34: Genau von Sascha Stanisic.
00:53:36: Die titelgebende Erzählung hat eigentlich ein sehr ähnliches zumindest was den Einstieg und die Grundprämisse anbegelangt.
00:53:43: Setting wie diese hier ist aber Richtung Ende dann natürlich ein bisschen anders.
00:53:49: Alex ich möchte dich trotzdem du wolltest zur Replik ansetzen bitte
00:53:54: Ja, und zwar noch mal bezogen auf die Sprache.
00:53:58: Jetzt bin ich gerade schon wieder so ein bisschen raus.
00:54:00: Du hattest etwas gesagt gehabt?
00:54:02: Das ist die Sprach...ja genau!
00:54:03: Du hast es über die Übersetzerin geredet und sie kannst ja sowieso keinem Recht machen.
00:54:09: Die Wiebke Meier hat übrigens sowohl den Erzählband als auch die Gedicht übersetzt.
00:54:15: Was man hier so deutet wohl vielleicht auch darauf hin, dass der Verlag hier versucht ein bisschen mehr von der Autorin zu übersetzen, hier vielleicht eine Reihe zu starten.
00:54:23: Ich würde es einfach mal so den Raum geworfen.
00:54:26: Nein und zwar ist mir etwas bewusst geworden als ich angefangen habe.
00:54:30: die Geschichte Mathemoiselle das gibt's gar nicht so sehr inhaltlich sondern wenn ihr allein schon die allererste Seite euch mal anschaut dann habt ihr ein Inter-Punktion eigentlich alles da was das Deutsch zu bieten hat von natürlich Ausrufezeichen Fragezeichen Punkte über Semikola Gedankenstriche, Anführungszeichen etc.
00:54:53: Das bringt mich jetzt zu folgendem und zwar hatte ich über Charlotte Mew gelesen dass sie einen sehr... Ich habe keine Ahnung was das bedeutet ein sehr Victorianisches Englisch schreibt.
00:55:05: Ich bin da ehrlich ich weiß nicht wie man ein Victorianes Englische ins Deutsche übersetzen kann, dass das quasi Victorialisches Deutsch ergibt.
00:55:14: Einführungs Zeichen.
00:55:17: Dennoch ist mir an der Stelle eins bewusst geworden.
00:55:18: Wir haben es hier ein Buch und ihr habt ja die Sprache am Anfang dieses der folge sehr gelobt.
00:55:25: Würde dir sagen dass wie drügt das jetzt aus?
00:55:30: würde denn anders?
00:55:32: ich frage nicht.
00:55:33: ich stelle jetzt fest Es ist eine vielzug moderne Übersetzung.
00:55:38: Ja, es ist ein modernes deutsches ist kein.
00:55:41: Ich lese wie gesagt.
00:55:41: also wie gesagt ich lese gerne bücher die irgendwo neunzehn dreizehneunzehntvierzig erschienen sind und du hast es dort mit einem Anführungszeichen ganz anderen Deutsch zu tun, als hier in diesem Buch.
00:55:55: Also ich empfand deswegen dieser Hinweis auf das viktorianische Englisch.
00:56:00: Es ist keine deutsche Übersetzung eines viktorianischen Englisches was wir hier lesen.
00:56:05: es ist modernes deutsch.
00:56:07: also sie entfernt sich ja meiner Meinung nach ganz kurz über Philipp.
00:56:12: sie entfernte sich sehr weit von der sprachlichen Intention und das ist natürlich auch ein Problem.
00:56:18: Es ist immer, wenn du ein fremdsprachiges Buch ins Deutsche übersetzt, geht immer etwas verloren.
00:56:23: Das Englisch hat natürlich Satzstrukturen und das hat Satzaufbau selbstverständlich.
00:56:31: Charlotte Mew arbeitet wohl sehr häufig mit Wortwiederholungen so hatte ich gelesen die mir jetzt das was ich geliesen habe nicht wirklich ins Auge gestoppt sind.
00:56:40: und nochmal zurück auf die Interponktion.
00:56:42: Charlotte Miew war wohl eine Meisterin der Interpunktion Lieber Philipp.
00:56:50: Ja, ich würde da in Soweiten widersprechen.
00:56:52: Also das liest sich vielleicht so modern aber es trifft die Merkmale des sogenannten viktorianischen Englisches eigentlich ganz gut.
00:57:03: also komplexe Satzgefüge, also Hypotaxen bevorzugt wurden lange verschachtelte Sätze mit zahlreichen Neben- und Einschubssätzen ist genau das was wir haben, also gehobener Wortschatz
00:57:15: Das genau das, das wäre ich nur darauf, dass habe ich eben vermisst
00:57:20: einige Arten zu lieben die französischen Zwischenschübe zum Beispiel.
00:57:25: Die französe
00:57:25: Zwischerschübe ist nicht deutschgehobene Sprache.
00:57:28: Nein, nein, nein!
00:57:30: Wichtig ist in dem Fall die Klassenunterschiede werden durch die Sprache wiedergespiegelt.
00:57:34: also wir sind hier im Englischen und sie schiebt Französische Zitate ein.
00:57:39: das ist nichts was der Null Acht Fünfzehn Brite lesen konnte vor allen Dingen von den sozialen Menüs ja nicht Soziales.
00:57:47: Also das Französ
00:57:48: die Sprache der Gehobenen ist, das ist glaube ich klar.
00:57:51: also dass...
00:57:51: Ja was heißt klar?
00:57:52: Aber das ist genau der Punkt!
00:57:54: Das ist ein.
00:57:55: aber ansonsten auch lateinische Worte die verwendet werden.
00:57:58: Griechisch habe ich glaube nicht gefunden, aber werden häufig aufverwendet.
00:58:02: Euphemismen wären ganz viel gebraucht.
00:58:05: Alles okay, worauf ich hinaus wollte.
00:58:06: wenn sie einen Text übersetzt, der über hundert Jahre
00:58:08: alt ist
00:58:08: dann benutzt doch auch ein Deutsch welches in Anführungszeichen über hunderte Jahre alt sind.
00:58:16: Der Text heute im Englischen würde heute ganz anders geschrieben werden.
00:58:20: Ich habe gerade mal geschaut, mir war irgendwo hat ich was von einem Mantel gelesen.
00:58:24: Ich weh es nicht mehr!
00:58:24: Ich hab mir das... Mantels.
00:58:27: Sie hätte ja an der Stelle die Übersetzung auch meinetwegen vom Palito reden können.
00:58:33: Das wäre dieses gehobene Deutsch, was ich grade ansprach.
00:58:37: Also wisst ihr was ich meine?
00:58:41: Sie benutzt das Deutsch, dass wir heute sprechen für den Text, der vor hundert Jahren geschrieben wurde.
00:58:46: Also dann nehmt doch bitte auch.
00:58:47: Das meinte ich eben, wenn ich die Literatur irgendwie von... Es ist ein anderes Deutsch was dort drin steht.
00:58:54: Würde ich nicht!
00:58:55: Hier gibt es viele Vokabeln, die heutzutage kaum noch Verwendung finden.
00:59:00: Die Kandache zum Beispiel.
00:59:02: Du hast mir gerade erzählt der nutzt französische Sprache weil das ist ja auch nicht übersetzt.
00:59:08: Was verstehst
00:59:10: du?
00:59:12: Dann benutzt doch auch gehobenes Deutsch.
00:59:14: Also sagt doch nicht bei Fremdsprachen, die macht es ja eben nicht.
00:59:20: Es ist für mich kein gehobenes Deutsch was ich lese.
00:59:23: also Ich finde es ist völlig Brotlos über eine Übersetzung zu reden die uns nicht vorliegt.
00:59:29: Ich habe mir jetzt gerade von einem Extract des englischen Originals von Mademoiselle mir angeguckt.
00:59:40: Das trifft es ziemlich gut, würde ich sagen.
00:59:44: Es ist genauso übersetzt wie es da steht.
00:59:48: Also ihr könnt gerne mal Mademoiselle auf Seite hundertdrei.
00:59:54: Ich werde jetzt einfach das Original lesen und ihr könnt auf Deutsch mitlesen oder wie auch immer.
00:59:59: gleich könnt ihr mir dann folgen ganz unten sie kann zweimal in der Woche okay?
01:00:06: She came and gave us lessons twice a week Engaging little lessons into which she managed with extreme politeness to infuse her profound contempt for the literature of our country and her keen but critical appreciation for the masterpieces.
01:00:37: Fehl geleitet, wenn wir nicht das Original vor Augen haben.
01:00:41: Ich kann das auch wie gesagt für die Lyrik vorlegen.
01:00:45: Das ist sehr wörtlich übersetzt Schollerte Meier.
01:00:48: Ja, Schollerte
01:00:49: Meier!
01:00:53: Wiebke Meier ich habe einen Podcast mit ihr gehört wo es darum geht wie sie beide Bücher übersetzt hat.
01:01:02: Wie sie zur Übersetzerei gekommen ist, kann ich auch empfehlen.
01:01:04: Schick ich euch dann mal noch den Link und Philipp kann ihn gerne in die Folgenbeschreibung stellen.
01:01:08: Und die erklärt relativ gut wie sie die Sachen erklärt hat oder übersetzt hat und sie sagt halt Ich bleibe sehr relativ nahe am Original.
01:01:18: Das war meine Zielstellung und so habe ich es umgesetzt.
01:01:21: Ob uns die Sprache dann gefällt das wird eine andere Frage.
01:01:24: Eigentlich ist das ja unfair was vor allem was ich jetzt hier gemacht hab hinter dem Rücken ganz am Arsenehre Arbeit Diskritieren wollte sie nicht zu kritisieren.
01:01:33: Es ist halt.
01:01:34: aber, weil du von der Erwartungshaltung sprichst.
01:01:36: also wenn ich ein hundert Jahre altes Buch lese dann erwarte ich auch irgendwo eine hundert jahre alte Sprache in Anführungszeichen und das ist ja überhaupt nicht gegeben.
01:01:44: Aber das klingt mir zu sehr nach einer Gefühlskritik.
01:01:47: Weil was?
01:01:48: Ja,
01:01:49: immer generell.
01:01:50: Generell.
01:01:50: Also das habe ich ja nur glaube ich schon mehr als klar gemacht dass das Bücher hier für mich keine keine Arbeit darstellen durften die sollten.
01:01:57: Wie gleiche ich der jetzt auch nicht scheuen aber...
01:01:59: Aber das wäre dann sozusagen sogar eine schlampige Übersetzung.
01:02:04: wenn Wipke Meier jetzt so zu sagen... Was
01:02:06: heißt Schlampe Übersetzungen.
01:02:07: also was wird
01:02:08: der
01:02:08: Vorgaben vom Verlag gegeben haben?
01:02:10: und wenn der Verlag sagt wir Wir schätzen unsere Leserschaft so ein, dass die halt mit dem alten Deutschen nicht mehr klarkommen oder sich das Buch dann mit dem Alten Deutschen verkauft.
01:02:19: Dann machst du es jetzt mal oft neu.
01:02:21: Aber
01:02:22: sie hat's doch genauso übersetzt wie Star Citizen?
01:02:26: Das wäre doch quasi eine verschlammte Übersetzung wenn Sie durch was anderes rausübersetzt.
01:02:32: also wenn sie eben jetzt dort eine andere Sprache anlegt als das Original dann hätte sie das Buch doch verändert.
01:02:38: Ich habe jetzt zwei Sätze vorgelesen.
01:02:41: Soll ich weiter machen?
01:02:43: Das ist das, was ich eben meinte.
01:02:44: Also...
01:02:46: Ich hab jetzt mehrere Absätze überprüft dieser Geschichte.
01:02:50: Wenn dich das beglückt, mach mal zehn Minuten Pause und ich mache das für die anderen Geschichten auch noch!
01:02:54: Der Punkt ist sie hat es sehr wörtlich übersetzt.
01:02:59: Ja, sie hat die Satzglieder dem Deutschen angepasst Okay aber die Komplexität genauso gehalten, wie sie hier im Englischen oder genau so ähnlich gehalten ist.
01:03:09: Dementsprechend schloß ich daraus wenn wir eine Sprache kritisieren kritisier'n wir bitte die von Charlotte Mew aber nicht die Arbeiterübersetzerin denn die hat sich an das gehalten was da steht.
01:03:22: Das ist mein ganzer Punkt
01:03:24: und ich muss dazu sagen wenn ich Sätze lese die herbstreißende Not und dass wilde Flehen nein ein Blick furchtbarer Pein machten meine Absicht zu fliehen zunichte, würde ich sagen.
01:03:36: Das ist kein modernes Deutsch.
01:03:39: Sorry!
01:03:40: Das ist eine gehobene deutsche Sprache die heutzutage keiner in dieser Form spricht.
01:03:46: Könntest du das bitte noch mal vorlesen?
01:03:48: Die
01:03:48: Herzen zerreißende Not und das wilde Flehen.
01:03:51: Nein ein Blick furchtbarer Pein machten meiner Absicht zur Fliehen Zunichte.
01:03:59: Sag keinen mehr.
01:04:00: Das kannst du vergessen.
01:04:00: Kannst mir jetzt nicht erzählen.
01:04:01: Also ständig tausend also Permanent sprechen Leute mich ansagen.
01:04:05: diese pein dieser herz zereißende not
01:04:11: Moment, jetzt muss ich... Ihr müsst mir jetzt auch mal Zeit.
01:04:15: Mein einziger Impuls war Flucht!
01:04:18: Auf Max möchte ich gerne argumentieren.
01:04:20: Wenn du so argumentierst, gehst du davon aus dass die englische Sprache keine Entwicklung stattgefunden hat?
01:04:25: Dass der Text heute exakt so geschrieben worden wäre wie vor hundert Jahren.
01:04:30: Jetzt ist wenn man die Übersetzung, wenn nur einen Übersetzer von vor hundert Jahren genommen hätte, hätte er bestimmte Sachen ganz anderes übersetzt.
01:04:36: Er hätte ganz andere Worte benutzt was ich von sachte Mantel und Palito also für eine bestimmt Und das habe ich ihm vermisst.
01:04:47: Wenn du Übersetzungen meinetwegen irgendwelcher Literatur anguckst die neunzehundertdreißig erschienen, das hast wir ganz häufig.
01:04:53: Im Anakonda Verlag ist eigentlich wunderbar.
01:04:55: Da hast Du Übersetzung manchmal drinnen von keine Ahnung.
01:04:57: Das war der zwanzig-neunzehnund dreißig und dann kommt die Übersetzung irgendwie von zwei tausend und achtzehn, zweitausend neunzen auf dem Markt.
01:05:02: Nimm Dir mal beide Bücher.
01:05:04: Du hast es mit zwei unterschiedlichen Deutsch
01:05:07: zu tun.
01:05:08: Das is so!
01:05:09: Ich möchte allerdings Lobt eins entgegnen.
01:05:12: Ja?
01:05:13: Ganz oft sind diese Übersetsungen von vor hundert Jahren Falsch.
01:05:19: Die sind einfach falsch.
01:05:20: an vielen Stellen, weil die kritische Öffentlichkeit noch nicht in der Form da war ist das bis dato keinem aufgefallen.
01:05:29: Ich bleibe trotzdem dabei und ich würde jetzt
01:05:32: das Thema Übersetzung
01:05:33: abschließen.
01:05:35: Wir müssten das Buch nochmal auf Englisch lesen um es wirklich einordnen zu können oder zumindest nebeneinander legen.
01:05:42: Das was sich nebenein gelegt habe passt aus meiner Sicht Und damit mache ich da jetzt aus meiner Sicht einfach ein Deckel drauf.
01:05:48: Ich möchte Philipp aber jetzt zum Abschluss dieser unserer Folge, wir sind denke ich mal auf der Zielgeraden noch fragen was mein lieber Philipp bei Alex du kannst natürlich auch gerne drüber nachdenken Was ist eure Lieblingsgeschichte?
01:06:02: und ich gebe hinzu gerade welche Geschichte habt ihr gar nicht gemacht?
01:06:09: Die die ich gar nicht gemacht habe kann ich gleich vorweg nehmen.
01:06:11: das war der Weizen.
01:06:15: Das war für mich einfach ein Konstrukt aus Bildern und die hat sich für mich sehr konstruiert angefangen.
01:06:23: Die beste Geschichte allerdings ist, die ich auch Alex unbedingt nahelegen wollen würde.
01:06:28: Und zwar eine weiße Nacht.
01:06:31: das hatte sowas von Edgar Allen Poe Vibes oder Lovecraft der zu dem Zeitpunkt noch nicht geschrieben hat.
01:06:38: also den kann man da raus rechnen.
01:06:39: aber Edgar Allen Also dieser Grusel da drin, dieses Unbehagen, dieses Eingeschlossenseine, diese Kirche.
01:06:49: Dieses sonderbare Ritual...
01:06:52: Großartig!
01:06:54: Das war tatsächlich meine Lieblingsfolge, meine Lieblingsepisode und mein Lieblungsgeschichte.
01:07:01: Ich mochte dort einfach die Stimmung.
01:07:03: Die hat sie richtig gut dort eingefangen.
01:07:06: Ich fang auch mit meiner unliebsten Geschichte an.
01:07:09: teilen sich aus meiner Sicht die letzten beiden.
01:07:14: Ein Hochzeitstag fand ich wirklich anstrengend, ich mag den Twist ja aber ich mochte die Geschichte vom Schreibstier nicht und weiße Welt ist mir einfach zu lang gewesen und habe mich ganz begriffen was das alles soll.
01:07:30: Vom Humor her ist schicksalhafte Treue für mich ganz weit vorne denn die Dialoge die dort drin stattfinden sind unfassbar lustig.
01:07:37: Habe ich wirklich gut gelacht.
01:07:39: Ich möchte bei der weißen Nacht gerne mit dabei bleiben, mit Philipp.
01:07:43: Aber ich mochte auch Mademoiselle!
01:07:45: Aber ich muss ja ehrlich sagen... Ne?
01:07:47: Ich muss es anders sagen.
01:07:48: Die letzten drei okay Da kann ich mit mir reden lassen Die fand ich nicht hundertprozentig gelungen.
01:07:55: Das Lächeln zu Achtzig Prozent aber die ersten Bissmarksterforts Frau Und eben schicksalhafte Treue Gibt's für mich.
01:08:06: nix Fand ich alle cool.
01:08:08: Haben wir Spaß, also Spaß gemacht ist der falsche Begriff haben mir eine intellektuelle Freude bereitet.
01:08:17: Ja das Lächeln war.
01:08:18: auch ein bisschen hat sich so eine Fingerübung angefühlt.
01:08:21: Ähnlich wie der Weizen als wollte sie wirklich alles immer zu jedem den Kontapart bringen und das Stück für Stück aufbauen und gucken wo man am Ende ankommt.
01:08:33: Gerade die fand ich sehr zugänglich die beiden Geschichten.
01:08:36: Aber macht das nicht deutlich, wie großartig eigentlich dieses Buch zu lesen ist?
01:08:42: Wenn man feststellt, wie unterschiedlich wir die einzelnen Geschichten bewerden.
01:08:48: Ihre Zugänglichkeit bewerten und wie streitbar ganz vieles in diesem Buch ist?
01:08:54: Ich fand auch... ich hoffe es für die Hörerinnen und Hörern ähnlich Ja bei allem Streit!
01:09:00: Ich fand das trotzdem ein Genuss Alex zu widerlegen.
01:09:04: Na klar Oder sagen wir es besser.
01:09:08: Vollends
01:09:08: zu widerlegen,
01:09:09: vermeintlich
01:09:12: zu vermeiden.
01:09:14: Aber nein insgesamt bin ich gespannt auf eure Punktzahl die ihr vergeben werdet.
01:09:18: vielleicht hat ja die Debatte alex dazu gebracht dass er dem buch zumindest teilweise noch eine Chance geben wird.
01:09:26: Ich bin mir gerade unschlüssig ob ich den letzten machen möchte bei der abschlussveranstaltung Nämlich dem der endabrechnung Oder den ersten, da ich jetzt gerade geredet habe.
01:09:37: Ich mache den letzten!
01:09:38: Dann würde ich sagen fängt Alex an... ...ich mach das Sandwich Kind und Max macht den versöhnlichen Abschluss.
01:09:45: Ja ja
01:09:47: also es gibt ja einige Bücher die ich angefangen und nicht beendet habe.
01:09:52: Mein wenn man so möchte weißer Wahl für den Vorgner Absalom Absalom.
01:09:58: Ich werde das auch irgendwann nochmal angehen.
01:10:02: Das geht gar nicht anders.
01:10:04: Wenn ich wieder scheitere, dann werde ich dem halt ein viertes mal irgendwann auf die Pelle rücken.
01:10:09: Weil ich der Meinung bin das zufern das Buch an sich jetzt... Nee, nee, nee!
01:10:14: Das ist falsch ausgedrückt.
01:10:16: also angefangen Bücher sollte man auch zu Ende lesen Punkt so.
01:10:19: Jetzt habe ich ja schon hatte new streng und gar nicht angefangen sondern nur punktuell im buch gelesen.
01:10:25: Ich weiß es nicht ob ich den max würdest.
01:10:27: du Frau wie sie gleich Ingebaug Bachmann.
01:10:34: nochmal eine schon natürlich
01:10:36: Es wird dauern,
01:10:38: aber es wird
01:10:38: ohne rot zu werden.
01:10:39: Hat er gelungen?
01:10:41: Also tatsächlich...
01:10:42: Nein!
01:10:43: Weil das hat es nämlich schön ausgesucht.
01:10:44: Es wird dauernd.
01:10:47: Ich werde Charlotte Mewen nicht dieses Jahr oder nächstes Jahr lesen, aber das wäre wahrscheinlich eines von diesen Büchern die du in zwanzig Jahren vollkommen grundlos in die Hand nimmst und dir das Ding dann wahrscheinlich an zwei Nachmittagen durchsuchtest.
01:11:00: Weiß ich nicht.
01:11:03: Aber ich habe eine persönliche Ja bitte, will ich jetzt nicht sagen.
01:11:06: Aber einen persönlichen Vorschlag für dich Alex?
01:11:10: Lies mal noch eine weiße Nacht einfach nur die einige Geschichte und danach legst du das Buch weg.
01:11:15: Das ist vollkommen okay.
01:11:16: Jetzt
01:11:16: haben wir das ungefähr vor zwei Wochen geschrieben hier Edgar Info und Bisse Lovecraft.
01:11:24: Also Art gehst vielleicht mit einer ganz anderen Erwartungshaltung ran nachdem ich das jetzt gesagt habe.
01:11:27: deswegen.
01:11:28: Wir sagten uns ja vorher dass in der Regel spreche mir nie über die Bücher und es ist auch gut so Weil wenn ihr nie weiß, wo erwischt man den anderen gerade.
01:11:40: In welcher Stelle im Buch erwisht man ihn gerade?
01:11:42: Und versaut man jetzt grade was oder macht man ihm eine falsche Hoffnung oder im falschen Weib für das Buch.
01:11:49: und auch das hier ist wieder ein Buch, wo es schwierig ist mit einer gewissen Grundhaltung anzugehen sondern wo man sich... sehr drauf einlassen muss und dann die Bereitschaft wirklich in jeder Geschichte neu entwickeln muss, sich jetzt da reinzuarbeiten.
01:12:04: Und das fiel mir an vielen Stellen auch deutlich schwerer als ich das gehofft habe und als ich es zugeben möchte.
01:12:11: Deswegen liess vielleicht diese eine Geschichte noch... Ich will dir nicht zu viel versprechen aber wie gesagt, das war meine Lieblingsgeschichte!
01:12:16: Ich mochte die Stimmung darin und es ist auch wieder skurril, aber ich finde es lohnt sich und ist ja auch nicht so lang.
01:12:24: Und vielleicht versöhlt sich das wenigstens so ein bisschen mit dem Buchen, dann kannst du wenigst mit nicht so einer ganz krassen Abneigung daraus gehen.
01:12:30: Oder vielleicht sagst du auch ne... Das hat überhaupt auch nicht das erfüllt was ich dachte!
01:12:37: Das klingt ja fast so, als würde ich dieses Buch gar nicht mögen.
01:12:41: Es gab gewisse Hinweise.
01:12:45: Ganz am Anfang wollte ich doch fragen... Ich hatte mir überlegt, seit den Großbritannien sich mit der Autorin auseinander gesetzt.
01:12:53: Im Jahr die Biografie auf dem englischen Markt, der aber wahrscheinlich auch dazu geflugt hat, dass man die Autorinnen in Deutschland langsam bemerkt.
01:13:01: Ich habe immer so eine Frage
01:13:02: gestellt
01:13:03: ist die Autorin das Wert.
01:13:06: Also, ich meine es gibt ja da draußen keine Ahnung.
01:13:09: hunderttausenden noch nicht entdeckte Autorinnen und AutorInnen und davon sicherlich auch zehntausende Lyrikerinnen und Lyriker, die eine Entdeckung auf einer Entdeckenung noch warten.
01:13:20: Und es ist daher wert ausgerechnet diese englischsprachige Autoren jetzt gewissermaßen wieder zu entdecken bis ja so heißt.
01:13:30: Ich weiß es nicht!
01:13:32: Vor ein paar Jahren kam Flannery O'Connor raus mit der Geschichtshandlung.
01:13:37: Keiner Menschesele kann man noch trauen, auch das sind acht oder neun Kurzgeschichten drinne.
01:13:43: Ich habe dieses Buch geliebt.
01:13:44: Also das war richtig großartige Literatur.
01:13:48: Und jetzt kommt die Autoren kannte ich auch nicht Obwohl es eigentlich auch keine Unbekannte gewesen sein soll.
01:13:54: Jetzt
01:13:55: Charlotte Mew und ich kann mit diesen Geschichten überhaupt nichts anfangen.
01:14:00: Das würde ich euch gerne bitten, dass ihr das dann nachher noch gleich noch mit beantwortet wie ihr das seht.
01:14:04: Also für mich auch von dem was ich gelesen habe, auch von den was ihr mir erzählt hat so wirklich ein Grund jetzt für diese Autorin gibt es eigentlich nicht.
01:14:13: Ich würde es da angehen.
01:14:13: schade, dass vielleicht der eine oder andere Auto oder Autorinnen weiterhin unentdeckt bleibt.
01:14:20: Ganz hartes Urteil.
01:14:21: Und die Bewertung?
01:14:24: Das wäre fies.
01:14:29: Du weißt nicht, drei Punkte geben wir auch nur weil zwei Geschichten dort zumindest zugänglich waren.
01:14:36: Und ich würde aber ganz viele Punkte abziehen, weil wie hast du das von gesagt?
01:14:39: so Gesinnungslesen hier?
01:14:40: Nicht Gesinnungleser ein Ein-Ein-Befühlsleser also falsche, falsche und anfangszeichen Sprache der fehlende Zugang zu den Geschichten, zu den Inhalten Komplett falscher Erwartungshaltung.
01:14:54: Aber die drei Punkte sind jetzt eigentlich auch unfair.
01:14:56: Max hattest du damals Bachmann bewertet?
01:14:58: Ich glaube ja!
01:14:59: Ne ne?
01:15:00: Ich glaub' ich hab einen
01:15:01: Punkt
01:15:01: gegeben.
01:15:02: Ich glaube, da werde ich jetzt vielleicht... Also es wird ja sicherlich viele da draußen geben und die sagen, oh nee, Charlotte Miu.
01:15:07: Tolle Geschichten, super!
01:15:09: Und hat mir so viel gegeben um mich hinzustellen und sagen, das ist eigentlich doof.
01:15:12: Das
01:15:12: ist ja immer noch deine Meinung oder so?
01:15:13: Kannst du das
01:15:14: daran verstehen?
01:15:15: Du musst sie jetzt...
01:15:16: Ja was heißt denn dahinter stehen?
01:15:17: also?
01:15:18: Ich kann's dann nicht mal richtig begründen.
01:15:19: Dann
01:15:19: ist das nicht gefühlt.
01:15:20: Ich hab's
01:15:20: dann doch nicht mal gelesen.
01:15:21: Also das sind diese berühmten Einsterne-Bewertungen auf Amazon.
01:15:26: Deswegen
01:15:26: hast du ja nicht eingegangen.
01:15:27: Genau das mache ich gerade.
01:15:30: Ja, drei von zehn sind eins fünf von fünf.
01:15:32: Ein Sterne wäre jetzt in dem Fall wenn du sagst ich gebe ein Stern mein Einband war eingerissen als es geliefert wurde.
01:15:39: Das wären die typischen Einsterne Bewertung.
01:15:41: oder es hat einen Wasserschaden oder Ich habe dafür keine Ahnung.
01:15:46: Michaela Schaffraths Memo anbekommen Oder weißt da geil was also?
01:15:50: dann könntest Du Seid das wäre so eine typische Einstande Bewertungen aber so ist auch okay.
01:15:54: Also auch Bücher sind nun mal zu.
01:15:57: Ich würde sagen mindestens sechzig Prozent Gefühlssache.
01:16:02: Und du kannst, es gibt Bücher die du trotzdem lesen kannst auch wenn du das Gefühl hast ich finde die gerade richtig blöd aber ich weiß sie sind gut und dann arbeitest du dich dadurch und kannst vielleicht auch ihren Wert erkennen.
01:16:13: Aber am Ende wirst du trotzdem sagen Ich hatte kein gutes Gefühl bei dem Buch.
01:16:17: also und Bewertungen sind immer emotional manchmal sogar romantisch aber meistens doch emotionale Dinge.
01:16:25: Und wie oft wir über Bücher gesprochen haben hier, wo wir gesagt haben es hat mir gar nicht gefallen.
01:16:31: aber ich kann den literarischen Wert erkennen und gebe deswegen noch vier Punkte obwohl ich eigentlich zwei geben müsste.
01:16:40: Das ist doch mittlerweile bei der Literatur die wir auch auch hier lesen normal und auf die Frage ob sie es wert ist entdeckt zu werden.
01:16:49: Ich sage mal so jede Literatin und jeder Grad auf diesem Niveau ist es wert entdeckt zu werden.
01:16:57: Und ob das nun irgendwie fair ist, zu sagen deswegen wurde jemand anderes nicht entdeckt?
01:17:01: Ist auch schwer weil in dem Fall bei C.A.
01:17:04: Beck wird man sich...wird man jetzt nicht den nächsten Stroh Gatski oder Stanislav Lemm oder sonst wen gesucht haben also aus der Science Fiction Ecke und den jetzt übersehen haben, deswegen weil man nachdem überhaupt nicht geguckt hat.
01:17:17: Also war durch welchen Zufall oder welche Absicht auch immer es Charlotte Mew jetzt in das C. A. Beck Programm geschafft hat.
01:17:26: Es ist ein Glücksfall.
01:17:28: Und gute
01:17:29: Literatur muss halt entdeckt werden, das ist auch wichtig und dass die nicht jeden erreicht, ist okay.
01:17:37: Aber es wird vielleicht genügend Menschen geben, die es erreicht und die es bereichert auch.
01:17:41: Wenn dabei nur eine oder zwei Leute sind – wir haben ja jetzt schon zwei, nämlich Max und diejenige, die das Max empfohlen hat – dann sind schon mal zwei Leute dabei, die sich das Ganze bereichern und denen das auf jeden Fall Spaß gemacht hat und ich bin irgendwo mittendrin Und dann ist das vollkommen, es ist gut und schön dass dieses Buch auf den deutschen Markt geschafft hat.
01:17:59: Weil ich würde mal die steile These in den Raum werfen?
01:18:02: wäre das nur auf dem englischen Markt erschienen und neu gehypt wurden hätte es... Max dich wahrscheinlich nicht erreicht.
01:18:11: Kleine Chance!
01:18:13: Und von daher kann ich diese Frage beantworten mit Es wird viel zu wenig gute Literatur gedruckt und viel zu viel Schund abnehmen mit Kuchen und Brot zum Beispiel Das stimmt
01:18:25: allerdings auch.
01:18:26: Und der XXIII Influencer, der seinen Ernährungsratgeber rausprügelt.
01:18:30: Der wieder genau gleich ist wie alle anderen auch.
01:18:32: Also von daher...
01:18:35: Das heißt, wir kommen zum Ende?
01:18:36: Ja!
01:18:37: Ich habe eigentlich jetzt alles schon in meiner Bewertung mitgesagt.
01:18:40: Dementsprechend fehlen für mir nur noch Punkte.
01:18:42: Da ist aber wie gesagt auch eine Gefühlssache es dieses Buch zu lesen und ich bei vielen Geschichten wirklich kämpfen musste.
01:18:51: Bei den letzten drei auf jeden Fall Max war sich ganz ähnlich, aber auch am Anfang gab's einen.
01:18:56: Gerade die allererste Geschichte hatte ich ... echte ... ... Probleme da reinzukommen.
01:19:01: Und dann war sie arbeit, also sie hat bei mir einfach jetzt vom... von der Geschichte an sich nicht gefallen und viele von den Geschichten haben mich tatsächlich auch einfach nicht interessiert, also das Thema nicht interessiert.
01:19:12: aber ich habe es ja am Anfang schon gesagt ist jetzt immer wieder geschafft mich am Anfang der Geschichten zu catchen.
01:19:17: Und bei den ersten sechs Geschichten erkenne ich ihren Wert und hab auf
01:19:24: einen
01:19:25: analytischer Ebene durchaus eine Bereicherung erfahren, dass ich sie gelesen habe.
01:19:30: Auch wenn ich es jetzt nicht nochmal lesen würde aus Genussgründen, wo ich sage oh das ist aber eine tolle Geschichte und wie das alles endet unüberhaupt.
01:19:36: Und auch die Szene war toll weil die mich so berührt hat Das halt eben gar nicht.
01:19:41: Aber auf analytischer Sicht und als Roman beziehungsweise als Erzählungsband Aus diesem Ende des neunzehnten Anfangs des zwanzigsten Jahrhunderts ziemlich gut bin ich bei sechs Punkten.
01:19:58: Ja da hab' ich doch schon mal zumindest ein einem eine überdurchschnittliche Bewertung abgerungen.
01:20:06: Um jetzt noch aufzuklären, wer mir das Buch empfohlen hat im übrigen uns... ...das Buch empfehlen hat denn ihr standet definitiv zu dem Zeitpunkt neben mir.
01:20:17: Im Gravitationsfeld.
01:20:19: der Empfehlung war mir!
01:20:19: Das kann ich hier so bestätigen.
01:20:24: Das waren nämlich Frau Prof.
01:20:25: Müngler nach der Aufnahme mit Herrn Münger als wir danach kurz kurz oder lang, ich weiß gar nicht mehr wie lange wir geredet haben.
01:20:35: Aber da hat sie das auf jeden Fall mit empfohlen und hatte mir dann auch nochmal den genauen Titel geschrieben, denen wusste sie damals nicht mehr genau... Und dadurch hatte das Buch natürlich schon mal ein paar größere Lobhären, Vorschusslobhären als erwartet oder als üblich.
01:20:53: aber Ich habe es dann trotzdem mit Genuss gelesen, ich hab's schon gesagt, ich mag dass die Leseerwartungen kontakariert werden.
01:21:05: Der literarische Wert dieses Textes ist riesengroß oder die sehr Texte nicht umsonst, das ist jetzt natürlich ein Autoritätsargument aber ich bleibe trotzdem dabei.
01:21:15: wenn eine Virginia Wolf die mit zu dem größten zählt was es in der Literatur überhaupt gibt sagt dass es ein großer Text ist dann kann man den ersten mal zuhören.
01:21:25: und wenn ich's dann lese und das Gefühl habe oh ja hier steckt hinter jedem Text noch ne noch mehr beziehungsweise die Struktur des Textes ist so andersartig.
01:21:35: Und die Atmosphäre und alles andere, das Träumerische... Das verwirrende auch all das hat zumindest dazu geführt dass der Buch etwas erreicht hat was viele andere erzählt Texte nicht schaffen.
01:21:50: Sie hat mich nicht gelangweilt sie hat mich gut unterhalten einfach mit dem Über was ich Druck nachdenken könnte.
01:21:57: Jetzt gebe ich zu, zwei drei Geschichten waren nicht so meins.
01:22:01: Nichtsdestotrotz die Geschichten davor waren dafür wirklich Begeisterungswert aus meiner Sicht.
01:22:07: Wir haben über Sprache gesprochen wir haben über die einzelnen Strukturen die Perspektiven Die Erzählhaltung etc.
01:22:13: alles gesprochen.
01:22:15: Summa Summa herum habe Ich acht Punkte vergeben und freue mich dass wir endlich mal wieder ein Text hatten Bei dem die Diskrepanz zwischen Top und Worst-Bewertung riesengroß sind.
01:22:32: Und da muss man doch sagen, was wollen wir denn noch?
01:22:34: Und solange Alex uns jetzt nicht ghostet... Nein gar nicht!
01:22:37: Er hat schon gesagt, dass wer dir gleich der Blitz einschlägt, dann bin ich weg zufälligerweise.
01:22:43: Und er macht nie wiedergesehen.
01:22:45: Das ist bestimmte Literatur, weil du gefeffelt hast.
01:22:50: Gewissermaßen könnte man jetzt sagen, lieber Max ist verquitt.
01:22:53: Weil Ingebrauch Bachmann hatte ich damals empfohlen.
01:22:55: Das stimmt!
01:22:56: Dann hab' ich ja noch einen Freischuss frei?
01:22:58: Genau eigentlich darf der Philipp jetzt das Nächstes.
01:23:01: und nein, Max hat das vollkommen richtig ausgedrückt.
01:23:04: also würden wir in jeder Woche gleichförmig jedes Buch wunderbar und ganz toll finden dann wäre langweilig.
01:23:13: Ich kann damit leben und ich nehme euch das auch überhaupt nicht.
01:23:18: So liebe Hörner und Hörer, wir hoffen ihr seid bis dahin dran geblieben.
01:23:22: Und habt diesen kleinen Zwist hier über euch ergehen lassen.
01:23:26: Wir hoffen es hat euch gefallen und ihr habt vielleicht ein bisschen was mitgenommen.
01:23:28: Vielleicht auch ein bisschen Interesse an dem Buch gewonnen dass ihr da vielleicht selber mal reinlesen wollt.
01:23:35: Vielleicht eine andere Geschichte.
01:23:36: das ist auch ein gutes Buch um das in der Buchhandlung die Hand zu nehmen dort meine Geschichte zu lesen wenn man sagt oh die einer hat mich interessiert Auch wenn das jetzt ein schlechter Appell ist, weil eigentlich sollte die Bücher ja kaufen.
01:23:46: Aber im Zweifelsfall gibt es auch natürlich in
01:23:49: den
01:23:49: Büchereien auszuleihen.
01:23:52: Wir verabschieden uns jetzt in die Sommerpause Das heißt Es gibt jetzt quasi fast zwei Monate keinen Frontgespitz mehr Denn der Juli ist noch nicht ganz zu Ende.
01:24:04: Diese Folge erscheint mit dem Juli Dann ist der ganze August frei.
01:24:07: Da scheint keine Folge.
01:24:09: Und dann die erste Aufnahme bzw.
01:24:11: die erste Folge im September wird wahrscheinlich erst in der zweiten Septemberwoche kommen, dementsprechend knapp zwei Monate zeitmäßig jedenfalls kein Podcast.
01:24:21: Wir lesen während der Zeit Die Brüder Karamaser von Fjodor Dostoyevski.
01:24:26: Das
01:24:27: wird
01:24:27: auf jeden Fall spannend.
01:24:29: wir müssen mal schauen wie wir das dann aufarbeiten.
01:24:32: So umfangreich haben wir noch nicht gelesen.
01:24:35: Deswegen machen wir es auch nach der Sommerpause die Besprechung dazu Und dann schauen wir mal, wie wir das Ganze aufarbeiten.
01:24:42: Denn wir können es natürlich nicht pö-a-pö durchsprechen und wir wollen eigentlich auch nicht so ein E-Post draus machen Wie wir das bei den Witcher-Bänden gemacht haben dass wir dann irgendwie so einen drei Folgen Mammut dort Auf den Hoster drücken.
01:24:58: Dementsprechend Wir bereiten uns da ganz akribisch drauf vor und sind dann sehr gespannt.
01:25:05: Also ich bin jedenfalls schon sehr gespannt sowohl aus Buch als auch auf die Diskussion mit euch.
01:25:09: Liebe Höhner und Hörer, an dieser Stelle wir wünschen euch alles Gute.
01:25:13: Wunderbaren Sommer!
01:25:15: Krimpt euch schön ein, stay hydrated... Und natürlich lest was Schönes.
01:25:20: Macht's gut!
01:25:21: Bis bald!
01:25:22: Ciao
01:25:25: ciao!
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